Weißes Auto an Ladesäule

Auf einen Blick: Elektrisch laden

Welche Steckertypen gibt es, wo und wie kann ich meine leere Batterie aufladen und was passiert in Zukunft? Hier finden Sie die Antworten auf einen Blick.

Elektromobilität ist ein Vorbote der Digitalisierung: Wer eine Ladesäule sucht, findet sie entweder über sein Navigationssystem oder über eine App, die gleichzeitig als „Türöffner“ dient. Die meisten öffentlich zugänglichen Ladesäulen unterstützen mehrere Kabel- beziehungsweise Steckertypen. Das verringert die Gefahr, vor der falschen Säule zu stehen.

In Mitteleuropa steht es etwa 4:1 bei den Ladesäulen: Rund 37.000 Ladepunkte bedienen den EU-Standard, den Stecker Typ 2. Immerhin 8.000 Ladepunkte bieten schnelles Gleichstrom-Laden. Außerhalb dieser Betrachtung bleibt dabei das Tesla-eigene Supercharger-Netzwerk.

So läuft das Bezahlen

Immer öfter übernimmt das Smartphone nicht nur das Suchen und Finden, sondern managt auch das Laden und Zahlen. Anders als beim Diesel oder Benzin an der Zapfsäule, wo man immer denselben weltweit aktiven Mineralölkonzernen begegnet, hat das elektrische „Tanken“ eine regional geprägte Struktur: Oft bieten die lokalen Stadtwerke oder Unternehmen, die eine eigene Elektroflotte aufbauen, ihre Ladesäulen an.

Eine Untersuchung hat kürzlich ergeben, dass es öfter unnötig kompliziert ist, Strom zu tanken. Nicht immer sind die buntscheckigen Kostenmodelle transparent. Oft erschweren es die Bezahlmodelle mit Tankkarten, spontan zu laden. Doch Bezahlen per Chipkarte oder Smartphone-App liegen im Trend: Mehr und mehr verbinden sich lokale Angebote zu regionalen oder deutschlandweiten Netzwerken. Ein Roaming ist dann problemlos möglich – für all jene Elektrofahrer eine große Hilfe, die viel unterwegs sind und mehr als die statistisch benutzten zwei Ladepunkte ansteuern.

Ladesäulen: zügiger Ausbau

Der Markt wird sich stark vereinfachen und die Zahl der Anbieter teilweise reduzieren. Die Bundesregierung rechnet damit, dass Roaming 2020 flächendeckend verfügbar ist, bis 2022 auch bei Schnellladestationen.

An Standard-Ladesäulen „zapft“ man Strom heute meist mit 11 oder 22 Kilowatt (kW) Wechselstrom. Weil die meisten Elektrofahrzeuge standardmäßig mit einem 3,7 kW-Lader ausgerüstet, kann die hohe Ladeleistung in der Regel gar nicht genutzt werden. Schnellladesäulen erreichen dagegen bis zu 43 kW Wechselstrom oder 50 kW Gleichstrom – die passende Strombuchse am Fahrzeug vorausgesetzt.

Was den Ausbau zurzeit noch bremst: Öffentliche Ladesäulen kosten viel Geld und amortisieren sich, etwa für Kommunen, nur bei reger Benutzung. In Deutschland gab es Ende 2016 nach einer Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rund 3.200 öffentliche Ladestationen mit knapp 7.500 Ladepunkten in mehr als 1.100 Städten und Gemeinden. Geplant ist ein Ausbau auf bundesweit 15.000 Ladesäulen bis 2020. Davon sollen 5.000 Schnellladestationen sein. Auf sie entfallen 200 von 300 Millionen eines Förderprogramms des Bundes, für das seit März 2017 Kommunen und private Investoren Anträge stellen können. Nicht eingerechnet sind hier halböffentliche und natürlich private Ladesäulen.

Schneller laden

Vor allem Schnellladesysteme etablieren sich mehr und mehr. Schon heute verwendet der BMW i3 die international normierte Combo-Buchse. Das „Combined Charging System“ (CCS) ergänzt den Typ 2-Stecker mit zwei zusätzlichen Leistungskontakten um eine Schnellladefunktion und unterstützt AC- und DC-Laden (Wechselstrom- und Gleichstromladen) mit bis zu 170 kW. Die EU hat CCS als Standard für das schnelle Laden mit Gleichstrom definiert. Auch der Renault ZOE wird von 2019 an CCS unterstützen; mit bis zu 150 und später eventuell sogar 350 kW Ladeleistung.

Eine markenspezifische Lösung verfolgt Tesla: Fürs schnelle Laden baut der US-Hersteller sein Supercharger-Netzwerk auf. Dafür wurde der Typ 2-Stecker so modifiziert, dass er eine Aufladung mit Gleichstrom und maximal 120 kW erlaubt. Etwa 900 Stationen hat das Netzwerk bereits, bevorzugt in West-, Mittel- und Nordeuropa. In 30 Minuten, so der Hersteller, werden etwa 270 Kilometer Reichweite „getankt“. Ende 2017 soll es weltweit schon 10.000 Supercharger und 15.000 Destination-Charger (an populären Zielen wie Hotels und Restaurants) geben.

Ein markenübergreifende Hochleistungs-Ladenetz, ein Joint Venture von BMW, Daimler, Ford und Volkswagen (mit Audi und Porsche), will 400 Stationen bevorzugt an Autobahnen und stark frequentierten Durchgangsstraßen in Europa anbieten und bis 2020 auf mehrere tausend Stationen ausbauen. Es soll auf dem CCS-Standard basieren und Schnellladen mit einer Kapazität von 350 kW ermöglichen. Hier soll das Laden dann binnen weniger Minuten erfolgt sein.

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