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Was ist besser? E-Auto oder Hybrid?

03.11.2022

Die Zeit ist reif für ein Auto mit elektrischem Antrieb. Lieber ein E-Auto oder ein Hybrid? Wir haben uns die beiden Systeme näher angeschaut.

Reine Elektroautos fahren mit Strom. Laden Sie Ökostrom, sind Sie so umweltfreundlich unterwegs wie mit keinem anderen Auto: Sie stoßen dann nämlich keinerlei Emissionen aus. Laden lässt sich ein Elektroauto auf verschiedene Arten, zum Beispiel an einem der bundesweit rund 57.231 Normalladepunkte und 11.044 Schnellladepunkte (Stand September 2022). Oder bequem, schnell und einfach zuhause an einer Wallbox.

Reine Elektroauto: So laden Sie zuhause

80 Prozent aller Elektroauto-Fahrer laden ihr Auto zuhause. Die meisten machen das über Nacht oder immer dann, wenn das E-Auto nicht in Bewegung ist. Theoretisch ist es möglich, sein E-Auto an jeder normalen Steckdose zu laden: Stecker vom Toaster raus, den vom Auto rein und los geht’s. Der Wermutstropfen: Diese Art zu tanken ist die bei weitem langsamste. Je nach Ladeleistung des Elektroautos dauert das Laden per Steckdose zwischen acht bis 15 Stunden. Zudem ist der normale Stromanschluss nicht für längerfristige Dauerbelastungen dieser Art ausgelegt. Das liegt daran, dass eine ganz normale Haushaltssteckdose mit 230 Watt nur über 2,3 Kilowatt (kW) Ladeleistung verfügt. Für neue E-Autos, deren Akkuleistung ziemlich hoch ist, reicht diese Form der „Versorgung“ nur in Notfällen.

Eine heimische Wallbox lädt den Akku des Elektro-Autos nach ein bis vier Stunden voll auf.

Mit einer Wallbox sieht das ganz anders aus. Die Ladestation für zuhause lädt viel schneller: Nach ein bis sechs Stunden sind die Akkus wieder voll. Egal, ob Sie sich für eine Ladestation mit 11 oder 22 kW Ladeleistung entscheiden: Eine sauber installierte Wallbox birgt im Gegensatz zum Laden über die Steckdose keine Risiken wie die Überlastung der Leitung oder gar Kabelbrände.

 

Zwei in einem: Hybrid-Autos

Bei Hybrid-Autos kommen sowohl ein Elektro- als auch ein Verbrennungsmotor zum Einsatz. Dabei gilt: Jeder Motor ist dann aktiv, wenn er seine beste Leistung abruft. Weil Elektromotoren schon bei niedrigen Drehzahlen besonders effizient sind, springen sie an, wenn das Hybrid-Auto langsam unterwegs ist, zum Beispiel im Stadtverkehr oder im Stau.

Bei Stadtfahrten verbraucht ein Hybrid-Auto nach Berechnungen des ADAC bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Der Grund: Da man im Stadtverkehr oft nur langsam vorankommt und oft bremsen und wieder anfahren muss, kommt fast nur der E-Motor zum Zug.

Hybrid-Autos braucht man nicht an Ladestationen betanken, sie übernehmen das gewissermaßen selbst. Der Elektromotor lädt sich über einen Dynamo auf – bei jeder Fahrt. Außerdem nutzt der Motor die Energie, die beim Bremsen frei wird, um sich aufzuladen. Diesen Effekt nennt man Rekuperation. Die Elektromotoren sind immer dann aktiv, wenn das Auto anfährt.

Sobald höhere Drehzahlen gefragt sind, punktet der klassische Verbrennungsmotor an Bord. Hybrid-Autos sind dazu in der Lage, je nach Situation zwischen den Antrieben zu wechseln. Das ist auch der Grund, warum die Reichweite der Elektromotoren vergleichsweise gering ist. Das darf sie auch sein, weil es ja den schon angesprochenen zweiten Motor gibt. Der Benzin- oder Dieselmotor sorgt für mehr Reichweite, zum Beispiel für weitere Fahrten in den Urlaub. Oder er springt ein, wenn man kurze Strecken bewältigen muss, aber nicht mehr genug Energie im Akku ist.

Plug-in-Hybride

Neben den normalen Hybrid-Autos gibt es auch sogenannte Plug-In-Hybride. Sie lassen sich – anders als die klassischen Hybride – über einen Stecker an jeder Ladestation betanken und fahren so theoretisch schon komplett emissionsfrei. Auch die Plug-In-Modelle verfügen über einen zweiten Motor, der entweder mit Benzin oder seltener mit Diesel läuft.

E-Auto oder Hybrid: Die Systeme im Vergleich

Klar ist, dass sowohl Elektro- als auch Hybrid-Autos in Sachen Umweltverträglichkeit Diesel- und Benzinfahrzeuge schon heute um Welten voraus sind. Das wird sich in Zukunft weiter verstärken. Einige Fakten, die man ihnen noch als Nachteil auslegen kann, werden in ein paar Jahren vom Tisch sein. Dann nämlich, so die Prognosen, sind Autos mit alternativem Antrieb nicht mehr teurer als die Konkurrenz mit Verbrennungsmotor, sie werden auch deutlich weiter als im Moment kommen. Ganz zu schweigen davon, dass sich auch die Tanksituation verbessern wird.

Oder kurz: Die Alternativen werden alternativlos. Das gilt vor allem für das reine Elektroauto.

Elektroauto vs. Hybrid: Vor- und Nachteile eines E-Autos

Vorteile eines E-Autos:

  • Nur Strom, kein Benzin oder Diesel. Das heißt: Mit reinem Ökostrom sind Sie absolut klimaneutral unterwegs
  • Sichern Sie sich noch bis Ende 2022 für die Anschaffung bis zu 6.000 Euro Umweltbonus
  • Einfacher Motor, weniger Teile und damit geringe Wartungs- und Betriebskosten
  • Niedrige Steuerlast und günstige Versicherungsbeiträge

Nachteile eines E-Autos:

  • Die Infrastruktur zum Laden von E-Autos ist noch etwas löchrig
  • Zurzeit gelten zum Teil lange Lieferzeiten

Elektroauto vs. Hybrid: Vor- und Nachteile eines Hybridautos

Vorteile eines Hybridautos:

  • Vergleichsweise hohe Reichweite
  • Sparpotenzial für alle, die häufig in der Stadt fahren
  • Förderung von Plug-in-Hybriden mit bis zu 6.750 Euro bis Ende 2022

Nachteile eines Hybridautos: 

  • Hohes Gewicht
  • Höherer Energieverbrauch (Strom und Sprit)
  • Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  • Kein Umweltbonus mehr ab 2023

Und was ist mit der Umwelt: E-Auto oder Hybrid?

In Sachen Umweltschutz hat das Elektroauto ganz klar die Nase vorn. Fährt es mit Ökostrom, dann gibt es keinerlei umweltschädliche Emissionen ab. Das ist beim Hybrid-Auto auch so – wenn der Elektromotor in Aktion ist. Sobald der Verbrenner zum Einsatz kommt, wendet sich das Blatt. Denn dann ist der Hybrid im Grunde ein ganz normales Auto, das Benzin oder Diesel braucht und deshalb jede Menge klimaschädliche Schadstoffe ausstößt.

Fazit: E-Auto oder Hybrid?

Beide Fahrzeug-Typen haben sowohl ihre Vor- als auch Nachteile. Bewegen Sie das Fahrzeug täglich vorrangig auf kürzeren Strecken wie in Städten, erlaubt Ihre Wohnsituation die Errichtung einer Wallbox zum Aufladen und planen Sie erst 2023 die Anschaffung eines Neuwagens, dann profitieren Sie mit einem E-Auto mehr. E-Autos sind preiswerter in der Anschaffung und werden auch nach 2022 weiterhin gefördert.

Fahren Sie hingegen viele Langstrecken zum Beispiel auf Autobahnen, dann geht das Nachtanken mit Benzin oder Diesel an einer klassischen Tankstelle schneller und die sparen Zeit. Allerdings sehen Experten keine langfristige Zukunft für Hybridautos, da E-Autos in allen Bereichen immer besser werden oder schon sind. Beim Preis, Klimaschutz und vor allem auch bei der Reichweite.

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