Blaues Elektroauto lädt an einer öffentlichen Ladestationen

Öffentliche Ladestation

Inzwischen finden sich viele Elektroautos auf deutschen Straßen. Um auch unterwegs sein E-Fahrzeug laden zu können, werden daher immer mehr öffentliche Ladestationen notwendigAlles was Sie dazu wissen müssen erfahren Sie hier.

Öffentliche Ladestationen in Deutschland

Mit dem Fortschreiten der Elektromobilität werden auch mehr öffentliche Ladestationen benötigt. In den letzten Jahren ist das Ladenetz in Deutschland stetig gewachsen. Laut Bundesnetzagentur finden sich aktuell 46.174 öffentliche Ladepunkte in Deutschland, darunter 6.750 Schnellladestationen. Das sind rund 8.000 Ladepunkte mehr als im vorherigen Jahr. In Deutschland gibt es zahlreiche Ladesäulen-Betreiber. Dazu gehören internationale Energieunternehmen, kommunale Stromanbieter, Stadtwerke, Kommunen, Autohersteller oder spezialisierte Firmen. Außerdem gibt es diverse Stromnetzbetreiber, die oft nicht mit dem Ladesäulenbetreiber identisch sind. Und weder Ladesäulenbetreiber noch Stromnetzbetreiber müssen der Anbieter des Ladestroms sein.  

Vor allem in den Großstädten findet sich inzwischen eine gute Infrastruktur öffentlich zugänglicher Ladestationen. Auf der Ladekarte finden Sie AC-Ladesäulen und DC-Ladesäulen in Ihrer Nähe. Aber was ist denn eigentlich der Unterschied? 

AC Ladesäulen für Elektroautos

Die meisten AC Ladesäulen im öffentlichen Raumfunktionieren wie private Wallboxen, also mit dreiphasigem Wechselstrom, der durch das Ladegerät im Fahrzeug in Gleichstrom umgewandelt wird. In der Regel sind sie ans Internet angeschlossen oder mit einer SIM-Karte ausgestattet. 

Allerdings sind, anders als private Ladepunkte, öffentliche Ladesäulen erheblich aufwendiger konzipiert. Zum einen müssen sie extremen klimatischen Bedingungen sicher standhalten. Zum anderen haben sie den Vorgaben der aktuellen Ladesäulenverordnung (LSV) zu genügen.  

DC Ladesäulen: E-Auto mit Gleichstrom laden

Im Unterschied zu Wallboxen und AC-Ladesäulen nutzen DC-Ladestationen Gleichstrom. Ein leistungsstarker Gleichrichter wandelt den Wechselstrom aus dem Stromnetz um. Der Strom fließt am Konverter des Fahrzeugs vorbei direkt in die Batterie. Das Batteriemanagementsystem im E-Auto kommuniziert mit der Ladesäule, um die Stromstärke für möglichst schonendes Laden zu steuern und abzuschalten, wenn die Batterie voll ist. Da der Gleichstrom direkt und verlustarm in den Akku fließt, erzielt man deutlich höhere Ladeleistungen als bei Wechselstrom. Das bedeutet kurze Ladezeiten. Die Leistungsspanne reicht inzwischen von 24 Kilowatt (kW) bis zu 350 kW.

E-Ladesäule: Welcher Stecker passt?

Die meisten öffentlichen Ladestationen in Deutschland sind mit einer Typ 2-Steckdose ausgestattet. Daran können Sie jedes Mode-3-Ladekabel anschließen. So können Sie sowohl Elektroautos mit Typ 1 als auch Typ 2-Stecker laden. Alle Mode 3-Kabel sind auf Seiten der Ladestation mit einem Typ 2-Stecker (Mennekes-Stecker) ausgestattet. So können Sie mit Ihrem Ladekabel an nahezu jeder Ladesäule in Deutschland Strom laden. Schnellladesäulen sind meist für CCS-Stecker ausgelegt. Das „Combined Charging System“ ist ein internationaler Standard für E-Autos. Mit einem CCS-Stecker kann sowohl an Gleichstrom- als auch Wechselstrom-Ladesäulen geladen werden.  Das System kombiniert den bei den Wallboxes bereits erwähnten Typ-2-Stecker mit der Combo-2-Kupplung für Gleichstromladen durch zwei zusätzliche Gleichstrompole. Die neueren E-Mobile sind inzwischen mit dem CCS-System ausgestattet.  

Sie möchten mehr zu den verschiedenen Steckertypen erfahren? Wir haben Ihnen eine komplette Übersicht der Ladekabel und -stecker für E-Autos erstellt.

Ladedauer und -kosten an öffentlichen Ladestationen

Die Ladedauer von E-Autos hängt zum einen von der Leistung der Ladestation sowie der Batteriekapazität des Elektroautos ab. Das Laden eines BMW i3 (94 Ah) auf 80 Prozent dauert ca. 4,5 Stunden an einer AC-Ladesäule mit einer Leistung von 11 kW, an einer DC-Ladesäule mit 50 kW benötigen Sie nur 30 Minuten. Im Durschnitt können Sie mit einer Ladezeit von 6 Stunden bis 30 Minuten rechnen.  

Ganz gleich, ob AC- oder DC-Ladesäule, für eine öffentliche Ladestation benötigen Sie fast immer eine Ladekarte oder eine App. Die Ladestrom-Tarife sind jedoch oftmals intransparent und basieren auf unterschiedlichen Bezahlmodellen: Grundgebühren, Prepaid-Tarife oder es wird nach einem der folgenden vier Optionen abgerechnet:

  • Preis pro KilowattstundeAn einigen Ladestation bezahlt man die Aufladung des Elektroautos pro Kilowattstunde. Die Preise liegen hier zwischen 0,30 und 0,35 Euro pro kWh.  Für das Laden eines E-Autos mit einer Akku-Kapazität von 35 kWh kostet das Aufladen ungefähr 10,50 Euro.
  • Pauschal-Preis pro Ladevorgang: Neben der Bezahlung pro Kilowattstunde berechnen einige Anbieter einen Pauschal-Preis pro Ladevorgang, dieser ist unabhängig von Ladezeit und Menge. In der Regel liegen die Kosten hier zwischen 5 und 10 Euro. Es gilt: Schnellere Ladeverfahren sind immer teurer als langsamere.
  • Preis nach ZeitManche Anbieter berechnen die Zeitdie Ihr Elektroauto an der jeweiligen Ladestation angeschlossen ist. Dabei sollten Sie beachten, dass nicht nur die Ladezeit berechnet wird, sondern die gesamte Zeit, die Ihr Elektroauto an der öffentlichen Ladesäule hängt.

Unter Umständen lohnt es sich ein RoamingAngebot zu nutzen, bei dem man an Ladepunkten unterschiedlicher Anbieter Strom laden kann.

Roaming Anbieter für E-Ladestationen

Einige Marktteilnehmer wollen das Laden an öffentlichen Punkten einfacher gestalten, indem Sie Ladekarten anbieten, die mit möglichst vielen Ladestationen kompatibel sind. Damit können E-Fahrer nicht nur im eigenen Ladenetz Strom tanken, sondern auch die Ladesäulen der Roamingpartner nutzen.  Das ist besonders praktisch für weitere Reisen mit dem E-Auto.

Plugsurfing und NewMotion ermöglichen das Laden an nahezu allen Ladestationen in Europa, abgerechnet wird hier die Ladezeit, die geladene Strommenge oder eine bestimmte Startgebühr. Die Abrechnung erfolgt über die Anbieter, allerdings wird der Tarif bezahlt, den der Ladesäulenbetreiber festlegt. Für den Service fallen keine monatlichen Grundgebühren an. Plugsurfing und NewMotion verdienen an Aufschlägen auf die Ladekosten. 

Ein weiterer Anbieter für Roaming überwiegend in der DACHRegion (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie in Italien, Frankreich und der Niederlande ist ADAC e-Charge. Voraussetzung ist hier allerdings die Mitgliedschaft beim ADAC.

E-Auto kostenlos aufladen

Viele Supermarkt- und Baumarktketten, darunter Aldi Nord und Süd, Kaufland, Hornbach, Bauhaus oder Globus, bieten ihren Kunden an, ihr E-Auto während des Einkaufs kostenfrei aufzuladen. Auch verschiedene Ikea- und McDonalds-Filialen haben gratis Ladestationen errichtet. Das Angebot gilt nur während der Öffnungszeiten der entsprechenden Anbieter. Zuletzt war allerdings immer wieder zu hören, dass manche Unternehmen überlegen, das Laden an ihren Säulen kostenpflichtig zu machen.  

Auf der Suche nach einer Ladelösung? Lassen Sie sich beraten! Wir helfen Ihnen auf Ihrem Weg in Richtung Elektromobilität.

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