Preise für E-Autos: Rosa Sparschwein auf einer Motorhaube.

Förderung fürs Elektroauto: Das sollten Sie wissen

04.11.2022

Sie wollen sich ein reines E-Auto zulegen? Nur zu, schließlich erhalten Sie für die Zulassung attraktive Förderungen in Höhe von bis zu 9.000 Euro. Doch bereits 2023 sinken die Subventionen. Schnell sein, lohnt sich also.

Förderungen für ein reines E-Auto bis zum 31. Dezember 2022

Bis 31. Dezember 2022 werden mit dem Umweltbonus der Kauf oder das Leasing von E-Autos bis zu 6.000 Euro bezuschusst. Dies gilt für Elektroautos mit einem Netto-Listenpreis von bis zu 40.000 Euro. Hinzu kommt ein Herstelleranteil von 3.000 Euro. Das ergibt zusammen eine Gesamtsumme von 9.000 Euro. Durch die Mehrwertsteuerersparnis können Sie sogar mit einem Zuschuss von 9.570 Euro rechnen.

Kostet das E-Auto zwischen 40.000 und 60.000 Euro netto, dann beträgt der Anteil des Staats 5.000 Euro plus 2.500 vom Autobauer, also 7.500 Euro insgesamt.

Netto-Listenpreis Basismodell Bundesanteil (verdoppelt) Herstelleranteil (netto) Gesamte (netto)
Bis 40.000 Euro 6.000 Euro 3.000 Euro 9.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro 5.000 Euro 2.500 Euro 7.500 Euro

Wer kann die Förderung für E-Autos beantragen?

Den Umweltbonus beantragen können Privatpersonen bis Ende 2025 beantragen.

Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften, kommunale Betriebe und Zweckverbände sowie Vereine, auf die ein neues E-Fahrzeug zugelassen wird, können eine Förderung noch bis zum 1. September 2023 beantragen.

Alle Informationen zur Förderung und Antragstellung sowie Checklisten und Merkblätter finden sich auf den entsprechenden Internetseiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Förderung für E-Autos ab 2023

Möchten Sie sich erst jetzt oder im nächsten Jahr ein neues E-Auto zulegen, dann müssen Sie auf Grund der aktuell langen Lieferzeiten mit reduzierten Förderungen für E-Autos ab dem 1. Januar 2023 rechnen.

Dann gelten bis zum 31. Dezember 2023 folgende Förderregeln, vorausgesetzt der Fördertopf in Höhe von 2,1 Milliarden Euro ist nicht bis zu diesem Zeitpunkt ausgeschöpft: E-Autos bis 40.000 Euro netto werden noch mit 4.500 Euro vom Land subventioniert. Der Herstellerzuschuss sinkt entsprechend um die Hälfte auf 2.250 Euro.

Bei einem Nettolistenpreis von über 40.000 bis 65.000 Euro sind es nur noch 3.000 Euro. Hier liegt der Anteil des Autobauers dann bei 1.500 Euro.

Netto-Listenpreis Basismodell Bundesanteil (netto) Herstelleranteil (netto) Gesamte (netto)
Bis 40.000 Euro 4.500 Euro 2.250 Euro 6.750 Euro
40.000 bis 65.000 Euro 3.000 Euro 1.500 Euro 4.500 Euro

Ab dem 1. September 2023 können auch nur noch Privatleute einen Förderantrag stellen.

Förderung für E-Autos ab 2024

Ab dem 1. Januar 2024 dürfen förderfähige E-Autos maximal 45.000 Euro netto kosten. Der Anteil vom Staat beträgt dann nur noch 3.000 Euro und der Herstellerzuschuss entsprechend bei 1.500 Euro. Antragsberechtigt bleiben weiterhin nur Privatpersonen. Der Fördertopf ist auf 1,3 Milliarden Euro gedeckelt.

Netto-Listenpreis Basismodell Bundesanteil (netto) Herstelleranteil (netto) Gesamte (netto)
Bis 45.000 Euro 3.000 Euro 1.500 Euro 4.500 Euro

Warum werden E-Autos gefördert?

Mit der Förderung für E-Autos möchte die Bundesregierung den Absatz von neuen Elektrofahrzeugen unterstützen und bis 2030 bis zu 15 Millionen Stromer auf die Straßen bringen. Dieses untergeordnete Ziel ist Teil des 2022 verabschiedeten Klimaschutzgesetzes. Denn Deutschland hat beschlossen bis 2045 komplett klimaneutral zu werden.

Beim sogenannten Umweltbonus fördert der Staat gemeinsam mit den Autobauern den Kauf oder das Leasing eines Stromers sowie PKW mit Wasserstoffantrieb und Plug-in-Hybride, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Der Umweltbonus läuft bei ausreichend gedecktem Fördertopf noch bis Ende 2025.

Fast 1,5 Millionen Förderanträge wurden Stand Oktober 2022 bisher gestellt. Dabei entfallen 837.473 auf reine E-Autos und 642.916 auf Plug-in-Hybride.

So beantragen Sie die Förderung für E-Autos

Ihren Antrag müssen Käufer beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) ausschließlich über das Internet mit einem elektronischen Antragsformular stellen. Dort laden Sie die Rechnung, den Nachweis und das Datum für die Zulassung des Fahrzeugs (Zulassungsbescheinigung Teil I und II) hoch.

Bei der Auszahlung der Fördermittel gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Ist der Fördertopf aufgebraucht, gibt es auch kein Geld mehr. Ist die Förderung bewilligt, überweist das Bafa den Anteil der Bundesregierung auf das Konto des Antragstellers.

Die Antragsunterlagen müssen unter anderem folgende Angaben enthalten:

  • den Basispreis
  • das Bestelldatum,
  • die Hersteller und Typbezeichnung

Vorlegen müssen Sie eine Rechnungskopie des Autohändlers sowie die Zulassungsbescheinigung Teil I und II (früher als Fahrzeugschein und -brief bekannt).

Werden gebrauchte E-Autos gefördert?

Gebrauchtwagen werden ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen wie Neuwagen gefördert. Das Fahrzeug darf zuvor noch keinen Umweltbonus erhalten haben. Außerdem muss das E-Auto nach dem 4. November 2019 erstmals zugelassen worden sein. Zudem darf das E-Auto unter seiner Erstzulassung maximal 12 Monate gefahren worden sein und einen maximalen Kilometerstand von 15.000 Kilometer nicht überschritten haben.

Für die Zweitzulassung wird ein Fördersatz gemäß der Tabelle für das Leasing von E-Autos mit einem Netto-Listenpreis zwischen 40.000 Euro und 65.000 Euro angesetzt.

Durch den Wertverlust auf dem Gebrauchtwagenmarkt, werden 80 Prozent vom Listenpreis des Neuwagens angesetzt (Summe inkl. Optionszuschläge und ohne Rabatte) und davon der Herstelleranteil brutto abgezogen. Der Kaufpreis darf diesen Schwellenwert nicht überschreiten.

Förderungen für E-Autos kombinieren

Seit März 2019 können für die Anschaffung von E-Autos auch mehrere gleichartige Förderprogramme in Anspruch genommen werden. Die meisten dieser Subventionen richtig sich aber an Unternehmen, Kommunen oder Vereine.

Förderprogramm Förderberechtigte
Flottenaustauschprogramm „Sozial und Mobil" Gesundheits- und Sozialwesen
Förderrichtlinie Elektromobilität Betreiber kommunaler und gewerblicher Fahrzeugflotten
Klimaschutzoffensive für den Mittelstand Mittelständische Unternehmen und Freiberufler
Wirtschaftsnahe Elektromobilität WELMO Kleine und mittlere Unternehmen in Berlin
BW-e-Gutschein Kommunen, Landkreise, Regionalverbände in Baden-Württemberg
Treibhausgas-Minderungsquote: THG-Prämie Im Prinzip alle Halter von Elektrofahrzeugen

E-Auto Förderung beim Leasing

Privates und gewerbliches Leasing von E-Autos sind förderfähig. Für Leasingverträge mit einer Laufzeit über 23 Monate erhalten Sie die volle Förderung. Bei einer kürzeren Vertragslaufzeit wird die Förderung entsprechend gestaffelt.

Wie für Käufer, so gilt auch für Leasingnehmer, dass Sie Ihr neues E-Auto mindestens 12 Monate bei einer Leasing-Laufzeit von 12 bis 23 Monaten behalten müssen. Bei 24 Monaten Laufzeit müssen Sie das geleaste E-Auto über 23 Monate behalten. Bei Laufzeiten von sechs bis elf Monaten bleibt die minimale Haltedauer bei sechs Monaten. Der Antragsteller muss derjenige sein, auf den das Fahrzeug zugelassen wird.

Netto-Listenpreis Basismodell Leasing-Laufzeit Bundesanteil (verdoppelt) Herstelleranteil (netto) Gesamt (netto)
bis 40.000 € 6–11 Monate 1.500 € 750 € 2.250 €
bis 40.000 € 12–23 Monate 3.000 € 1.500 € 4.500 €
bis 40.000 € Über 23 Monate 6.000 € 3.000 € 9.000 €
über 40.000 € bis 65.000 € 6–11 Monate 1.250 € 625 € 1.875 €
über 40.000 € bis 65.000 € 12–23 Monate 2.500 € 1.250 € 3.750 €
über 40.000 € bis 65.000 € Über 23 Monate 5.000 € 2.500 € 7.500 €

Weitere Förderungen für Elektroautos

Um den Verkauf der E-Autos weiter anzukurbeln, brachte die Bundesregierung das Marktanreizprogramm auf den Weg, das zum Durchbruch beim Absatz von E-Autos und dem schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur beitragen soll.

Dazu zählen:

  • Die Kfz-Steuerbefreiung bis Ende 2030 für alle E-Autos, die bis Ende 2025 zugelassen wurden.
  • Die Dienstwagen-Regelung für E-Autos, nach der die private Nutzung nur noch mit 0,5 Prozent des Listenpreises monatlich versteuert werden muss.
  • Die Steuerbefreiung beim Laden: Wer sein Elektroauto im Betrieb des Arbeitgebers aufladen darf, kann sich freuen, denn er muss die „Tankfüllung“ nicht als geldwerten Vorteil versteuern.
  • Dazu kommen immaterielle Vorteile beim Parken in Städten mit dem E-Kennzeichen oder bei der Benutzung freigegebener Busspuren.
  • Mit der THG-Quote (Treibhausgas-Minderungsquote) können Sie mit Ihrem E-Auto jährlich über 400 Euro dazuverdienen.

AVAS: E-Auto Förderung für Einbau eines Warnsignals

Im Zuge der Verlängerung des Umweltbonus wird eine Förderung für den Einbau eines akustischen Warnsignals (Acoustic Vehicle Alerting Systems – AVAS) eingeführt.

Speziell von geräuscharmen Elektroautos ausgehende Gefahren für Verkehrsteilnehmer sollen durch den Zuschuss für den Einbau eines Warnsignals kompensiert werden. Die Förderhöhe hierfür beträgt pauschal 100 Euro.

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