Carsharing mit Elektroautos

E-Carsharing: Wer teilt, gewinnt

Carsharing boomt! Kein Wunder: Es ist einfach, praktisch und meist auch preiswerter als ein eigener Wagen. Bei allen Carsharing-Anbietern gibt’s inzwischen auch Elektroautos.

Carsharing ist eigentlich gar keine so neue Idee, schon 1948 entstand in Zürich die „Schweizer Selbstfahrgenossenschaft“. Am Prinzip hat sich bis heute nichts geändert: Menschen sollen spontan und flexibel gemeinsam Autos nutzen, ohne einen eigenen Wagen besitzen zu müssen.

Und die Branche boomt: 1,7 Millionen Deutsche nutzen bereits die derzeit etwa 22.000 Autos der verschiedenen Carsharing-Organisationen. Der Vorteil für alle: Ein Auto, das geteilt wird, ersetzt acht bis zehn, die sonst mehr herumstehen als fahren, aber dennoch Platz beanspruchen und Geld kosten. Bereits jedes zehnte Auto davon hat einen Hybrid- oder Elektroantrieb. Das ist sehr hilfreich, denn: Wer nicht gleich ein Elektroauto kaufen will, kann es zunächst einfach per Carsharing ausprobieren.

So funktioniert Carsharing

Bei der stationären Variante des Carsharings meldet der Kunde sich einmal beim Anbieter an und bezahlt einen niedrigen monatlichen Beitrag. Dafür bekommt er eine Mitgliedskarte mit Geheimzahl, mit der er an einer festen Station das Elektroauto öffnen kann, das er zuvor im Internet oder per App gebucht hat. Am Ende der Fahrt gibt er das Gefährt an derselben Station wieder ab. Diese Carsharing-Möglichkeit ist in Deutschland am meisten verbreitet und in der Regel am günstigsten. Angeboten wird der Service zum Beispiel von Flinkster oder Stadtmobil.

Ein Trend bei den Großen der Branche: Man kann „free floaten“, das Auto überall stehenlassen. Die Smartphone-App verrät Interessenten, wo das nächste freie Auto steht. Eine spezielle Chipkarte öffnet den Wagen. Die größten Anbieter sind Car2Go und DriveNow, die auch im Ausland aktiv sind. Die Branche steht allerdings regelmäßig vor einem Problem: Autos bleiben in wenig frequentieren Randbezirken stehen. Bei Elektroautos wiegt das Problem in Regionen mit gering ausgebauter Ladeinfrastruktur besonders schwer.

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Elektroautos bietet aktuell DriveNow
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Elektroautos bietet aktuell Car2Go

Für wen lohnt sich Carsharing mit Elektroautos?

Wer sein Auto mit anderen teilt, hat weniger Kosten. Anders als beim E-Auto-Leasing ist der grüne Strom oft schon im Preis enthalten. Tipp: Preise vergleichen, Tarife studieren. Denn es gibt große Unterschiede und tolle Sparpreise. Wer beispielsweise regulär 3 Euro pro Stunde oder 30 Euro für einen Tag zahlt, kommt damit günstiger weg als mit jeder anderen Mietvariante.

Seit 1. September 2017 genießen Carsharer sogar gesetzliche Privilegien. Wer sein Auto mit anderen Menschen teilt, soll es künftig leichter und günstiger parken können. Kommunen können für Carsharing-Autos eigene, gebührenfreie Parkflächen ausweisen und dürfen Pkw mit Elektro- und Hybridantrieben bevorzugen. Das Gesetz ermöglicht es Anbietern mit festen Abhol- und Rückgabestationen auch, ihren Standort in den öffentlichen Verkehrsraum zu verlegen, zum Beispiel an Ortsdurchfahrten der Bundesstraßen. Das soll die Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr fördern – attraktiv ist das besonders für staugeplagte Gemeinden und Städte.

Carsharing von Elektroautos: Das sind die Anbieter

Neues Fahrgefühl durch E-Carsharing

Für Berufstätige, die täglich um sechs zur Arbeit pendeln, ist eine Fahrgemeinschaft, aber nicht Carsharing die Alternative. Sie sind schlicht auf Flexibilität oder Mobilität angewiesen. Wer aber ein- oder zweimal wöchentlich unterwegs ist oder mit Freunden übers Wochenende nach Amsterdam fährt, für den ist Carsharing eine gute Wahl.

Wer umweltfreundlich fahren will, bevorzugt dabei ein Modell mit Elektroantrieb. Die Auswahl ist groß, Fahrspaß inklusive: Sind Sie schon einmal mit dem Twizy durch Kurven geflitzt, die Nase halb im Wind? Carsharing bietet Ihnen, wenn Sie wollen, auch da ein neues Fahrgefühl.

Und ja, sharen Sie doch mit „Hintergedanken“: Ein paar Stunden mit dem Elektroauto sind die ideale Probefahrt. Übrigens erkunden auch große Firmenflotten und Leasing-Anbieter den Umstieg: vom Besitz aufs Leasen, vom Leasen aufs Teilen, und oft gleich elektrisch.

Und jetzt?

Probieren Sie günstige Elektroautos einfach mal per Carsharing aus! Es ist der beste Weg, mit der elektromobilen Welt Bekanntschaft zu schließen. Besteht es den Test, können Sie beim Carsharing bleiben – oder andernfalls ein umweltfreundliches Elektroauto kaufen.

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