Elektroautos: Eine Übersicht

Wer ein Elektroauto kauft, plant das in aller Regel langfristig und genau, Spontankäufe sind außerhalb der Luxusklasse eher selten. Wir beraten Sie zu allen wichtigen Aspekten, bevor Sie ein Autohaus aufsuchen. Hier finden Sie eine Übersicht der beliebtesten Modelle, alles zur Förderung und den zu erwartenden Kosten.

Wer ein Elektroauto kaufen will, muss seinen Bedarf kennen und sollte einige weitere Faktoren beachten: Welche Reichweite benötige ich wirklich und welches Modell kommt für mich in Frage? Gerade für den Betrieb auf kürzeren Strecken bietet sich eher ein günstiges Elektroauto an. Denn: Durch die staatliche Förderung von E-Autos  gibt es einzelne Modelle bereits für unter 20.000 Euro.

Die Top Ten Elektroautos in Deutschland

Der Markt für Elektroautos wächst weiter. Immer mehr Autofahrer steigen auf Elektroautos um: Allein im ersten Halbjahr 2021 registrierte das Kraftfahrtbundesamt mehr als 148.000 neu zugelassene rein elektrisch betriebene Elektro-PKW und fast 384.00 Hybrid-Modelle.

Das sind die zehn beliebtesten Elektroautos im ersten Halbjahr 2021, gelistet nach Neuzulassungen von Januar bis Juli:

Modell Neuzulassungen Fahrzeugkategorie
VW e-up! 15.271 Kleinstwagen
Tesla Modell 3 13.719 Mittelklasse
VW ID 3 12.915 Kompaktklasse
Hyundai Kona Elektro 9.959 SUV
Smart Fortwo 9.322 Kleinstwagen
Renault Zoe 8.819 Kleinwagen
VW ID 4 5.878 SUV
BMW i3 5.696 Kleinwagen
Opel Corsa-e 5.597 Kleinwagen
Mini Cooper SE 4.590 Kleinwagen

 

Eine Übersicht aktueller E-Autos finden Sie in unserem Artikel und der Bildergalerie "Elektroautos 2021".

Was Sie vor einem Kauf zudem bedenken sollten: Laden Sie zuhause in der Garage, in der Ihre Wallbox hängt, an ständig wechselnden Ladestationen unterwegs und/oder vielleicht beim Arbeitgeber? In unserem Ratgeberbereich zum Thema "Elektroautos laden" haben wir alle wichtigen Aspekte für Sie zusammengefasst. Möchten Sie sich erst genauer mit der Technik vertraut machen? Der Elektromotor ist seit Langem technisch gereift, die Entwicklung der Akkus und der digitalen Elemente künftiger Automobile macht dagegen dramatische Fortschritte. Einen Einblick in die Grundlagen der Technik von Elektroautos erhalten Sie ebenfalls bei uns.

 

Was kostet ein Elektroauto?

Zum aktuellen Zeitpunkt sind die meisten Elektrofahrzeuge in der Anschaffung noch etwas teurer als Benzin- oder Dieselmodelle. Das liegt vor allem an den höheren Entwicklungskosten bei niedrigeren Stückzahlen. Dabei variieren  die Preise deutlich – sie richten sich nicht zuletzt an Akku-Kapazität und Reichweite aus. Dafür können Sie im Unterhalt von E-Autos einiges sparen, wie unser Kostenvergleich zeigt.

Was Kaufinteressenten beachten sollten: Manche Elektroautos kann man zwar erwerben, sie haben aber lange Lieferzeiten. Eine verbindliche Aussage sollte Ihnen Ihr Händler nach einer Probefahrt geben können. Erkundigen Sie sich auch, ob Sie den Wagen Ihrer Wahl länger zur Probe fahren können, damit Sie sich ganz sicher sind.

 

Was kostet der Unterhalt – die "Vollkosten"?

Spätestens bei der Betrachtung der "Vollkosten" – also Anschaffung und Wertverlust, Kraftstoff, Werkstatt- und andere Nebenkosten – wird deutlich: Der Schein trügt. Autos mit Verbrennungsmotor müssen sich dem Elektroantrieb geschlagen geben oder verursachen vergleichbare Kosten. Wir haben Ihnen eine Übersicht der Gesamtkosten für E-Autos erstellt. In einem Vergleich ermittelt der ADAC die Kosten verschiedener Fahrzeuge pro Kilometer. Der Automobilclub setzt dabei eine Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometer und eine Haltedauer von fünf Jahren an. Außerdem berücksichtigt der ADAC im Vergleich staatliche Förderungen Elektrofahrzeuge und einen Abzug von 15 Prozent des Listenpreises für Verbrenner.

Einige Beispiele:

39,4 Cent kostet der Kilometer für das Elektroauto Renault Zoe R110 Z.E. 40. Der vergleichbare Benziner – Renault Clio TCe 90 (67 kW) – kommt auf einen Wert von 37,2 Cent.

Bei VW kommt der Stromer ID 3 Life (107 kW) mit 58 kWh-Batterie auf einen Kilometerpreis von 43,7 Cent. Der Kilometerpreis für den entsprechenden Verbrenner Golf 1.5 eTSI Life DSG (110 kW) liegt bei 45 Cent.

Deutlicher fällt der Unterschied bei BMW aus. Das Elektromodell i3 (125 kW) kostet 48,6 Cent pro Kilometer. Der entsprechende Wert für den Diesel 111d (110 kW) beträgt 55,7 Cent.

Schwer einzuschätzen ist der Wiederverkaufswert bzw. der Wertverlust eines Elektroautos. Dieselfahrzeuge werden durch drohende Fahrverbote entwertet oder durch die Pflicht zur Nachrüstung. Bei einem Elektroauto kann man sicher sein, dass sie kaum Verschleißteile aufweisen und daher wenig reparaturanfällig sind – und diesem Antrieb gehört die Zukunft . Wer nicht in einen Neuwagen investieren will, kann sich – neben Miete, Leasing und Carsharing – beispielsweise für den Kauf von gebrauchten Elektroautos entscheiden.

Wie funktioniert die Förderung?

Elektroautos bringen einige wirtschaftliche Vorteile. An erster Stelle: Mit Strom fährt man günstiger als mit Benzin. Außerdem sind Elektroautos bis zum Jahr 2030 von der Kfz-Steuer befreit, können mit E-Kennzeichen bevorrechtigt fahren, parken und laden. Zudem fördert der Bund Elektroautos mit dem Umweltbonus. Er beträgt bis zu 6.000 Euro.  Dazu kommen bis zu 3.000 Euro von den Herstellern. Insgesamt gibt es also maximal 9.000 Euro Förderung für die Anschaffung eines reinen Elektrofahrzeugs.

Für ein von außen aufladbares Hybridfahrzeug (Plug-in-Hybrid) beträgt die maximale Förderung durch den Staat 6.750 Euro. Außerdem gibt es Vorteile bei der Einkommensteuer für Elektroautos und Hybridfahrzeuge als Dienstwagen: Seit 2020 beträgt der zu versteuernde "geldwerte Vorteil" 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises. Starke Argumente für das nächste Gehaltsgespräch mit dem Arbeitgeber!