Frau und Mann laden blaues Renault Elektroauto
09.04.2020 von: Redaktion

Anspruch auf privates Laden im September?

Der Bundestag wolle den Anspruch auf eine private Lademöglichkeiten in Tiefgaragen oder auf Parkplätzen noch vor der Sommerpause beschließen, berichtet Golem.de.

Bei einer Verkündigung in diesem Juli werde das Gesetz dann am 1. September 2020 in Kraft treten, so der Nachrichtendienst. Dann könnten Wohnungseigentümer bauliche Veränderungen zum Laden von E-Mobilen verlangen. Auch Mieter hätten einen entsprechenden Anspruch. Die Reform war Ende März 2020 vom Bundeskabinett abgesegnet worden, noch fehlt die Zustimmung vom Bundestag.

Vorfahrt für die E-Mobilität

Bisher genügte in einer Eigentümergemeinschaft der Einspruch eines Besitzers, um die Installation einer Wallbox für E-Autos oder Steckdosen für E-Bikes zu verhindern. Auch Vermieter konnten das Nachrüsten der Ladestationen in Wohngebäuden blockieren. Das soll künftig nicht mehr möglich sein, wenn Mieter oder Miteigentümer einen Stromanschluss auf eigene Kosten legen lassen wollen.

Das gilt auch für Glasfaseranschlüsse mit hoher Kapazität. Zudem sollen Eigentümerversammlungen künftig digital stattfinden können. Auch soll es einfacher werden, Gebäude energetisch zu sanieren, vor Einbrüchen zu schützen oder Barrieren etwa für Behinderte zu beseitigen.

Anfang März 2020 hatte das Kabinett schon das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastrukturgesetz (GEIG) verabschiedet. Dieses verlangt, dass alle Parkplätze in neu errichteten oder umfassend renovierten Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen mit Leerrohren für Wallboxen ausgerüstet sein müssen.