Schild Ladestation

Ausbau öffentlicher Ladesäulen geht voran

Innerhalb von fünf Monaten hat sich die Zahl der öffentlichen und teilöffentlichen Ladepunkte in Deutschland um über 2.600 bzw. 20 Prozent erhöht, meldet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Besonders Energieversorgungsunternehmen geben beim Ausbau der Ladeinfrastruktur Gas.

Über 16.100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte hat der BDEW in seinem Ladesäulenregister erfasst. Ende Juli waren es noch rund 13.500 Ladepunkte. Über drei Viertel der Ladesäulen werden von der Energiewirtschaft betrieben. Daran sehe man, dass die Energieunternehmen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter aufs Tempo drücken – obwohl bisher kaum E-Autos auf den Straßen rollen, sich der Betrieb der Ladesäulen bisher also kaum rentiert.

Investition in die Zukunft

In Thüringen, Hamburg und Berlin komme gerade einmal eine Handvoll E-Autos auf einen Ladepunkt, so der Verband. Die Energieversorger investierten in die Zukunft und leisteten ihren Beitrag, damit die Verkehrswende endlich an Fahrt aufnimmt. Aktuell sind beim Kraftfahrtbundesamt rund 150.000 Pkw mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb gemeldet. Unter den 3,2 Millionen Pkw, die zwischen Januar und November 2018 neu zugelassen wurden, waren gerade einmal 1,6 Prozent elektrisch betriebene Autos.

Es muss schneller gehen

Deswegen fordert der Verband, dass die Verbreitung von E-Autos schneller vorangehen muss. Sonst, so die Bedenken, werde der Verkehrssektor die Klimaschutzziele 2030 um Lichtjahre verfehlen. Nach wie vor gebe es wenige Modelle, die in Preis und Leistung mit Verbrennern konkurrieren könnten.

Interesse ist da

Das Interesse in der Bevölkerung an Elektromobilität ist da: Immerhin haben sich laut einer repräsentativen BDEW-Umfrage bereits 29 Prozent der befragten Personen über E-Autos informiert. Demnach planen 5 Prozent der Befragten, sich ein E-Auto anzuschaffen. Ein wichtiger Faktor bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs sei zudem der Zugang zu privater Ladeinfrastruktur, so der BDEW. Die Regierung sollte daher mehr Tempo machen, wenn es darum geht, die Installation von Ladeinfrastruktur im privaten Raum zu erleichtern. Dafür müssten Fördermittel vergeben werden und Anpassungen im Wohneigentumsrecht stattfinden. Immerhin gingen im privaten Raum rund 80 Prozent der Ladevorgänge über die Bühne.

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