Geschäftsmann auf E-Bike als Dienstrad

Das E-Bike als Dienstrad

Morgens den stressigen Berufsverkehr einfach links liegen lassen und ohne nervenaufreibende Parkplatzsuche ganz entspannt im Büro ankommen? Nebenbei auch noch der Umwelt und seiner Fitness etwas Gutes tun? Und das alles mit einem E-Bike, das man sich sonst nicht leisten würde?

Ein Traum, der keiner bleiben muss: E-Bikes als Diensträder werden immer beliebter. Seit 2012 darf das sogenannte Dienstwagenprivileg auch auf Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs angewendet werden, sprich, Fahrräder sind dem Auto steuerlich gleichgestellt. Mit dem E-Bike, das der Arbeitgeber als Dienstfahrzeug stellt, darf der Arbeitnehmer auch privat seine Runden drehen und spart zudem noch Steuern.

Das Dienstfahrrad-Konzept kommt gut an, 2017 waren bereits nach Schätzungen über 200.000 Diensträder auf Deutschlands Straßen unterwegs. „Die Städte wachsen und damit auch der Verkehr, insbesondere der motorisierte“, erklärt Holger Tumat, Geschäftsführer von JobRad, einem der größten Leasing-Anbieter für Dienstfahrräder. „Mit JobRad bieten wir auf der Kurzstrecke eine günstige Alternative zum Auto. Eine, mit der man meist deutlich schneller ans Ziel kommt und dabei etwas für die Gesundheit tut – und Spaß hat!“

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Diensträder in Deutschland

„Chef, ich hätte gerne ein Dienstrad“

Der übliche und praktikabelste Weg zum Dienstrad ist das Fahrrad-Leasing: Der Arbeitgeber least das Bike bei einem der mittlerweile zahlreichen Anbieter, der Arbeitnehmer sucht sich sein gewünschtes E-Bike oder Pedelec aus und übernimmt es per Überlassungsvertrag. Der wiederum finanziert die monatlichen Leasingraten aus seinem Bruttolohn, entweder per Gehaltsumwandlung oder anstelle einer Gehaltserhöhung.

Eine Win-win-Situation für beide Seiten: Die Firma kann das Leasing als Betriebsausgabe steuerlich absetzen und spart sich durch den niedrigeren Bruttolohn anteilig Sozialabgaben. Diese Einsparungen gibt er an seinen Arbeitnehmer zurück, indem er weitere Kosten, beispielsweise für die Versicherung, Wartung und anfallende Reparaturen für das Dienstrad übernimmt. Die Maßnahme ist außerdem gut für das Image der Firma, denn sie signalisiert Umweltfreundlichkeit und Innovationsfähigkeit und leistet einen Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Der Angestellte kann sich ein E-Bike oder Pedelec gönnen, das er sich sonst nicht geleistet hätte, er zahlt durch den Abzug der Leasingrate vom Bruttogehalt weniger Steuern und kann sich auch nach Feierabend und in der Freizeit in den teuren Sattel schwingen. Allerdings ist für die private Nutzung eine monatliche Steuer von einem Prozent des Listenpreises fällig, da sie als sogenannter geldwerter Vorteil gilt. „Dennoch spart der Mitarbeiter im Vergleich zum Direktkauf deutlich“, erklärt Rita Leusch, PR-Managerin beim Jobrad-Anbieter Leaserad.

Das Leasinggeschäft läuft gut, immer mehr Pendler steigen um aufs E-Bike, die kostengünstige und schnellere Alternative zum Auto im Berufsverkehr. Allein das Leasing-Unternehmen JobRad kooperiert inzwischen mit über 6.000 Arbeitgebern, und Anbieter für das Dienstrad-Leasing gibt es viele – z.B. Business Bike Leasing, Eurorad, Lease-A-Bike, Company Bike Solutions, Leaserad GmbH, Mein-Dienstrad, um nur einige zu nennen. In der Regel bieten diese Unternehmen fertige Komplettpakete vom unterschriftsfertigen Vertrag bis hin zur Vollkaskoversicherung an. Ein zusätzlicher Versicherungsschutz ist zwingend, da die normale Hausratversicherung nicht ausreicht.

„Besonders reizvoll ist dieser Umstand, wenn man ohnehin mit einem neuen Rad liebäugelt. Dann spendiert der Staat gewissermaßen einen Teil des Kaufpreises“Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad

E-Bike als Dienstrad: Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Ähnlich wie beim Dienstwagen geht auch beim Dienstfahrrad oder Job-Bike die Tendenz zu den eher hochpreisigen Modellen. Das mag daran liegen, dass die Anschaffung im Leasing-Modell sehr viel günstiger ist als beim Direktkauf. Mit der Dienstrad-Variante können je nach Kaufpreis des Rades zwischen 20 und 40 Prozent eingespart werden. „Besonders reizvoll ist dieser Umstand, wenn man ohnehin mit einem neuen Rad liebäugelt. Dann spendiert der Staat gewissermaßen einen Teil des Kaufpreises“, so Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad.

Angenommen, Ihr E-Bike kostet 2.500 Euro, dann fallen für den geldwerten Vorteil (1 Prozent Regelung) 25 Euro pro Monat an. Die werden zum Bruttogehalt addiert, entsprechend höher sind Steuern und Sozialabgaben. Unterm Strich müssen Sie dann mit einer Nettobelastung von 40 Euro monatlich rechnen. Das lohnt sich. Bei der Auswahl des Modells hat der Arbeitnehmer freie Fahrt. „Es kann grundsätzlich jedes Rad mit einem Mindestwert von 749 Euro inklusive Mehrwertsteuer ein Jobrad sein. Radtyp und Marke sind dabei frei wählbar, auch Sporträder können also geleast werden“, erklärt Holger Tumat.

Was im Leasingvertrag für das Dienstrad enthalten sein sollte

Ob der Arbeitgeber zusätzlich zur Versicherung auch Kosten für Reparaturen oder z.B. einen Ersatzakku übernimmt, ist Verhandlungssache. Grundsätzlich kann alles, was fest am Rad verbaut ist, mitgeleast werden, vom Schloss über den Lieblingssattel bis hin zu Fahrradtaschen. Lediglich für den Helm und die Muskelkraft ist der Arbeitnehmer dann selbst zuständig. Sämtliches Zubehör sollte Bestandteil des Leasingvertrages sein.

Ein Leasingvertrag läuft meistens über 36 Monate, danach kann man das Dienstrad für den Restwert übernehmen oder ein neues leasen. Welche Entscheidung Sie treffen, ist Abwägungssache. Die Kaufoption des Rades nach Ende der Vertragslaufzeit klingt mit circa zehn Prozent des Kaufpreises attraktiv. Allerdings hält der Fiskus auch hier die Hand auf: Die Differenz zwischen vertraglichem Restwert und tatsächlichem Restwert – der liegt in der Regel bei 40 Prozent – gilt als geldwerter Vorteil und muss versteuert werden. Beim 2.500-Euro-Rad sind das in etwa 350 Euro, die zu den 10 Prozent Restwert noch dazu kommen.

Beispielrechnung: Gesamtersparnis bei einem E-Bike als Dienstrad

Wir haben die monatliche Kosten und die Gesamtersparnis bei einer Laufzeit von 36 Monaten beim Leasen gegenüber dem Direktkauf eines E-Bikes für drei Fälle errechnet:

Angestellter 1

  • Unverheiratet, keine Kinder, Steuerklasse I
  • Bruttogehalt: 2.500 Euro / Monat
  • Ladenpreis E-Bike: 1.718,94 Euro
  • Monatl. Leasing-/Umwandlungsrate: 47,38 Euro
  • Monatl. Nettobelastung: 32,87 Euro
Angestellter 1
Ersparnis: 670,17 €
Angestellte 2
Ersparnis: 925,96 €
Angestellte 3
Ersparnis: 1.356,97 €

Film: Dienst-Fahrrad statt Dienstwagen

Beitrag der Deutschen Welle vom 02.09.2016

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