Batterie fürs Elektroauto

E-Auto Batterie: Lebensdauer, Garantie, Reparatur

22.11.2022 

Die Batterie ist das entscheidende Bauteil eines E-Autos. Sie beeinflusst maßgeblich die Reichweite und bestimmt den Preis elektrischer Fahrzeuge. Wie lange hält der Akku? Welche Garantien gibt der Hersteller? Antworten darauf finden Sie hier.

Das Kernelement eines E-Autos

Eine E-Auto-Batterie ist eine Traktionsbatterie, welche aus mehreren parallel und seriell geschalteten Zellenblöcken beziehungsweise Akkumulator-Zellen zusammengesetzt ist. Sie befindet sich in den meisten Fällen im Fahrzeugboden und wiegt meist zwischen 200 und 700 Kilogramm. Auch wenn die Hersteller für E-Auto-Batterien unterschiedliche Materialien verwenden, basieren die Batterien fast immer auf der Lithium-Ionen-Technik. Derartige Batterien zeichnen sich durch mehrere Vorteile aus:

  • Hohe Energiedichte
  • Hoher Ladewirkungsgrad
  • Beachtliche Hochstromfähigkeit
  • Große Anzahl an Ladezyklen möglich
  • Kein Memory-Effekt (keine Kapazitätsverringerung durch Teilentladungen)

 

Vorheizen

Der Preis einer E-Auto-Batterie

Trotz laufend sinkender Kosten ist die Batterie noch immer die teuerste Komponente eines E-Autos. Prinzipiell gilt: Je höher die Kapazität der E-Auto-Batterie, desto teurer ist auch das E-Auto. Für gewöhnlich wird der Preis für eine E-Auto-Batterie in Euro je Kilowattstunde angegeben. Die Preise für E-Auto-Batterien fallen von Jahr zu Jahr. Aktuell liegt der Preis pro Kilowattstunde bei über 100 Euro.

 

Die Lebensdauer einer E-Auto-Batterie

Die meisten Autohersteller geben derzeit eine Garantie auf die Lebensdauer einer E-Auto-Batterie von über acht Jahren bzw. 160.000 Kilometern. Für gewöhnlich geht eine E-Auto-Batterie jedoch nicht komplett kaputt, sondern büßt lediglich mit der Zeit einen Teil ihrer Ladekapazität ein. Dies geschieht in kleinen Schritten, wodurch sich die Kapazität auf 70 bis 80 Prozent reduzieren kann. Die Lebensdauer der Batterie kann jedoch beeinflusst und verlängert werden:

01. Richtig laden: Idealerweise sollte der Ladezustand Ihres E-Autos immer zwischen 20 und 80 Prozent gehalten werden und nie unter 20 Prozent liegen. Langsames Laden am Wechselstrom, am besten nachtsüber an der heimischen Wallbox, ist für die E-Auto-Batterie am besten.

02. Ideale Temperatur halten: Kalte Temperaturen sind nicht optimal, da die Batterie weniger Energie aufnehmen kann und die Reichweite des E-Autos abnimmt. So fühlen sie sich in einer Umgebungstemperatur von 5° bis 30° Celsius am wohlsten.

03. Standzeiten bedenken: Bei längeren Standzeiten sollte das E-Auto an einem trockenen und geschützten Platz stehen und die Batterie bei rund 50 Prozent gehalten werden. So wird die Batterie sicherlich nicht beschädigt.

04. Fahrstil anpassen: Die E-Auto-Batterie mag Gleichmäßigkeit. Das heißt: Starkes Beschleunigen sollte vermieden werden. So muss die Batterie weniger häufig aufgeladen werden und die Kapazität der E-Auto-Batterie kann länger auf dem gleichen Niveau gehalten werden.

Die Kapazität einer E-Auto-Batterie

Auch hinsichtlich der Akkukapazität lassen sich große modellspezifische Unterschiede beobachten. Die größten derzeit erhältlichen E-Auto-Batterien speichern etwa 100 Kilowattstunden. So schafft der Mercedes EQS z.B. mit einer Batterieladung nach WLPT eine Reichweite in Höhe von 768 km. Allerdings gibt es zahlreiche Modelle, bei denen die Kapazität der Batterie niedriger ausfällt. Beispiele hierfür sind der Fiat 500 Elektro mit 42 Kilowattstunden oder der VW ID.4 (Pro 4MOTION) mit 82 Kilowattstunden.

 

Technische Daten Mercedes EQS
E-Motor Leistung 245 kW / 333 PS
Batteriekapazität 107,8 kWh
Energieverbrauch 16 kWh
Reichweite (Nach WLTP) 768 km

Die Entsorgung einer E-Auto-Batterie

Akkus, die für den Einsatz im Auto nicht mehr leistungsfähig genug sind, sind keineswegs wertlos. In der Regel haben sie dann nach mehreren Tausend Ladungen immer noch einen Energieinhalt von 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Es ist deshalb weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll, sie in diesem Zustand zu entsorgen. Ganz im Gegenteil: Die Akkus können im sogenannten „Second Life“, also als stationärer Speicher für Privathaushalte, aber auch zusammengeschaltet als Großspeicher in Gebäuden und Fabriken oder kommunalen Gebäuden, verwendet werden. Das „zweite Leben" kann durchaus zehn weitere Jahre lang dauern.

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