Drohne und E-Auto als Flugtaxi
14.12.2018 Automodelle

Audi lässt Taxis fliegen

Anfang Dezember zeigten Audi, Airbus und Italdesign auf der Amsterdam Drone Week erstmals einen fliegenden und fahrenden Prototypen des „Pop.Up Next“. Das neuartige Flugtaxi-Konzept kombiniert ein selbstfahrendes E-Auto mit einer Passagierdrohne.

Audi hat vor Kurzem ein Flugtaxi präsentiert, das aus zwei Modulen besteht: Eines fliegt, das andere fährt. Mit dieser Entwicklung positioniert sich der Ingolstädter Autobauer als Mobilitätsdienstleister. Als Kunden hat Audi vor allem Menschen im Blick, die bequeme Robotoertaxis nutzen, weil sie keinen Führerschein haben oder geschäftlich unterwegs sind. Wenn man es schaffe, Verkehr intelligent auf die Straße und den Luftraum zu verteilen, profitierten Städte und ihre Bewohner gleichermaßen, so Audi.

Flugtaxi-Service in Großstädten

Beim ersten öffentlichen Testflug setzte das Flugmodul des Taxis eine Passagierkapsel zielsicher auf der Fahrzeugplattform ab. Diese fuhr anschließend autonom vom Testgelände. Allerdings: Beim „Pop.Up Next“ handelt es sich noch um ein Modell im Maßstab 1:4. Doch schon im nächsten Jahrzehnt will Audi den Flugtaxi-Service in Großstädten anbieten. Die Idee: Die Benutzer stehen nicht länger im Stau, sondern können vollkommen stressfrei entweder einfach nur im Taxi entspannen oder auch arbeiten.

Anruf genügt, Flugtaxi kommt

Wie ein On-Demand-Service aussehen könnte, testet Audi zusammen mit der Airbus-Tochter Voom schon seit ein paar Monaten in Mexiko und Brasilien. Kunden ordern dabei Hubschrauberflüge und werden in einem „normalen“ Audi zum Flughafen beziehungsweise nach Hause chauffiert. So will man sich ein Bild von den Bedürfnissen der Kunden machen. Außerdem unterstützt das Unternehmen das Ingolstädter Flugtaxi-Projekt „Urban Air Mobility“, bei dem der Flugtaxi-Testbetrieb am Audi-Standort vorbereitet wird. „Urban Air Mobility“ ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts der EU im Rahmen des Marktplatzes für „European Innovation Partnership on Smart Cities and Communities“. Ziel dieser Initiative ist es einerseits, die Bürger von der neuen Technologie zu überzeugen. Andererseits will das Projekt Fragen rund um Batterietechnik, Regulierung, Zertifizierung oder Infrastruktur beantworten.

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