FAQs – Häufig gefragt

E-Mobilität – ein faszinierendes, spannendes Thema. Wenn Sie wissen wollen, was es damit auf sich hat, dann sind Sie bei uns genau an der richtigen Adresse. Einen ersten, schnellen Einblick ins Trendthema E-Mobility bieten Ihnen unsere FAQs. Ihr Wissen vertiefen können Sie auch bei uns: Klicken Sie sich doch einfach mal durch unsere Rubriken!

 

Ladeinfrastruktur

Einige deutsche Anbieter von Ladekarten bieten über ein Netzwerk und Roaming-Vereinbarungen die Möglichkeit, dass deutsche Autofahrer ihr Elektroauto auch an ausländischen Ladestationen aufladen können. Abgerechnet wird über die Gebühren der Ladekarte. Zukünftig wird bei immer mehr Ladestationen auch eine Zahlung per EC-Karte oder Bargeld möglich sein.

Deutschlandweit gibt es derzeit etwa 7.200 Ladesäulen mit ca. 21.000 Anschlüssen für Elektrofahrzeuge (Angaben3. Quartal 2017). Bis 2020 sollen mindestens 5.000 Schnellladestationen und 10.000 Normalladesäulen hinzukommen, finanziert durch ein Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums mit über 300 Millionen Euro. Ziel ist es, eine flächendeckende bundesweite Ladeinfrastruktur anzubieten.

Die Installation sollte ein qualifizierter Elektroinstallateur durchführen, der sich nachweislich damit auskennt. Wichtig ist, dass die Ladestation in einem eigenen Stromkreis hängt, der mit einem Leitungsschutzschalter und einem FI-Schalter abgesichert ist. Bei der Wahl der passenden Ladestation und allen weiteren Fragen berät Sie gerne Ihr Stadtwerk vor Ort. Es bietet oftmals auch die Installation im Komplettpaket mit an oder unterstützt Sie bei der Beauftragung eines qualifizierten Installateurs.

Auch wenn an einer handelsüblichen Haushaltssteckdose geladen werden soll, ist es empfehlenswert die Hausinstallation überprüfen zu lassen, ob die Zuleitung für eine Dauerbelastung geeignet ist.

Falls der Parkplatz, an dem die Ladestation installiert werden soll, nicht Ihnen selbst gehört, benötigen Sie eine Erlaubnis des Eigentümers oder der Eigentümergesellschaft um eine Ladestation zu installieren.

Eine Wallbox lässt sich nicht nur in der Garage an der Wand montieren, sondern auch freistehend. Dazu wird die Wallbox an einer Stehle befestigt. Im Freien sollte jedoch ein Regen- bzw. Wetterschutz montiert werden, um die Wallbox vor Umwelteinflüssen zu schützen. Alternativ kann man auch eine Ladesäule aufstellen. Sie ist wetterfest und vor Vandalismus geschützt.

Die Ladestation benötigt in der Regel einen 400-Volt-Starkstromanschluss am Installationsort, eine ausreichende Fläche für Station und Auto, Abstand zum Sicherheitskasten und zu entzündlichen Materialien. Das verlegte Kabel sollte im Querschnitt auf 22 Kilowatt ausgelegt sein, nur dann ist der Anschluss für die Ladestation zukunftsfähig. Denn Experten erwarten, dass zukünftige E-Autos schneller laden und dazu in jeder Sekunde auch mehr Strom ziehen werden.

Ja, für die Installation in einer Garage ist die Wallbox konzipiert. Sie wird an einer freien Wandfläche montiert. Voraussetzung ist, dass eine entsprechende Stromleitung vorhanden ist. Die Wallbox wird üblicherweise an 400 Volt mit 16 oder 32 Ampere angeschlossen (also Starkstrom). Einen solchen Anschluss gibt es in fast jedem Haushalt – für den Elektroherd. In der Garage ist er eher die Ausnahme und muss erst durch einen Installateur neu verlegt werden.

Ladesäulen bilden die Versorgungsinfrastruktur der Elektromobilität im öffentlichen Raum, z. B. an Straßen oder auf Park+Ride-Flächen. Außerdem können Ladesäulen auf den Parkflächen von Gewerbetreibenden und Unternehmen aufgestellt werden.

Ladeboxen, auch Wandladestationen oder Wallboxen genannt, werden häufig auf Privatparkplätzen installiert oder auf Betriebsgeländen, z. B. von Flottenbetreibern.

Eine Ladesäule wird als freistehende Säule in unmittelbarer Nähe zu einem Parkplatz im Freien montiert. Sie ist robust, wetterfest und vor Vandalismus geschützt. Außerdem können an vielen Ladesäulen bis zu zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden.

Eine Ladebox – auch Wallbox genannt – ist für den Einsatz im Innenbereich geeignet, zum Beispiel in einer Garage. Eine Ladesäule hat im Allgemeinen eine höhere Ladeleistung. Daher ist die Ladezeit dort kürzer als an der heimischen Wallbox.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Dauer hängt davon ab, wie viel Ladeleistung die Stromtankstelle bietet und wie viel Ladeleistung das Fahrzeug aufnehmen kann. Grundsätzlich gilt: Je moderner die Batterie, desto schneller lädt sie sich auf. Und noch eine Faustregel: Zu Beginn geht das Aufladen schneller. Manche Akkus können in der ersten halben Stunde bis zu 80% geladen werden.

Einen Anhaltspunkt für die Ladedauer gibt diese Übersicht:

LadestationDauer
Haushaltssteckdose8 bis 14 Stunden
Haushaltssteckdose mit Wallbox2 bis 6 Stunden
Öffentliche Ladesäulen2 bis 4 Stunden
Öffentliche Schnell-Ladesäulen1 Stunde
Tesla-Superchargeretwa 20 Minuten

 

(Quelle: emobilsever.de)

Das Laden an einer normalen Schuko-Steckdose ist prinzipiell möglich. Dafür können Sie das Ladekabel nutzen, das dem Elektrofahrzeug meist schon beim Kauf beiliegt. Allerdings kann die Ladung nur mit einer geringen Leistung erfolgen und dauert deshalb deutlich länger als an einer Wallbox oder Ladesäule. Und nicht jede Steckdose ist für die hohe Belastung geeignet. Experten raten ausdrücklich dazu, normale 230-Volt-Steckdosen durch einen Techniker checken zu lassen, bevor ein Elektroauto angeschlossen wird.

Das Stromladen war bisher nur an der Säule des Stromanbieters und seiner Roamingpartner möglich, mit dem der Nutzer in einem Vertragsverhältnis steht. Sobald die Ladesäulenverordnung II in Kraft tritt, ist das Laden im öffentlichen Raum jedoch auch anbieterübergreifend und ohne Vertragsbindung möglich.

Je nach Anbieter und Modell schalten Sie die Ladesäule per SMS oder Kundenkarte frei. Abgerechnet wird entweder über einen Vertrag bei einem Mobilitätsanbieter, über eine Kundenkarte, per SMS oder per Prepaidkarte. Oftmals werden auch gesponsorte kostenlose Lademöglichkeiten angeboten.

Zwei Steckertypen haben sich als Standard durchgesetzt. Die europäischen Fahrzeughersteller setzen auf das „Combined Charging System“ (CCS) mit dem Typ2-Stecker. Asiatische Hersteller wie Nissan und Toyota verbauen den Stecker-Typ CHAdeMO. Bislang sind die beiden Steckersystem nicht kompatibel. Daher lässt sich ein Fahrzeug mit einem Typ2-Stecker nicht an einer Ladesäule mit CHAdeMO-Stecker laden. Daneben ist zwischen normalen Ladesäulen mit Wechselstromladung (AC) und Schnellladesäulen mit Gleichstromladung (DC) zu unterscheiden. Für eine schnelle Ladung per Gleichstrom sind bislang nur wenige E-Fahrzeuge ausgerüstet. Das soll sich aber bald ändern.

Standorte mit Ladestationen für Elektroautos finden Sie ganz einfach übers Internet, z. B. unter www.ladenetz.de.

Das Laden kann per Wechselstrom, Drehstrom oder Gleichstrom erfolgen. Beim Wechselstromladen wird das Elektroauto über eine Haushaltssteckdose (Schukosteckdose) mit dem Stromnetz verbunden. Bei der Drehstromladung wird das Fahrzeug über ein Kabel an eine Drehstromsteckdose angeschlossen oder mit einer Ladestation verbunden. Beim Schnellladen wird Gleichstrom aus der Ladesäule direkt in das Fahrzeug eingespeist.

Elektromobilität allgemein

Grundsätzlich ist die Elektromobilität bereits heute alltagstauglich. Immer mehr Leute legen sich daher ein Elektroauto zu. Und mit steigenden Zahlen an Elektroautos rechnet man damit, dass die Preise für Elektrofahrzeuge in Zukunft weiter sinken werden. Ob sich ein Elektrofahrzeug für den Einzelnen lohnt, hängt von einer Reihe von Faktoren ab: den Lademöglichkeiten zu Hause und am Arbeitsplatz, der Planbarkeit der täglichen Fahrten, deren Häufigkeit und Länge. Für viele Fahrprofile ist schon heute der Einsatz von Elektrofahrzeugen vorteilhaft. Im Gewerbe bietet sich der Einsatz eines Elektrofahrzeuges zum Beispiel bei der Personenbeförderung (z. B. Taxi) oder bei mobilen Dienstleistungen wie Pflege- und Sicherheitsdiensten an. In vielen Flotten können Elektrofahrzeuge wirtschaftlich eingesetzt werden.

Weitere Informationen: Elektrofahrzeuge-im-Alltag-Nutzerszenarien_2016 (PDF)

Die Reichweite hängt von zwei Faktoren ab: der Batterie und dem Verbrauch des Elektromotors. Je größer die Batterie ist, desto größer ist die Reichweite. Die Hersteller geben die Reichweite bei Kleinwagen wie einem Citroën C-Zero mit 150 bis 250 km und bei Fahrzeugen wie dem Tesla Model S oder Opel Ampera-E mit 250 bis zu 550 km an. Das sind aber nur theoretische Werte, die tatsächliche Reichweite ist abhängig vom Verbrauch. Und dieser wird u.a. beeinflusst durch den Fahrstil, die Geschwindigkeit sowie die Nutzung von Heizung und Klimaanlage. Moderne Boardsysteme kalkulieren die Reichweite inzwischen jedoch sehr genau und bieten dem Autofahrer gute Orientierung

Technisch betrachtet ist die Entwicklung von Energiedichte und Leistungsdichte der Batterien entscheidend. Experten gehen davon aus, dass Forschung und Entwicklung bis 2030 soweit sind, dass die Reichweiten von Elektrofahrzeugen mit heutigen Verbrennern vergleichbar sind. Fraglich ist allerdings, ob dann die Konsumenten diese Reichweiten noch nachfragen, oder ob sich in der Zwischenzeit ein anderes Mobilitätsverhalten ausgeprägt hat.

Die Außentemperatur beeinflusst sowohl das Laden als auch das Fahren. Stellen Sie bei hohen Temperaturen die Klimaanlage an, steigt der Verbrauch des E-Fahrzeugs und die Reichweite nimmt ab. Das Gleiche passiert, wenn Sie bei niedrigen Temperaturen die Heizung anschalten. Auch die Kapazität der Batterie, also die Energiemenge, die sie aufnehmen bzw. abgeben kann, ist temperaturabhängig. Je kälter die Batterie ist, desto weniger Energie kann sie beim Laden aufnehmen und beim Fahren abgeben. Dies liegt daran, dass Batterien chemische Systeme sind und chemische Prozesse bei niedrigeren Temperaturen langsamer ablaufen.

Eine konkrete Antwort auf diese Frage ist schwierig. Hier ein paar Aspekte, die dabei eine Rolle spielen:

  • Einschränkungen sind mittelfristig durch die Produktionskapazitäten für Strom gegeben, die momentan in Deutschland noch weit ausreichend sind. Bei Bedarf können auch neue Kapazitäten geschaffen werden.
  • Um Batterien herzustellen, benötig man seltene Erden. Sie sind auf der Erde nur in begrenzter Menge verfügbar. Allerdings verhält es sich bei Öl und somit Benzin und Diesel ebenso: Der Vorrat ist endlich. Im Moment zeichnet sich kein Engpass ab. Um Alternativen zu schaffen, wird an verschiedenen Materialien für Batterien geforscht.
  • Gottlieb Daimler sagte einst: „Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.“ Was er dabei nicht bedachte: Dass technologischer Fortschritt auch gesellschaftlichen Wandel mit sich bringt. Wenn sich das Nutzerverhalten in Zukunft ändert – beispielsweise durch Carsharing oder autonome Fahrzeuge – eröffnen sich neue Möglichkeiten bei Mobilitätsangeboten, an die wir bisher vielleicht noch gar nicht gedacht haben.

Privatpersonen und Unternehmen können den Umweltbonus beantragen. Er wird allerdings nur für Neufahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis des Basismodells von maximal 60.000 Euro gewährt. Eine aktuelle Liste förderfähiger Fahrzeuge und weitere Förderbedingungen finden Sie auf der Website des BAFA 
und in unserem Bereich So funktioniert der Umweltbonus.

Das Elektroauto

Ob Leasing für Sie attraktiver ist als der Kauf des Fahrzeugs, hängt vom Leasingmodell, der Fahrleistung und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Das Fahrzeug-Leasing hat den Vorteil, dass Sie stets ein Elektroauto erhalten, das technisch auf dem neuesten Stand ist. Gewerbetreibende können die Leasingraten außerdem als Betriebskosten geltend machen. Kaufen Sie ein Fahrzeug, sind Sie flexibler und beispielsweise nicht an eine bestimmte Kilometerleistung gebunden. Sie tragen jedoch auch technische Risikenm, wie einen Batterieausfall, selbst, ebenso wie das Restwertrisiko.

Viele gute Gründe sprechen für ein Elektroauto, z. B. die niedrigen Betriebskosten. Die Anschaffungskosten sind allerdings vergleichsweise hoch. Der Fahrzeug-Kostenrechner hilft Ihnen bei der Entscheidung.

Überprüfen sollten Sie ebenso, ob die Reichweiten für Ihre täglichen Fahrtstrecken ausreichen. Die eigene Lebenssituation ist neben der wirtschaftlichen Betrachtung ausschlaggebend, ob das Elektroauto für Sie zum Erfolg oder zum Flop wird.

Wer beim Kauf eines batteriebetriebenen Autos wirklich zum Umweltschutz beitragen und dabei flexibel bleiben möchte, sollte bei der Anschaffung einige Punkte beachten. Auf der Seite Wann man am besten ein E-Auto kauft haben wir wichtige Faktoren für Sie zusammengestellt.

Die Batterie-Kapazität lässt im Laufe der Zeit nach und damit verringert sich auch die Reichweite des E-Autos. Die Fahrzeughersteller geben in der Regel acht Jahre Garantie auf die Batterie. Ein technisch notwendiger Austausch, z. B. nach zwei oder drei Jahren, ginge also zu Lasten des Herstellers. Um die Nachhaltigkeit von E-Fahrzeugen zu verbessern, werden alte Batterien oft noch weiter genutzt, z. B. als stationäre Speicher, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.

Als Elektrofahrzeuge werden alle Fahrzeuge mit Elektroantrieb bezeichnet. Nach der Ausgestaltung der Antriebstechnologie unterscheidet man rein Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), Brennstoffzellenfahrzeuge (FCHEV), Batterieelektrische Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerung (REEV), Plug-in Hybridfahrzeuge (PHEV) und Hybridfahrzeuge (HEV):

Batterieelektrische Fahrzeuge (battery electric vehicles – BEV) sind Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die ausschließlich eine Batterie als Energiequelle nutzen. Da diese Batterie aus dem Stromnetz geladen wird, sind Elektrostraßenfahrzeuge abhängig von einer Ladeinfrastruktur.

Hybrid-Elektrofahrzeuge (hybrid electric vehicles – HEV) sind Fahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsantrieb. Dabei wird die Batterie über einen Generator in der Regel durch den Verbrennungsmotor bzw. durch die Rückgewinnung von Bremsenergie (Rekuperation) aufgeladen. Eine Sonderform sind Plug-In-Hybridfahrzeuge (plug-in hybrid electric vehicles – PHEV), bei denen die Batterie auch per Stecker am Stromnetz („plug-in“) geladen werden kann.

Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung (range extended electric vehicles – REEV) sind Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die neben der Batterie noch zusätzliche Aggregate als Energiequelle benutzen, um ihre Reichweite zu verlängern. In der Regel handelt es sich dabei um Verbrennungsmotoren oder Brennstoffzellen, die über einen Generator Strom erzeugen.

Brennstoffzellenfahrzeuge (fuel cell electric vehicles – FCHEV) sind Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die eine Brennstoffzelle als Energiequelle nutzen. Dabei wandelt eine chemische Reaktion den zugeführten Brennstoff direkt und ohne thermischen Zwischenschritt in elektrische Energie.

Es gibt eine europäische Norm für Ladestecker (in Deutschland als DIN-Norm DIN EN 62196 gültig). Sie wird allerdings noch nicht von allen Fahrzeugherstellern umgesetzt. Zum Wechselstromladen wird der Typ2-Stecker verwendet, auch Mennekes-Stecker genannt. Für das Gleichstromladen ist ein Stecker nach dem „Combined Charging System“ (CCS) notwendig. Die meisten Fahrzeuge haben auch ein Kabel für den Anschluss an eine handelsübliche Haushaltssteckdose. So lässt sich das Fahrzeug im Notfall auch ohne entsprechende Ladeeinrichtung aufladen.

Keine Treffer gefunden
Angesteckt?

Regelmäßiges Update gefällig? Trends, Ratgeber, News und Produkte: Mit unserem kostenlosen Newsletter bekommen Sie 1 Mal pro Monat die neuesten Beiträge rund ums Thema E-Mobilität und Ladetechnik direkt ins Postfach.

Hi, ich bin Elektra. Du kannst mir Fragen zur E-Mobilität stellen.