Blaues Elektroauto lädt an einer öffentlichen Ladestationen
28.09.2021 Wirtschaft von: Redaktion

Autozulieferer setzen auf E-Mobilität

Die große Mehrheit der Automobilzulieferer setzt auf Elektromobilität, so eine gemeinsame Umfrage des Verbandes der Automobilindustrie und des Beratungsunternehmens Deloitte.

 

Große Mehrheit sieht E-Mobilität als Standard

Mehr als 80% von insgesamt 83 befragten Zulieferern sind davon überzeugt, dass sich die E-Mobilität als Technologiestandard durchsetzen wird. Ebenfalls gut 80% erklärten, bereits mit der Umstellung auf E-Mobilität begonnen zu haben. Im Vergleich dazu meinen nur 10% der Zulieferer, es gebe keinen Grund zur Transformation, weil sie wegen ihres Produktportfolios nicht betroffen seien.

 

Vollständiger Wechsel erst ab 2030

Mit einer vollständigen Verdrängung des Verbrennungsmotors rechnen 88% der befragten Unternehmen erst ab 2030. Zudem glauben einige der Zulieferer, dass sich Brennstoffzellen (30%) oder synthetische Kraftstoffe (40%) ebenfalls als (zusätzlicher) Standard entwickeln könnten. Mehr als 30% ihrer Forschungs- und Entwicklungsausgaben wollen die Zulieferer in die E-Mobilität stecken. Um Kompetenzen in der Elektromobilität aufzubauen, wollen 85% Gewinne aus der traditionellen Verbrennertechnologie einsetzen. Das zeige, dass die befragten Unternehmen davon ausgingen, dass der Absatz von E-Autos weiterhin deutlich steigen werde, so Deloitte.

 

Politische Unterstützung bei der Transformation

Ein Großteil der Zulieferer habe bereits die Hälfte des Weges ins elektrische Zeitalter zurückgelegt, so die Studie. Rund 65% der Unternehmen befinden sich auf den mittleren drei Werten der siebenstufigen Transformationsskala. 5% ständen vor dem Sprung in die Elektromobilität.

Von der Politik wünschen sich die Zulieferer als Unterstützung im Transformationsprozess vor allem niedrigere Steuern und Energiekosten, Bürokratieabbau und einen schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur, so ein weiteres Studienergebnis.