Die Zukunft der Mobilität - Elektroautos spielen für den Verkehr von morgen eine wichtige Rolle

Wie sieht der Verkehr von morgen aus?

Noch nie war die Menschheit so viel unterwegs wie heute. Doch so schön es ist, wenn die Welt zum Dorf wird, so gravierend sind die Folgen für die Umwelt. Und der Verkehr soll in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Innovative Lösungen mit Elektroautos sollen den Verkehr der Zukunft schneller und komfortabler machen.

Etwa 300 Millionen Mal pro Tag sind in Deutschland Menschen von A nach B unterwegs. 300 Millionen Wege – von zu Hause zum Einkaufen, zur Arbeit, zu Freunden, zu den Großeltern, zum Sport, Konzert und so weiter. Gründe gibt es genug, um aus dem Haus zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren, mit Motorroller, Auto, Bus und Bahn. Mobilität ist einer der Megatrends, der die Welt vor große Herausforderungen stellt. Dazu kommen als gesellschaftliche Entwicklungen die Urbanisierung, Individualisierung und Digitalisierung, in Deutschland außerdem noch die zunehmende soziale Kluft zwischen Stadt und Land sowie der demografische Wandel einer immer älter werdenden Bevölkerung.

Zahlen und Fakten: Verkehrswachstum und CO2-Belastung

Nicht nur Bewohner von Ballungszentren merken, dass der Verkehr zunimmt. Auch in Klein- und Mittelstädten wird es auf den Straßen immer enger. Das belegen Statistiken: Der Personenverkehr in der EU hat seit 1990 um ein Drittel zugelegt und wächst laut Prognosen bis 2030 um noch einmal so viel. Auf noch größere Steigerungsraten sollen Güter-, Schiffs- und Flugverkehr kommen. Mehr Verkehr heißt mehr Klima- und Umweltbelastung.

Mobilität der Zukunft - So sieht der Verkehr von morgen aus

In China hat sich die Zahl der Fahrzeuge in zwölf Jahren vervierfacht ©iStock – chinaface

Schon jetzt steuert der Verkehr fast ein Viertel des weltweiten CO2-Ausstoßes bei und ist nach der Stromproduktion der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen. Dazu kommen Gigatonnen an Luftschadstoffen wie Stickoxid, Schwefeldioxid, Kohlenwasserstoff, Ruß, Kohlenmonoxid und was Verbrennungsmotoren sonst noch alles von sich geben.

Die verkehrsbedingten Emissionen liegen heute bereits rund 60 Prozent höher als 1990, auch verursacht durch einen Verkehrsboom in den Entwicklungs- und Schwellenländern. In Indien beispielsweise hat sich der Kraftfahrzeugbestand zwischen 2008 und 2015 auf 210 Millionen Fahrzeuge verdoppelt, in China hat sich die Zahl in zwölf Jahren auf rund 200 Millionen Fahrzeuge mehr als vervierfacht.

Abschied vom Privat-Pkw?

Die Einstellung zu Auto und Verkehr ändert sich jedoch langsam. Auf der Wunschliste junger Menschen in den Großstädten rangiert heute ein eigenes Auto ganz weit hinten. Abwechselnd zu Fuß, mit dem Rad, öffentlichem Nahverkehr und Carsharing ans Ziel zu kommen ist nicht nur für hypermobile Hipster völlig normal. Selbst der Automobilclub ADAC muss in seiner Studie „Mobilität 2040“ erkennen: „Was vor uns liegt, ist der Beginn eines neuen, multimobilen Zeitalters.“ 125 Jahre nach Erfindung des Pkw kommt der langsame Abschied von ihm, die Art von Mobilität wie wir sie jahrzehntelang praktiziert haben, erlebt gegenwärtig einen historischen Einschnitt.

Für den rapiden Imageverlust des Autos nennt der ADAC mehrere Gründe: „Das eigene Auto, das lange Zeit vor allem für die Deutschen ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit war, ein Ausdruck der Persönlichkeit und des sozialen Status, verliert seine einstigen Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln, insbesondere seine eigentliche Funktion: Angenehm und schnell von A nach B zu kommen gelingt mit ihm angesichts überfüllter Straßen und staugeplagter Städte nicht mehr überall.“ Staus und Parkplatzmangel kosten Zeit, Geld und Nerven und verschmutzen sinnlos die Umwelt. Allein für Deutschland berechnet das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan die volkswirtschaftlichen Kosten der Staus auf jährlich 17 Milliarden Euro.

Nur 1,4 Personen sitzen im Durchschnitt in einem Auto. Staugeplagte Ballungszentren benötigen bereits jetzt einen neuen Verkehrsmix: Kriechverkehr, steigende Kraftstoffpreise, wenige und teure Parkplätze, eine drohende City-Maut sowie die Verschärfung der Abgaswerte machen die Fahrt mit dem eigenen Auto in die Stadt unattraktiv.

Intelligente Verkehrssysteme für individuelle Lösungen

Der Wandel der Mobilität ist bereits in vollem Gange, der Verkehr von morgen wird intelligent gesteuert und digital vernetzt. Je nach Verkehrssituation, Wetter, persönlichen Terminen und eigener Gefühlslage navigiert das System die Nutzer immer bestmöglich durch den Alltag: Droht wegen eines Unfalls auf dem Weg ins Büro Stau und es herrscht sonniges, trockenes Wetter, schlägt das System als schnellstes Verkehrsmittel zum Beispiel Fahrrad und S-Bahn vor. Zeigt der Kalender abends eine Verabredung zum Sport und Regen an, weiß das System, dass der Nutzer größeres Gepäck trockenen Fußes transportieren will und schlägt eine andere Lösung vor.

Das Deutsche Institut für Urbanistik (DifU) in Berlin zählt die Trends der urbanen Verkehrsentwicklung auf:

  • micromodal – es werden mehr Zweiräder, vor allem E-Bikes und Elektroroller genutzt;
  • intermodal – die Menschen wechseln mehrmals das Verkehrsmittel, nutzen Bus und Bahn, Leihauto und Mietrad;
  • multimodal – die Verkehrsmittel werden situationsbedingt gewählt: Heute werden Bahn und Rad kombiniert, morgen S-Bahn, Flugzeug und Leihwagen.

Video: Die Zukunft der Mobilität – Szenarien für Deutschland in 2035

Der Pkw wird – besonders in ländlichen Regionen – ein wichtiges Fortbewegungsmittel bleiben, jedoch nicht mehr die erste Wahl sein, sondern als Teil neuer, integrierter Mobilitäts- und Verkehrssysteme eine Option unter vielen. Die Automatisierung des Fahrens, von Ökostrom gespeiste Elektromobilität und digitale Vernetzung von Fahrzeugen und Menschen bringen Möglichkeiten, denen sich wegen des Komforts niemand verschließen kann. Experten rechneten auf dem Internationalen Transport Forum in Leipzig am Beispiel Lissabons durch, dass auf Privatautos gut verzichten werden könnte: Bei gleicher Nutzung der U-Bahn wie bisher und einem intensiven Carsharing rund um die Uhr wäre dieselbe Mobilität mit nur vier Prozent des derzeitigen Autobestands erreichbar.

Ein Carsharing-Auto ersetzt zehn Privat-Pkw

Auch in Deutschland etablieren sich immer mehr neue und innovative Verkehrskonzepte. 165 Carsharing-Unternehmen in bald 700 Städten und Gemeinden bieten ihre Dienste an, die mehr als 2,1 Millionen Bundesbürger nutzen. Ein Großteil der Fahrzeuge sind bereits Elektroautos, vom Kleinstwagen bis zum Transporter. Anders als bei klassischen Mietwagenfirmen stehen die Fahrzeuge nicht gesammelt an einem Ort zur Abholung bereit, sondern verteilt über das Stadtgebiet, die Nutzung wird minutenweise abgerechnet. Als Faustregel gilt bei Verkehrsexperten: Jedes neue Carsharing-Auto ersetzt zehn Privat-Pkw auf den Straßen.

Weiteres Beispiel: Die Deutsche Bahn erprobt derzeit in verschiedenen Städten einen kostenlosen Shuttle-Dienst mit Elektroautos ohne festen Fahrplan und Haltestellen für ihre Kunden. Bahnfahrer können sich künftig direkt von der Haustür abholen und zur nächstgelegenen Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs fahren oder sich dort abholen lassen. Intelligente Algorithmen bündeln gleiche Strecken mit mehreren Fahrgästen, ohne dass die Umwege für den Einzelnen zu lang werden.

Verkehrswende und Digitalisierung

Größte Hürde für die Verkehrswende sind die Menschen, die ihre Städte und ihren Lebensstil zu lange schon an die Bedürfnisse der Privatautos angepasst haben. Für zwei Drittel der Deutschen gehört ein eigenes Auto zum Leben dazu. Zwar nutzt bereits mehr als jeder Dritte (71 Prozent) in Deutschland ein Smartphone zur Navigation, bei den ab 60-Jährigen sind es 59 Prozent, doch nicht wenige Menschen benutzen kein Internet und möchten auch in Zukunft nicht online gehen.

Wie lassen sich digitalisierte Systeme organisieren, dass diese Menschen an der Zukunft der Mobilität teilhaben können? Denn gerade ältere Menschen, Bewohner ländlicher Regionen oder Personen ohne Führerschein oder eigenes Verkehrsmittel profitieren von einer besseren Verknüpfung von Transportmitteln und der Automatisierung erheblich.

Ob sich die Lust auf Mobilität jemals wieder legt, weiß niemand. Vielleicht sollten wir uns öfter an das alte Sprichwort erinnern: „Daheim ist’s am schönsten!“ Nicht mehr aus dem Haus gehen und alle Besorgungen und Kommunikation online erledigen ist für 81 Prozent der Deutschen aber auch keine Option.

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