Elektroauto an Ladesäule angeschlossen, davor im Vordergrund ein Benzinauto

ADAC-Kostenvergleich: E-Autos oft überraschend günstig

Elektroautos sind viel besser als ihr Ruf. Das ist das Ergebnis einer Analyse, bei der der ADAC sämtliche Kosten von je acht Elektro-, Benzin- bzw. Dieselautos miteinander verglichen hat.

Viele Menschen glauben, Elektroautos seien extrem teuer. Aber stimmt das auch? Der ADAC wollte wissen, wie die Bilanz nach Abzug der Umweltprämie ausfällt und ob sich die deutlich niedrigeren Wartungs- und Energiekosten von Elektroautos nicht über die Jahre der Nutzung ebenfalls zu Gunsten der Elektroautos durchschlagen.

Und tatsächlich: Nimmt man alle Kosten eines Autos zusammen – vom Kaufpreis über sämtliche Betriebs- und Wartungsaufwände bis zum Wertverlust –, dann schneiden Elektroautos immer häufiger überraschend gut ab, so die Vollkosten-Berechnung von acht ausgewählten E-Autos.

Wichtig bei der Methodik: Um die Kosten fair zu berechnen, wurden nur vom ADAC getestete Fahrzeuge miteinander verglichen, die eine vergleichbare Motorleistung und eine ähnliche Ausstattung aufweisen. Beim Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch wurden nicht die realitätsfernen Herstellerwerte verwendet, sondern die Werte, die der ADAC in seinen Autotests ermittelt.

Klare Sieger

Die vier Elektro-Modelle BMW i3s, Hyundai Ioniq Elektro, Smart fortwo coupé EQ prime und Tesla Model X waren deutlich günstiger als die entsprechenden Vergleichsmodelle mit konventionellem Antrieb. Am meisten überrascht zeigte sich der Auto-Club darüber, dass es billiger ist, ein Tesla Model X zu fahren als einen Audi SQ7 TDI. Und das sogar obwohl es keine 4000 Euro-Umweltbonus für den Tesla gibt. Der Tesla kostet pro Kilometer 1,32 Euro, beim Audi muss man mit Kosten von 1,38 Euro rechnen.

Die Verlierer

Der e-VW Golf kommt nicht an den ähnlich leistungsstarken und ausgestatteten Golf Diesel heran, lässt den Benziner allerdings hinter sich: Das Elektromodell kostet 48,6 Cent, der Diesel 47 Cent und der 1.5 TSI Benziner 49 Cent je Kilometer.

Eindeutig hinten landen die E-Autos von Nissan und Renault. Sie schneiden schlechter ab als die vergleichbaren Modelle. So kostet ein Kilometer beim Nissan Leaf 51,1 Cent, beim vergleichbaren Nissan Micra 0.9 IG-T jedoch nur 37,9 Cent. Beim Renault das gleiche Bild: Die elektrische Zoe kostet 48 Cent pro Kilomete, der Renault Clio TCe 90 36,4 Cent.

Wie der ADAC gerechnet hat

In seine Kostenberechnung hat der ADAC alle Aufwendungen einbezogen, die beim Autofahren anfallen. Dazu gehören zum Beispiel die Versicherung, die Kfz-Steuer, die Ausgaben für Wartung und Reparaturen, der Reifenverschleiß, die Kosten für Kraftstoff bzw. den Strom. Selbst eine Pauschale für die Wagenpflege von 250 Euro unabhängig von der Fahrzeuggröße floss mit in die Berechnung ein. Hinzu kommt der Wertverlust. Das ist die Summe, die übrig bleibt, wenn man Restwert des Fahrzeugs vom Kaufpreis abzieht. Grundlage aller Berechnungen war zudem eine Haltedauer von fünf Jahren bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern.

Mehr Infos zur ADAC-Analyse gibt es hier.

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