Familie packt ihr Elektroauto um in den Urlaub zu fahren

Wallbox für Zuhause: Laden mit Komfort

80 Prozent aller Fahrer von Elektroautos laden ihr Fahrzeug zuhause. Die Haushalts-Steckdose ist im ersten Moment die einfachste Möglichkeit. Doch eine eigene Wallbox vereinfacht das Laden ungemein: Eine private Ladestation bietet Sicherheit, Komfort und vor allem mehr Tempo beim Laden. Was gilt es dabei zu beachten? 

 

Elektroauto per Steckdose laden – keine gute Idee

Wer ein Elektroauto kauft, hat beinahe alles, was er zum Laden braucht: ein passendes Ladekabel ist beim Kauf dabei, eine Steckdose findet sich zuhause auch.

Elektroauto per Steckdose laden

Nicht zu empfehlen: Elektroauto per Steckdose laden

Aber: Das Auto an einer üblichen Haushaltssteckdose aufzuladen, dauert. Erst nach ungefähr 14 Stunden wäre der Akku vollständig aufgeladen. Außerdem ist das Laden an der Steckdose sehr gefährlich. Denn hierbei besteht immer die Gefahr von Kurzschlüssen und Kabelbränden durch Überhitzung, da Zuleitungen nicht auf derartig hohe Dauerbelastungen ausgelegt sind. Die Steckdose müsste daher gesichert sein, um keinen Schwelbrand zu riskieren. Deshalb sollten Haushaltssteckdosen nur in Notfällen genutzt werden.

Beim Ladekabel übernimmt eine „In-Kabel-Kontrollbox“ (ICCB) die intelligente Steuerung und Kommunikation, die nicht das Stromnetz, sondern erst eine Wallbox bereitstellt.

Die Wallbox: Ihre private Ladestation

Eine eigene Ladestation bringt eine ganze Reihe Vorteile mit sich. Stichwort Ladezeit: Statt ewig lang zu warten, braucht eine Wallbox nur eine bis vier Stunden, um den Akku Ihres E-Autos vollständig zu laden.

Elektroauto per Wallbox laden

Einfache Wallbox mit Ladekabel und Typ-2-Stecker

Außerdem ist das Laden sicher - Sie müssen den Ladevorgang nicht beaufsichtigen. Die beste Ladezeit ist übrigens nachts: Während Sie schlafen, arbeitet die Wallbox und Ihr Auto ist gleich morgens startbereit!

Eine eigene Wallbox bietet neben der hohen Sicherheit zudem den großen Vorteil, dass Sie durch ein fest installiertes Ladekabel maximalen Bedienungskomfort haben und mit höheren Ladeleistungen operieren können. Statt 2,3 kW – wie bei der Haushaltssteckdose – sind sogar bis zu 22 kW möglich. Im Übrigen können Sie Ihr Fahrzeug sogar mit Energie aus einer eigenen Photovoltaik- bzw. Solaranlage laden und leisten so aktiv einen Beitrag zur Energiewende!

Welche Wallbox ist die Richtige für zuhause? 

Laden Sie Ihr Elektroauto nur über Nacht, reicht Ihnen eine günstige 11-kW-Wallbox. Damit ist Ihr Auto am nächsten Morgen wieder vollgeladen. Mit einer 22-kW-Ladestation können Sie aufgrund der höheren Ladeleistung deutlich schneller laden. Bei der Entscheidung für eine 22-kW-Wallbox ist jedoch zu beachten, dass diese vom Netzbetreiber zu genehmigen sind.

Wallboxen unterscheiden sich zudem hinsichtlich der Kabel, welches Ihr Auto mit der Wallbox verbindet. Je nach Modell kann das Ladekabel fest an der Wallbox montiert sein oder Sie können es in Ihrem E-Auto mitführen. Üblich sind heute Ladekabel mit Typ-2-Stecker, die mit nahezu allen gängigen Elektroautos kompatibel sind.

Finden Sie hier die passende Wallbox für Ihr zuhause.

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass nach §19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) neue Ladestationen beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden müssen. Ladestationen mit mehr als 11 kW sind zudem genehmigungspflichtig. Mehr dazu in unserem Beitrag: Wallbox anmelden - Wann gilt die Meldepflicht.

Was kostet das Laden zuhause? 

Fangen wir mit der Hardware an: Einfache Wallboxen gibt es schon ab rund 800 Euro, teurere Modelle bieten zusätzliche Funktionen wie die Überwachung des Ladezustands, oder den Neustart des Ladevorgangs nach einer Unterbrechung. Sie sind außerdem so intelligent, dass sie die Ladevorgänge steuern können und nur dann Ihr Fahrzeug laden, wenn der Strom gerade günstig ist. Oder sie integrieren bereits ein (ausreichend langes) Ladekabel und sind einfach zu konfigurieren. Sie ermöglichen die leichte Identifizierung des Fahrzeugs, zum Beispiel kontaktlos mit Hilfe von RFID-Karten.

Je nach Ihren Bedürfnissen bietet sich daher entweder eine einfache oder eine intelligente Wallbox an. Von Billigmodellen und der Montage von Bausätzen rät der ADAC nach einem Test ab.

Und was kostet der Strom? 

Wie günstig oder teuer Sie tanken, darüber entscheidet Ihr Stromtarif. Eine Kilowattstunde Haushaltsstrom kostet rund 32 Cent. Doch es gibt Alternativen: spezielle Tarife für privates Laden von Elektroautos. Welcher Tarif für Sie der richtige ist, hängt davon ab, wo und wie häufig Sie unterwegs tanken. Erkundigen Sie sich in jedem Fall nach dem Förderprogramm Ihres örtlichen Energieversorgers und nach attraktiven Autostrom-Angeboten. Die speisen sich meist aus Ökostrom und sind gleichzeitig günstig.

Um zu wissen, wieviel das Laden eines E-Autos kostet, braucht man nur zwei Werte. Der eine ist die Größe der Batterie (in kWh angegeben), zum anderen den Preis für eine kWh Strom. Diese beiden Werte multipliziert man miteinander, heraus kommen dann die Kosten für eine Vollladung. Bei einem VW ID.3 mit der kleinsten Batterie mit 58 kWh kostet das Vollladen bei einem kWh-Preis von 32 Cent insgesamt 18,56 Euro. Das ist deutlich weniger als man für einen vollen Tank eines Verbrenners zu zahlen hat!

Haben Sie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, fahren sie nicht nur komplett emissionsfrei, sondern auch fast kostenfrei. Eine smarte Wallbox macht das möglich. Sie wird in Ihr Smart Home System eingebunden und sorgt dafür, dass sie Ihr E-Auto mit dem eigenen Solarstrom laden können.

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