Elektroautos von VW: ID Buzz

Neue E-Autos 2021

Die E-Mobilität ist in der Spur. Es gibt laufend neue Modelle, höhere Förderungen und entsprechend mehr Zulassungen. Wir haben uns umgeschaut und die interessantesten Neueinsteiger für Sie herausgepickt. Vorhang auf!

 Es läuft gut für die E-Mobilität. Hatte man bis vor gar nicht allzu langer Zeit kaum eine Auswahl, so gibt es heute richtig viele interessante Elektroautos zu kaufen. Egal, ob kleiner Stadtflitzer, geräumiger Lastesel oder stylischer Sportwagen – mittlerweile gibt es auch bei den E-Mobilen nichts mehr, was es nicht gibt. Klar, die Preise variieren. Aber auch die Zeiten, in denen die E-Autos richtig teuer waren, sind vorbei: Die Preise starten bei erschwinglichen 15.000 Euro, sind aber nach oben offen. Übrigens: Von den Preisen, die Sie in diesem Artikel finden, sind die Innovationsprämien noch nicht abgezogen.

VW geht in die Vollen

Wie viele andere deutsche Hersteller hielt sich auch Volkswagen lange bedeckt, Elektroautos aus Wolfsburg gab es bis vor gar nicht allzu langer Zeit nicht. Doch nun ist das Zeitalter der E-Mobilität bei VW endgültig eingeläutet. Bis 2030 will der Konzern rund 70 neue E-Modelle auf den Markt bringen. Den Start machte der ID.3, den VW im auf der IAA 2019 in Frankfurt der Öffentlichkeit präsentierte. Seit September 2020 ist der ID.3 zu haben. Seit  Anfang 2021 wird der ID.4 ausgeliefert, ein E-SUV für knapp 50.000 Euro. Interessant: Auch der ID.5 steht offenbar in den Startlöchern: Die Erlkönig-Jäger der Auto-Presse sichteten den ID.5 im Herbst 2020 bei Testfahrten. Die Basisvariante könnte mit 204 PS und Hinterradantrieb kommen, munkelt man. Auch ein Allradantrieb mit einem zusätzlichen Elektromotor an der Vorderachse und einer Systemleistung von 302 PS ist im Gespräch. Ob das E-Coupé noch 2021 zu haben sein wird, steht allerdings noch in den Sternen.

Was die VW-Töchter bewegt

Mit dem neuen e-up hat VW zum Jahresstart 2020 schon die zweite Generation seines Elektro-Flitzers auf den Markt gebracht. Die größere Batterie mit 32,3 kWh bietet Kapazität für eine Reichweite von 260 km. Die Preise für den E-Up starten bei 21.975 Euro. Außerdem soll 2022 der neue Bulli an den Start gehen, den VW momentan noch unter dem Namen ID.BUZZ führt. Das erklärte Ziel von VW: Bis 2025 will man die weltweite Nummer 1 im Bereich E-Mobilität sein. Die dafür aus der Taufe gehobene MEB-Elektroauto-Plattform nutzen alle Konzernmarken: VW, Skoda, Seat, Audi und Porsche. Das erste eigene E-Mobil hatte Seat Auf dem Genfer Automobilsalon 2019 angekündigt. Mittlerweile haben die Spanier den Born, der auf dem ID.3 basiert, an ihre Sport-Tochter Cupra weitergegeben. Das Ergebnis ist ein ziemlich schnittiger Wagen, dem man die Nähe zum ID.3 nicht ansieht. Der Cupra Born ist für September 2021 angekündigt. Skoda hat im Moment den kleinen CITIGOe iV und seit April 2021 den ENYAQ iV – ein Schwestermodell des ID.4 – im Angebot. Der CITIGOe iV ist nahezu baugleich mit dem Mini-Seat und dem e-up. Bis Ende 2022 will Skoda mehr als zehn weitere elektrisch betriebenen iV-Modelle anbieten.

Ein Auto, dass fürs Umdenken der großen Autobauer steht, ist der e-tron, Audis erstes vollelektrisches Automobil. Mit dem e-tron Sportsback stellte Audi 2020 eine Coupé Variante des SUVs vor. 2021 gingen dann der Q4 e-tron, ein SUV mit Kompaktmaßen, und der e-tron GT an der Start. Der Q4 e-tron ist das erste Modell mit der Technik des Modularen Elektro-Baukastens (MEB) vom VW-Konzern. Die Batteriekapazität im Q4 e-tron leistet 82 kWh. Das Fahrzeug kann mit bis zu 125 kW geladen werden. Nach gut 30 Minuten an einer Ladestation mit Schnellladesäule ist der Akku wieder zu 80 Prozent gefüllt – dann schafft der Q4 gut 360 Kilometer, mit vollem Tank kommt er nach Angaben der Ingolstädter 450 Kilometer weit. Porsche bietet seit der ersten Jahreshälfte 2021 den Taycan Cross Turismo, einen viertürigen Sport-Kombi mit über 600 PS Systemleistung und bedarfsgesteuertem Allradantrieb an. Die Reichweite des Autos, das eine Weiterentwicklung der Konzeptstudie Mission E Cross Turismo ist, liegt bei 500 km. Die Preise für den zweiten Elektro-Boliden der Zuffenhausener starten bei 95.000 Euro.

Tesla legt nach – Marktstart für Modell Y in Deutschland ab 2021

Bei Tesla scheint zur Zeit alles rund zu laufen, die Nachfragen in Deutschland und China sind Ende 2019 gestiegen und neue Projekte nehmen Fahrt auf, nun verkündete Tesla Gründer Elon Musk, das Model Y für den US-Markt bis Ende März auszuliefern.

Deutsche Tesla-Fans müssen sich jedoch noch bis voraussichtlich August 2021 gedulden. Zum Einstieg soll es gleich drei Varianten des neuen Kompakt-SUV geben: Performance, Long-Range und Long-Range mit doppeltem Motor. Die Long-Range Variante mit einem Elektromotor bringt es auf eine geschätzte Reichweite von 540 Kilometer, während für die Performance Version eine Reichweite von 480 Kilometern angegeben wird. Je nach Variante schafft das Model Y eine Höchstgeschwindigkeit von 209 bis 241 km/h und kommt dabei in 3,7 – 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Neben den futuristischen Cybertruck erscheint das Model Y in dem gewohnten Tesla-Design eher schlicht. Der neue Tesla wird in der Long-Range-Version ab 58.620 Euro und in der Performance-Variante ab 65.620 Euro zu haben sein. Auch wenn der Marktstart erst für 2021 geplant ist, nimmt Tesla bereits Bestellungen über die Website an.

Renault und Dacia bauen E-Mobilität-Angebot aus

Dass Renault mit seiner Zoe eines der erfolgreichsten E-Autos – sowohl in Deutschland wie in ganz Europa - im Programm hat, wissen die meisten. 2021 bekommt die Zoe aber starke Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Da ist zum einen der vollelektrische Twingo, der zunächst nur als Sondermodell Vibes zu haben sein wird. Seine Reichweite liegt bei 190 km, was zeigt, dass Renault seinen Kleinwagen als reines Stadtauto denkt. Der Preis des Twingo Vibes liegt bei knapp 26.000 Euro bzw. nach Abzug der E-Prämie bei 19.000 Euro. Das später folgende Basismodell wird laut Renault etwa 21.000 Euro kosten.

Die Renault-Tochter Dacia, die bislang noch nicht elektrisch unterwegs ist, stieg Anfang 2021 in die E-Mobilität ein. Das erste E-Auto von Dacia heißt Spring Electric. Bei dem Auto handelt es sich um ein Mini-SUV, das ziemlich attraktiv ausschaut und nach Abzug der E-Auto-Prämie um die 10.000 Euro kosten wird. Die Reichweite des Spring Electric liegt bei 225 km. In China verkauft Renault das Auto schon seit einiger Zeit als Renault K-ZE.

Newcomer mit Potenzial

Eher unbekannt ist die Marke Aiways. Das chinesische Unternehmen ist eines von vielen Start-ups in der E-Mobilitätsbranche. Ihr Elektro-SUV Aiways U5 Ion bieten die Chinesen 2020 seit August 2020 über Euronics-Fachgeschäfte an. Der U5 soll eine Alternative zu Modellen wie dem VW ID.4, dem Jaguar i-Pace oder dem für 2021 angekündigten Mercedes EQC sein. Neben dem Preis von gerade mal 35.100 Euro macht ihn seine Reichweite von bis zu 410 km bei 204 PS interessant. In der Ausstattung Premium kostet der U5 38.100 Euro (beide Preise vor Abzug der Umweltprämie). Auf der Aiways-Homepage kündigen die Chinesen schon seit geraumer Zeit das SUV-Coupé U6 Concept an, wann es kommt, stehet aber noch in den Sternen.

Fazit: Es sieht so aus, als würde die Mobilität der Zukunft nun doch schneller auf die Straße kommen als alle dachten. Fast täglich gibt es News aus der Welt der E-Mobilität. Wir bleiben dran: Sobald wir Neuigkeiten haben, informieren wie Sie!