Elektroauto Carsharing Unternehmen

Teilen statt besitzen: E-Carsharing für Unternehmen

Die Idee ist einfach und genial: Unternehmen und Mitarbeiter teilen sich Elektroautos und beide sparen Geld. Tagsüber nutzen Kollegen sie als Dienstwagen im Firmenfuhrpark, abends und am Wochenende fahren die Beschäftigten die Autos privat.

Keine Frage, ein privates Auto ist nützlich und praktisch! Aber eigentlich wird es nur selten gebraucht: Durchschnittlich mehr als 23 Stunden pro Tag steht es in der Garage oder auf dem Parkplatz, nur 40 Minuten wird es  genutzt. Und dann meist auf dem Weg zur Arbeit, um dort zu warten, bis sein Besitzer mit ihm nach Hause fährt. Gleichzeitig unterhalten viele Firmen eigene Fuhrparks, deren Fahrzeuge ab Betriebsschluss und am Wochenende ungenutzt auf dem Firmengelände stehen. Effizient geht anders!

Die Lösung für eine nachhaltige Fahrzeugnutzung hat das Hildesheimer Start-up e2work gefunden. Die Firma ist auf „zelluläres Carsharing“ im Flottensektor spezialisiert und entstand als Ausgründung der Universität Hildesheim. Im Rahmen der bundesweiten Forschungsinitiative „Schaufenster Mobilität“ wurde seit 2013 zusammen mit dem Institut für Transportation Design (ITD) Braunschweig, ADAC, TÜV Nord und der Firma Helma Bau der Prototyp eines Carsharing-Buchungsportals samt App entwickelt und mit Elektroautos getestet. Inzwischen betreut e2work eine ganze Reihe Kunden aus verschiedenen Branchen.

Komplettservice vom Fahrzeug bis zur Abrechnung

Die Idee ist ganz einfach: „Unternehmen und Mitarbeiter teilen sich Elektroautos und alle sparen“, erklärt Robert Lessing, Assistent der e2work-Geschäftsführung. Morgens fährt der Mitarbeiter mit dem Wagen wie mit seinem Privatfahrzeug zur Arbeit und stellt es auf dem Firmenparkplatz ab. Während der Arbeitszeit wird das Auto von Kollegen für Dienstfahrten genutzt, abends fährt der Mitarbeiter wieder damit nach Hause. e2work bietet einen Komplettservice an: Zusammen mit dem Unternehmen erstellt die Firma ein passend zugeschnittenes Paket, von der Fahrzeugbeschaffung zu Sonderkonditionen über den Aufbau der Ladeinfrastruktur bis zur Installation der digitalen Schlüssel und Ersteinrichtung der Systeme. Führerscheinkontrolle, Buchung und Schlüsselübergabe erledigt das e2work-Buchungsportal, elektronisches Fahrtenbuch und automatisierte Abrechnungen sind ebenfalls enthalten.

Jetzt bietet die Thüga-Gruppe mit etwa 100 Stadtwerken und Regionalversorgern das innovative Mitarbeiter-Carsharing ihren rund 17.200 Beschäftigten an. Dazu passte e2work das Konzept zusammen mit seinem Infrastrukturpartner Enercity im Rahmen der Thüga-Innovationsplattform für die Bedürfnisse des größten kommunalwirtschaftlichen Verbundes in Deutschland an.

„Durch das Carsharing profitieren Mitarbeiter, Unternehmen und Umwelt“, sagt Matthias Cord, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Thüga AG: „Das Konzept ist ein wichtiger Baustein für die kommunale Mobilität der Zukunft.“ Beim Wettbewerb „mobil gewinnt“ setzte es sich gegen 54 Mitbewerber durch: Die Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zeichnete die Idee als bestes Mobilitätskonzept des Jahres 2017 aus.

Synergieeffekte bringen viele Vorteile

e2work schafft eine Win-win-Situation für Unternehmen und Mitarbeiter, denn beide sparen Geld. Die Partnerschaft schafft Synergien:

  • Die Leasinggebühr werden geteilt.
  • Die Betriebskosten reduzieren sich um bis zu 30 Prozent.
  • Die Anschaffungskosten sinken dank Sonderkonditionen: Ein elektrischer Renault Zoe zum Beispiel kostet das Unternehmen 23 Prozent weniger, Mitarbeiter sparen sogar mehr als ein Drittel gegenüber dem normalen Preis.

Zusätzliche Vorteile für Unternehmen:

  • Bessere Flottenauslastung,
  • weniger Fahrzeuge,
  • mehr Platz durch weniger Parkplätze,
  • größere Attraktivität als Arbeitgeber und
  • besseres Image dank Nutzung moderner und umweltschonender Mobilitätssysteme.

„Für die Mitarbeiter macht unser Carsharing-Konzept Elektroautos erschwinglich und die Fahrten klimafreundlich“, zählt Robert Lessing als Pluspunkte auf. Zum kostengünstige Komplettpaket gehören Wartung, Pflege, Versicherung und Winterreifen. Alle Leistungen werden durch die Sharinggebühr an den Arbeitgeber abgedeckt. Gedanken über fehlende Ladeinfrastruktur in ihrer Gegend müssen sich die Mitarbeiter nicht machen, Partner Enercity unterstützt den Arbeitgeber bei der Einrichtung von Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz, von der einfachen Ladebox bis zum intelligenten Solarcarport. Für private Ladeboxen bietet die Firma ebenfalls attraktive Kauf- und Contracting-­Lösungen.

Digitaler Schlüssel im Smartphone

e2work

Die Buchung eines Wagens erfolgt über das e2work-Buchungsportal per Internet und Smartphone-App. Autorisierte Nutzer verwalten damit alle dienstlichen und privaten Fahrten. Einfach Start- und Zielort sowie Abfahrts- und Rückgabezeit angeben, aus den verfügbaren Fahrzeugen den Favoriten auswählen und die Buchung ist abgeschlossen.

Fuhrparkmanager können mit dem System nicht nur die neuen E-Autos koordinieren, sondern auch die bestehende Flotte verwalten. Als zentrales Verwaltungselement zeigt es detaillierte Informationen über den Zustand der Gefährte und hilft die Nutzung des Fahrzeugpools zu optimieren. „Das System gewährleistet auch, dass die Reichweite der Batterie immer für die nächste Fahrt ausreicht,“ weiß Robert Lessing.

Schlüsselübergaben und verlorene Zündschlüssel gehören dank digitaler Schlüssel der Vergangenheit an. Jeder autorisierte Nutzer kann mit der e2work-App auf dem Smartphone sämtliche Fahrzeuge per Knopfdruck öffnen und schließen. Den Schließvorgang übernimmt ein Mikrocomputer im Elektroauto: Hat der Nutzer das Auto zu dieser Zeit reserviert, gibt das Buchungsportal ein Signal an den Computer und der Wagen wird entriegelt. Wird zum Starten der Zündung ein mechanischer Schlüssel gebraucht, liegt dieser im Handschuhfach bereit. Selbst beim Abbruch der Funkverbindung in Tiefgaragen oder Tunnels stehen Fahrer nicht vor verschlossenen Türen: Der Mikrocomputer erkennt, wenn das Buchungsportal nicht erreichbar ist und entriegelt das Auto.

Weitere Zielgruppen interessant für E-Carsharing

Das e2work-Konzept lässt sich ideal für andere Zielgruppen modifizieren, zum Beispiel für Behörden und Verwaltungen, Sozialeinrichtungen und Pflegedienste, Wohnungseigentümergemeinschaften, Baugesellschaften und Nachbarschaftskreise. „Neben Elektroautos, E-Bikes, Pedelecs und Elektrorollern können natürlich auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ins Buchungsportal eingebunden werden“, versichert Robert Lessing. Wie lang die e2work-Autos durchschnittlich pro Tag in Betrieb sind, soll demnächst ermittelt werden. Mehr als 40 Minuten sind es auf jeden Fall!

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