Übersicht Kosten Elektroauto

Kosten für Elektroauto, Benziner und Diesel im Vergleich

Vorhang auf für unseren großen Kostenvergleich: Was kosten Elektroauto, Benziner und Diesel im Vergleich? Wie teuer sind Steuer und Versicherung? Und wie steht es um den Verbrauch? Wir haben alle Unterhaltskosten anhand eines Beispiels für Sie durchgerechnet. 

 

Beim Mieten einer Wohnung trennt man Kalt- und Warmmiete. Die erste geht an den Vermieter, die zweite enthält Nebenkosten wie Energie und Wasser und wird bei den entsprechenden Versorgern beglichen. Beim Auto trennt man analog Kosten für Kauf und Unterhalt. Die Rechnungen für Elektroauto und Verbrenner sehen allerdings unterschiedlich aus. 

Kaufpreis: Was kostet ein neues Elektroauto? 

Die Zeiten, in denen neue Elektroautos deutlich teurer als ihre Benziner- und Diesel-Kollegen waren, sind vorbei. Nicht zuletzt durch staatliche Zuschüsse gibt es eine stetig wachsende Auswahl an günstigen Elektroautos mit Anschaffungskosten unter 20.000 Euro. Eine Übersicht über die Preise gängiger E-Autos finden Sie hier. 

Für den Erwerb eines Neuwagens investierten die Deutschen im Jahr 2020 durchschnittlich 36.300 Euro, errechnete das Online-Portal statistaBei unserem Vergleich gehen wir leicht über diesen Wert und ziehen die Daten von beliebten VW-Modellen als Vergleichsmaßstab heran. Wir vergleichen als Elektrofahrzeug den VW ID.4 Pure mit dem Benziner Tiguan Allspace 1.5 TSI und dem Diesel-Modell Tiguan Allspace 2.0 TDI. Für Diesel und Benziner werden die Ausstattungsvariante Comfortline und das DSG-Getriebe gewählt. 

Die Fahrzeugpreise im Vergleich laut Herstellerangaben: 

  • Elektroauto: ID.4 Pure (Batteriekapazität 52 kWh) 44 Style: 44.555 Euro 
  • Benziner: Tiguan Allspace 1.5 TSI OPF ACT Comfortline DSG: 37.685 Euro 
  • Diesel: Tiguan Allspace 2.0 TDI SCR Comfortline DSG: 41.200 Euro 

* Modelle wie der Hyundai Ioniq und der BMW i3 sind preislich vergleichbar. Viel gekaufte Fahrzeuge wie der Nissan Leaf, der Kia Soul und der Renault ZOE sind in der Anschaffung deutlich günstiger. Wir klammern alternative Finanzierungsmodelle wie das Leasing aus. Zudem haben wir die Listenpreise der Modelle für den Vergleich angesetzt. Die tatsächlich gezahlten Preise können im Einzelfall deutlich abweichen. 

Kosten verringern dank Umweltbonus 

Für den Kauf eines Elektroautos erhält man vom Bund den staatlichen Umweltbonus. Er beträgt bis zu 6.000 Euro für reine Elektrofahrzeuge und bis zu 4.500 Euro für Hybridfahrzeuge. 

In unserem Beispiel verringert sich der Preis für den vollelektrischen ID.4 auf 38.555 EuroEr befindet sich somit schon unter dem Preis für den vergleichbaren Diesel und leicht über dem Einstandspreis für den Benziner. 

Wie der Umweltbonus im Detail funktioniert und wie er beantragt wird, erfahren Sie im Artikel Förderung für Elektroautos: So funktioniert der Umweltbonus. 

Steuerliche Kosten bei Diesel, Benziner, Elektroauto 

Elektroautos fahren bis 2030 steuerfrei. Der Diesel-Tiguan kostet jährlich ca. 278 Euro, der Benziner ca. 92 Euro. 

Wie hoch ist die Versicherung bei Elektroautos? 

Die Versicherungskosten sind nach Regionalklassen, Schadenfreiheit und vielen individuellen Merkmalen gestaffelt. Deshalb kann man sie weder pauschal angeben noch komplett vergleichen. Wer einen Umweltbonus bei seiner Versicherung erhält und eine Vollkasko-Police wählt, welche die kostspieligen Akkus einschließt, zahlt zunächst in etwa so viel wie für ein Auto mit Verbrennungsmotor. 

Verbrauch: Was kosten Strom und Kraftstoff? 

Elektrofahrzeuge verbrauchen Strom. Wie viel, das hängt stark von der Fahrweise ab. Dieselfahrer profitieren von einem steuerbegünstigten Kraftstoff, der mit etwa 20 Cent je Liter gegenüber Benzin subventioniert wird. Ab 10.000 Kilometern im Jahr fährt ein Dieselfahrer im Allgemeinen günstiger.  Denn ab dann wiegen die günstigeren Kraftstoffpreise die höheren Anschaffungskosten, Steuern usw. auf. 

Elektrofahrer laden vielerorts noch kostenfrei –überall dort etwa, wo Supermärkte, Hotels und Restaurants um Kunden werben. Doch diese Gelegenheiten werden leider seltener. Daher lohnt es sich für E-Fahrer umso mehr, sich eine Ladestation für zuhause anzuschaffen. Mit einer eigenen Wallbox laden sie ihr Fahrzeug am günstigsten. Im Idealfall stellt sogar der Arbeitgeber eine Ladesäule zur Verfügung, doch auch das ist meist noch ZukunftsmusikGenerell gilt, am teuersten ist das Laden meist an Schnellladesäulen.  

  • Diesel:Der Tiguan TDI verbraucht nach Angaben des Herstellers 6,2 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Bei einem Dieselpreis von 1,33 Euro pro Liter ergibt das etwa 8 Cent je Kilometer. Hochgerechnet auf eine durchschnittliche Fahrleistung von 14.000 Kilometern sind das 1.154 Euro Spritkosten im Jahr. 
  • Benzin: Der TSI genehmigt sich nach Angabe von VW durchschnittlich 7,4 l/100 km. Bei 1,51 Euro Benzinkosten pro Liter Superbenzin ergeben sich rund 11 Cent pro Kilometer und 1.564 Euro auf 14.000 Kilometer. 
  • Elektroauto:Der ID.4 benötigt auf 100 Kilometer laut VW 19,2 kWh Kilowattstunden Strom. Bei 30 Cent pro Kilowattstunde sind das knapp 6 Cent pro Kilometer. Für 14.000 Kilometern kommen damit Stromkosten von 806 Euro zusammen.  

 

Das Elektroauto spart also beim Verbrauch jährlich 348 Euro gegenüber Diesel und sogar kräftige 758 Euro gegenüber dem Benziner. 

Kosten für Service, Wartung und Reparaturen 

Ein Elektrofahrzeug ist wesentlich einfacher aufgebaut als ein Verbrennungsmotor und besitzt entsprechen weniger Verschleißteile. Was nicht verschleißt, kann nicht kaputt gehen. „Ein Achtzylindermotor hat 1.200 Teile, ein Elektromotor nur 17 Teile", hat einmal ein hochrangiger BMW-Manager angemerkt. Ähnlich sieht es bei Kupplung und Getriebe aus, einen Auspuff sucht man vergebens. Nur dieReifenverschleißen schneller: Das höhere Drehmoment des Stromers bewirkt, dass sie nach etwa 25.000 Kilometern ihr Profil verloren haben.
Das spiegelt sich auch im Vergleich der Wartungskosten wider. Eine Studie des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen hat für elektrisch angetriebene Kleinwagen allein bei den Kosten für Inspektionen Einsparungen in Höhe von rund 35 Prozent ermittelt. 

Zurück zu unserer Beispielrechnung: Der Branchendienst autokostencheck.de rechnet für den ID.4 mit jährlichen Inspektionskosten von rund 216 Euro. Unsere Benzin- und Dieselmodelle des Touran kommen dagegen auf jeweils 360 Euro. 

Wertverluste im Vergleich 

Egal ob Verbrenner oder Elektroauto – sobald ein Neuwagen erworben wurde und auf die Straße kommt, büßt er an Wert ein. Bei Elektroautos lag jedoch der durchschnittliche Wertverlust 2020 höher als bei Verbrennern meldet die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT). Ein Grund dafür seien die hohen Förderungen. Sie führen nach Aussagen von Martin Weiss, Leiter der DAT-Autobewertung, dazu, dass die Interessenten sich eher für ein neues Elektrofahrzeug entscheiden als für einen entsprechende Gebrauchtwagen. Außerdem würden die Autokäufer noch mit großen Technologiesprüngen bei den E-Fahrzeugen rechnen und sich deshalb beim Gebrauchtwagenkauf zurückhalten.  

Konkrete Zahlen für den ID.4, der erst Anfang des Jahres auf den Markt gekommen ist, liegen noch nicht vor. 

Gesamtrechnung: Kostenvergleich Elektroauto, Benziner und Diesel 

Alle diese Faktoren haben wir nun zusammengenommen und auf eine mittlere Laufzeit von 10 Jahren bei je 14.000 Kilometern hochgerechnet. 

Die Einzelergebnisse: 

  • Diesel: Kaufpreis 41.200,- + Steuer 2.780,- + Versicherung 8.350,- + Verbrauchskosten 11.540,- + 3.600,- Inspektionen= 67.470 Euro Gesamtkosten
  • Benzin: Kaufpreis 37.685,- + Steuer 920,- + Versicherung 8.000,- + Verbrauchskosten 15.640,- + 3.600,- Wartung = 65.845 Euro Gesamtkosten
  • Elektroauto: Kaufpreis 44.555,- – 6.000,- Umweltbonus + Steuer 0,- + Versicherung* 9.200,- + Verbrauchskosten 8.060,- + 2.160,- Wartung = 59.975 Euro Gesamtkosten

*Versicherung jeweils Vollkasko und Haftpflicht, SF 1, Cosmos Direct 

Natürlich lassen sich in einer Beispielrechnung nicht alle Faktoren final klären. Andere Beispielmodelle haben andere Verbrauchsdaten, die relativen Kosten beim Diesel sinken bei steigender Kilometerzahl – und ein E-Auto wird nicht immer zuhause geladen. Beim E-Auto entstehen womöglich zusätzliche Kosten für eine Wallbox zuhause. 

Nichtsdestotrotz ist das Ergebnis eindeutig: In unserem Kostenvergleich ist der Gewinner ganz klar das Elektroauto. 

 

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