Elektroauto im Winter: Fahrzeug auf Straße in verschneiter Winterlandschaft

E-Auto im Winter: Darauf müssen Sie achten

Verbrennungsmotoren sind Wärmemaschinen. Im Winter kann das von großem Nutzen sein, etwa um zu heizen und die Scheiben freizuhalten. Ein Elektromotor hingegen produziert keine Abwärme: Strom für Licht und Heizung gehen hier auf Kosten der Reichweite. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, auch im Elektroauto gut durch den Winter zu kommen.

Beim Verbrennungsmotor entsteht viel Wärme, die ohne Nutzeffekt abgeführt werden muss. Wenn „Verbrenner“ 40 Prozent der erzeugten Energie für die Fortbewegung nutzen, ist das ein guter Wert. 60 Prozent und häufig mehr gehen als Reibungsverluste und Wärme verloren. Der Motor eines Elektroautos verhält sich grundlegend anders: Er produziert keine überschüssige Wärme, sondern führt seine Kraft direkt dem Antriebsstrang zu.

Wärme kostet das Elektroauto im Winter Reichweite

Wenn es im Winter richtig kalt ist, hat man es im Auto gern schön warm, natürlich auch im Elektroauto. Allerdings sorgt die angenehme Wärme dafür, dass die Reichweite des Fahrzeugs abnimmt. Der Grund: Da das E-Auto keine Abwärme produziert, greift es zum Heizen auf den Strom aus dem Akku zu. Und nicht nur das: Auch die Batterie des Elektroautos braucht Wärme, damit der Strom schneller fließt. Diese Energie fehlt dann in der Reichweite.

Der ADAC schätzt, dass bis zu 5 Kilowatt Leistung fürs Heizen nötig sind. Bei Kleinwagen kann das bereits einen Großteil der Akkukapazität ausmachen. Eine 20-kWh-Batterie wäre so beispielsweise in vier Stunden leer. Allerdings arbeitet die geregelte Heizung in der Praxis nicht dauerhaft mit voller Last.

Elektroautos mit intelligentem Batteriemanagement nutzen übrigens einen Kältemodus, um Strom zu sparen, wo immer dies möglich ist.

Schnell aufgeheizt: Vorzüge von Elektroautos

  • Mit einer App kann man bequemer laden und die Abfahrtszeit programmieren. Die App managt den Ladevorgang, und man steigt in ein vorgeheiztes Elektroauto.
  • Die Wärme ist sofort da, beschlagene Scheiben sind sofort wieder klar. Ein echter Sicherheitsfaktor.
  • Elektroautos werden sehr schnell warm. Trotzdem sollte man der Reichweite zuliebe immer ein Vorwärmesystem nutzen, also mit einem warmen Auto losfahren. Auch der ADAC rät, den Innenraum zu Hause vorzuwärmen, nicht erst beim Losfahren.

Das Wichtigste fürs E-Auto im Winter

Auch im tiefen Winter bleibt niemand mit dem Elektroauto plötzlich liegen. Die Reichweitenangst ist unbegründet. Im Extremfall kann sich die Reichweite mehr als halbieren. Bei langsamer Fahrt, also im dichten Innenstadtverkehr, sind die Einbußen besonders hoch, weil ja die „Nebenaggregate“ dauernd laufen.

Der wichtigste Tipp vorweg: Ein Auto sollte in besonders kalten Winternächten in der Garage stehen (egal, welcher Motor unter seiner Haube steckt). Das sorgt dafür, dass die Batterie nicht zu sehr auskühlt, weil sie sonst an Kapazität verliert. Der zweitbeste Tipp: Schalten Sie alle „Nebenaggregate“ aus, die nicht benötigt werden. Und noch ein Tipp: Auch Standheizungen lassen sich nachrüsten. Empfehlenswert ist eine Luftstandheizung. Dafür braucht man lediglich einen sicheren Montageort mit Herausführung des Abgasrohrs und einen Luftausströmer zum Innenraum. Solche Heizungen bauen zum Beispiel Webasto und Eberspächer. Heizungen aus Osteuropa oder Asien sollten Sie sich nicht zulegen. Oft erfüllen diese nämlich nicht die Sicherheitsnormen.

Weniger Verbrauch, mehr Reichweite: Alle Infos & Tipps

  • Die größten Stromfresser sind Heizung und Gebläse sowie die Heizung für Scheiben und Außenspiegel.
  • Sitz- und Lenkradheizung sind sparsamer als Raumheizung.
  • Kleinverbraucher – Beleuchtung, Radio, Navigation und Multimedia – wirken sich nicht so stark auf die Reichweite aus, hat die Dekra ermittelt.
  • Im Winter dauert auch das Laden länger. So werden die Akkus geschont.
  • Beleuchtung sorgt für Sicherheit. Hier auf keinen Fall sparen!
  • Bei niedrigen Temperaturen sollte man den Akku gleich nach dem Fahren wieder aufladen. Dann kühlt er nicht aus. Ein wohltemperierter Akku behält seine volle Kapazität länger und hat auch eine höhere Lebensdauer.
  • Mittlerweile haben viele Elektroautos serienmäßig oder als Zusatzausstattung eine Wärmepumpe. Sie verringert den Verlust an Reichweite. Nach Herstellerangaben (BMW) lässt sich die Reichweite so um mehr als 30 Prozent erhöhen.
  • Faustformel: ein Drittel Reichweite fürs Heizen oder unvorhersehbare Ereignisse reservieren.

Und zu guter Letzt: Der ECO-Fahrmodus ist nicht nur der sparsamste, sondern auf rutschigem Untergrund sowieso der beste, um das enorme Drehmoment der E-Auto-Reifen auf die Straße zu bringen. Dank ihres niedrigen Schwerpunkt und der gleichmäßigen Gewichtsverteilung von Akkus im Unterboden sind Traktion und Fahrverhalten von Elektroautos im Winter sehr gut.

 

 

 

 

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