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1 Million E-Autos: Was ist aus dem Ziel geworden?

Experten erwarten ab 2020 einen Durchbruch der Elektromobilität. Noch klafft eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Vom Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, hat sich die Bundesregierung nicht verabschiedet. Und die Hersteller?

Die hiesigen Autobauer haben lange gezögert, machen aber jetzt richtig Tempo in Sachen E-Mobilität. Sie haben erkannt, dass sie nun endlich E-Auto-Modelle auf den Markt werfen müssen, wenn sie den Anschluss nicht verpassen wollen. VW geht mit großen Schritten voran und plant gleich eine ganze E-Auto-Familie. Bis 2025 wollen die Wolfsburger bei der E-Mobilität weltweit die Nase vorn haben, bis dahin will das Unternehmen jedes Jahr gut eine Million E-Autos an die Frau und den Mann bringen. Bis 2029 sollen die Konzern-Marken VW, Skoda, Seat, Audi und Porsche über 22 Millionen Fahrzeuge auf der neuen MEB-Elektroauto-Plattform bauen.

2016 wurden in Deutschland 25.056 Elektrofahrzeuge zugelassen – weit weniger, als mit dem anvisierten Ziel vereinbar. 2017 wurden immerhin 54.492 Elektrofahrzeuge zugelassen, was einer Steigerung von 117 Prozent entspricht, wodurch sich ihr Marktanteil auf 1,6 Prozent verdoppelt, meldet das Center of Automotive Management (CAM). 2018 gab es in Deutschland 68.000 neu zugelassene Elektroautos, das sind noch einmal 26 Prozent mehr als 2017.

 

China schlägt den Takt

Zum Vergleich: In China, dem globalen Taktgeber der E-Mobilität, waren es 2016 etwa 500.000 batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-In-Hybride. Im Gesamtjahr 2018 waren es 1,27 Millionen E-Autos, was einem Zuwachs von 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutete. Der Marktanteil an den Gesamtzulassungen kletterte von zuvor 2,7 Prozent auf nunmehr 4,6 Prozent.

Das Reich der Mitte ist längst der größte Automarkt der Welt. Hier steigt man vom Fahrrad auf den Elektroscooter und später aufs Elektroauto um. 20 Millionen der Zweiräder werden jährlich gekauft!

Marktanteil von Elektrofahrzeugen steigt weiter

Die Marke von einer Million Fahrzeugen werde Deutschland aktuellen Prognosen nicht schon 2020, sondern erst im Jahr 2022 erreichen, hieß es im Sommer 2018 von der „Nationale Plattform Elektromobilität“ (NPE), deren Themen Anfang 2019 in die Strukturen der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) überführt wurden.

2016
25.056 Elektrofahrzeuge
2017
54.492 Elektrofahrzeuge

Die politischen Maßnahmen

Damit die E-Mobilität sich endgültig durchsetzt ist folgendes geplant:

  • Investitionsprogramme bauen die öffentliche Ladeinfrastruktur aus.
  • Kaufprämien erhöhen die Akzeptanz von Elektroautos und Hybriden.
  • Rechtliche Vorgaben und Investitionen ermöglichen den Aufbau einer privaten und öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur.
  • Der Bund fördert die Forschung, speziell den Aufbau einer nationalen Zell- und Batterieproduktion.

Die Hersteller haben viel zu verlieren

Die deutsche Autoindustrie weiß um ihre „Hausaufgaben“. Das Elektroauto revolutioniert nicht nur den Antriebsstrang, sondern die ganze Verkehrsinfrastruktur. Neue Technologien und Werkstoffe, Digitalisierung, neue Player fordern die Autoindustrie heraus. Insider beruhigen: Jedes zweite Patent im Bereich der Elektromobilität wird in Deutschland angemeldet. Doch wo bleibt der längst erwartete Innovationsschub?

Deutsche Autos mögen technische Wunderwerke sein, stark und schnell, aber sie sind wie Dinos zu schwer und viel zu durstig. Das Wuppertaler CAM-Institut sieht zwei Entwicklungen. Negativ: Umweltschädliche Emissionen (Feinstaub, Stickstoff- und Schwefeloxide) erzwingen eine politische Regulierung, etwa Quoten bei der Zulassung oder eine CO2-Abgabe. Die gute Nachricht: Deutlich sinkende Preise für leistungsfähigere Akkus, technologische Neuerungen wie kürzere Ladezeiten und höhere Reichweiten machen Elektroautos attraktiver.

2020 und danach

Die Mobilität spiegelt gesellschaftliche Megatrends: In Deutschland wird ein „Peak Car“ vor 2030 erwartet. Der demografische Wandel verändert den Motorisierungsgrad und das Bewusstsein für Mobilität. Umweltfreundliche Autos, Car Sharing und moderne Fortbewegungskonzepte wie das autonome und vernetzte Fahren liegen im Trend.

These: Prämien allein reichen nicht

Wenn die Bundesregierung schnell „Millionär“ werden will, muss sie mehr tun als die Elektroauto-Prämie ausschütten. Wenn sie den Umweltverbrauch verursachergerecht besteuert, erhalten emissionsarme Fahrzeuge bessere Chancen. Damit sie umweltfreundlich fahren, muss eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur preisgünstigen Ökostrom anbieten.

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