Kühlergrill von Hybrid-Auto

Hybridauto-Liste: Technik, Preise, Modelle

DAS Hybridauto gibt es nicht. Hinter den einzelnen Ausprägungen stehen verschiedene Konzepte für die Kombination von Elektromotor und Verbrenner – im Fall von Toyota beispielsweise sogar eine Markenstrategie, die sich von anderen unterscheidet.

Bis Ende September verzeichnete der Bund knapp 50.000 Förderanträge für reine Elektrofahrzeuge und 30.500 für Plugin-Hybride. Der Hauptgrund dafür dürfte in der höheren Fördersumme liegen. Neu zugelassen wurden laut Statistik des Kraftfahrtbundesamtes 97.313 Hybridfahrzeuge und 24.574 reine Elektroautos. Ihr Anteil an allen Neuzulassungen lag damit bei 3,6 beziehungsweise knapp 1 Prozent. Dass Hybridfahrzeuge so weit vorn liegen, hängt vermutlich mit der Breite des Angebots zusammen.

Kurze Typenkunde an Hybridautos

Ein Range Extender ist ein kleiner Verbrennungsmotor, der hilfsweise die reine Reichweite des Elektromotors ergänzt, damit man auch in abgelegenen Regionen sicher zur nächsten Tankstelle oder Ladestation kommt. Umgekehrt beim Mild-Hybrid: Hier dient das elektrische Aggrgeat ähnlich wie ein Turbolader nur der Unterstützung des Elektromotors.

Ein Plug-in-Hybrid („Phev“) unterscheidet sich dadurch vom „normalen“ Hybrid, dass über das Stromnetz geladen werden kann, nicht nur über den Motor.
Und schließlich gibt es die Unterscheidung zwischen parallelem und seriellem Hybrid. Beim Parallelhybrid können beide Motoren das Fahrzeug antreiben. Beim seriellen Hybrid sind Verbrennungsmotor und Elektromotor hintereinander angeordnet, der Verbrenner versorgt den Elektromotor über einen Generator mit Strom und lädt die Akkus; den eigentlichen Antrieb übernimmt der Elektromotor.

Vorteil Umwelt bei Hybridautos: Beispiel Toyota Prius

Was alle Hybride eint ist die Fähigkeit des Fahrzeugs, längere oder kürzere Strecken mit elektrischer Unterstützung zurückzulegen. Schafft der Elektromotor das allein, verlieren Durchfahrtsbeschränkungen oder Fahrverbote ihren Schrecken. Ein gutes Beispiel ist der bekannteste Vertreter seiner Art: Der Toyota Prius hat eine Lithium-Ionen-Batterie mit 8,8 kWh (zum Vergleich: Nissan Leaf 40 kWh). Im batterieelektrischen Betrieb leisten die beiden Elektromotoren 68 Kilowatt und er erreicht 135 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit.

Der Durchschnittsverbrauch für Plug-in-Hybride wird nach eigenen Regeln ermittelt: Der Hersteller nennt 1 Liter Superbenzin sowie 7,2 kWh Strom auf 100 Kilometern. Das entspricht CO2-Emissionen von nur 22 Gramm pro Kilometer. Der kombinierte Verbrauch beginnt ab 3,4 Liter. Mehr als 50 Kilometer beträgt die rein elektrische Reichweite. Und vollends „hybrid“ fährt der Prius, wenn er mit einem Solardach ausgestattet wird. Er gewinnt dadurch 1.000 Kilometer Reichweite im Jahr.

Förderung von Hybridautos

Seit September ist die Förderung von Plug-In Hybriden auf das neue Messverfahrens nach WLTP („worldwide harmonized light vehicles test procedure „) umgestellt. Förderfähig sind nur jene Elektrofahrzeuge, die höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Das zuständige BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) hat die entsprechende Liste Ende November 2018 aktualisiert.  Sie verzeichnet 122 reine Elektrofahrzeuge und 42 Plugin-Hybridmodelle, darunter 11 Volvo-Modelle, 7 von Kia und 5 Toyota-Prius-Varianten.

Und die Zukunft?

Motorexperten geben dem Hybridantrieb gute Chancen, allerdings eher auf mittlere Sicht. Für Helmut List, Gründer und Leiter von AVL, des weltweit größten, unabhängigen Unternehmens für die Entwicklung und Prüfung von Antriebssystemen, sind sie ein „bezahlbarer, gangbarer Weg“. Langfristig sei auch mit der Wasserstofftechnologie zu rechnen. Beim Wiener Motoren-Symposium, einem Treffen von 1.000 internationalen Motorexperten im September, gab es ein gemischtes Meinungsbild. Offensichtlich kann keine Antriebstechnik einen Alleinvertretungsanspruch für die Zukunft erheben.

Anders auf der Seite des Marktes: China möchte bis 2030 einen Marktanteil von 40 bis 50 Prozent bei den „new energy vehicles“ erreichen. Hersteller wie Mazda und Volvo haben bereits für die nächsten Jahre den Abschied vom reinen Verbrennungsmotor angekündigt. Der Hybridantrieb wird zur klassischen Brückentechnologie, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und Umweltvorgaben einzuhalten, vor allem für den urbanen Verkehr.

Liste: Hybridautos 2018 – Preise im Vergleich

Eine Auswahl gängiger Modelle

Hersteller Modell Verbrauch (Liter je 100 km) CO2-Emissionen (Gramm/km) Elektrische Reichweite in Kilometer Preis in Euro
BMW 225xe iPerformance Active Tourer 2,1 l 49 g 39 km 39.650,- €
BMW 530e iPerformance Limousine 2,3 l 52 g 50 km 56.000,- €
Hyundai IONIQ Plug-in-Hybrid 1,1 l 26 g 63 km 29.900,- €
Kia Niro Plug-in Hybrid 1,3 l 29 g 58 km 32.750,- €
Kia Optima Plug-in Hybrid 1,6 l 37 g 54 km 40.490,- €
Land Rover Range Rover P400e Plug-in Hybrid 3,1 l 72 g 51 km 120.000,- €
Lexus GS 300 h 5,0 l 110 g 2 km 47.100,- €
Mercedes C 300 de 1,6 l 42 g 56 km 53.000,- €
MINI Countryman Cooper S E ALL4 2,5 l 56 g 41 km 37.500,- €
Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander 1,8 l 40 g 54 km 39.990,- €
Porsche Panamera 4 E-Hybrid 2,5 l 56 g 25 km 109.219,- €
Toyota Auris Hybrid 3,7 l 85 g 23.490,- €
Toyota Prius Plug-in Hybrid 1,0 l 22 g 50 km 37.550,- €
Volvo V90 T8 Twin Engine AWD 2,2 l 49 g 44 km 71.300,- €
Volvo XC60 T8 Twin Engine AWD 2,4 l 55 g 42 km 69.270,- €
Volvo XC90 T8 Twin Engine AWD 2,6 l 59 g 40 km 73.750,- €
VW Golf GTE 1,8 l 40 g 45 km 36.900,- €
VW Passat GTE Variant 1,8 l 40 g 50 km 45.250,- €

 

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