31.08.2020 Forschung & Wissenschaft von: Redaktion

Studie belegt: E-Autos verursachen viel weniger CO₂ als bisher angenommen

Ein Tesla Model 3 stößt 65 Prozent weniger CO₂ aus als eine Mercedes C-Klasse: Das ist eines der Ergebnisse aus einer Studie der TU Eindhoven, die dem Spiegel vorliegt.

Elektroautos verursachen einen viel geringeren CO2-Ausstoß als bisher angenommen. Das zumindest hat laut dem Spiegel eine von der Technischen Universität Eindhoven im Auftrag der Grünen Bundestagsfraktion erstellte Studie ergeben. Der Untersuchung aus den Niederlanden nach verantworten aktuelle E-Autos im Vergleich zu Verbrennern auch bei Berücksichtigung der Akkufertigung sowie des Stromverbrauchs deutlich weniger Treibhausgase.

CO₂-Rückstand durch Batterieproduktion ist schnell wettgemacht

So verursache ein Tesla Model 3 der Studie zufolge pro Kilometer 91 Gramm CO₂-Äquivalent pro Kilometer – das sind 65 Prozent weniger als die 260 Gramm eines Mercedes C 220d. Eingerechnet sind die Herstellung beider Fahrzeuge sowie die Emissionen aus der Produktion von Strom und Kraftstoff eingerechnet. Damit hat der Tesla der Studie zufolge seinen CO₂-Rückstand durch die Produktion der Batterie bereits nach 30.000 Kilometern wettgemacht.

Der Herstellungsprozess des E-Autos ist mit 51 Gramm CO₂-Äquivalent pro Kilometer für den Stromer zwar deutlich klimaschädlicher als der des Mercedes mit 32 Gramm. Beim Fahren des Tesla Stromers fallen aber nur 40 Gramm pro Kilometer an – beim Mercedes-Diesel dagegen 228.

Ähnlich verhält es sich bei kleineren Fahrzeugen. Ein VW eGolf  stößt z.B. laut der Studie pro Kilometer 78 Gramm CO₂-Äquivalent aus – 54 Prozent weniger als ein Toyota Prius mit 168 Gramm. Damit hat der eGolf seinen CO₂-Rucksack durch die Produktion der Batterie nach 28.000 Kilometern ausgeglichen.

Elektroautos haben eine längere Lebensdauer

Anders als Studien wie die des ifo-Instituts herausgefunden haben, gehen die Studien-Verantwortlichen der TU Eindhoven von einer deutlich längeren Lebensdauer von Stromern aus. Inklusive Stromspeicher würden „empirische Daten zeigen, dass moderne Batterien höchstwahrscheinlich eine Laufzeit von mehr als 500.000 km haben werden“, heißt es in der Studie. Die Autoren nehmen deshalb eine Lebensdauer von 250.000 Kilometern für Auto und Batterie an. Das sei realistisch, bestätigt auch PSI-Forscher Bauer. So gehe auch die Industrie heute davon aus, dass die Batterie so lange halte. Das ifo-Institut hatte von 150.000 Kilometer Batterie-Lebenszeit gesprochen.

Unterschied zu vergangenen Studien

Trotz des derzeitigen Elektroauto-Booms wurden in der Vergangenheit immer wieder Kritik an den abgasfrei fahrenden Stromern laut – vor allem an ihrer möglicherweise nur vermeintlich guten Ökobilanz. So bescheinigte eine Studie des ifo-Instituts noch im April 2019 – im Widerspruch zur aktuellen Studien – einem Tesla Model 3 eine schlechtere CO₂-Bilanz als einer Mercedes C-Klasse mit Dieselmotor. Dabei wurde jedoch unter anderem der steigenden Anteil erneuerbarer Energien außer Acht gelassen.

Die deutlich niedrigeren Werte im Vergleich zu älteren Studien erklären die Autoren der TU-Studie durch mehrere Unterschiede zu bisherigen Studien. Viele Studien gingen in der Vergangenheit davon aus, dass bei der Produktion einer Kilowattstunde Batteriekapazität 175 Kilogramm CO₂-Äquivalent anfielen. Dieser Wert einer umstrittenen schwedischen Studie aus dem Jahr 2017 gilt mittlerweile jedoch als veraltet. 2019 wurde diese Studie aktualisiert und ging dann nur noch von 85 Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Kilowattstunde aus. Basierend auf jüngsten Veröffentlichungen und Daten des Elektroautoherstellers Tesla gehen die Autoren der aktuellen Studie von einem Mittelwert von 75 Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Kilowattstunde Batteriekapazität aus.

 

Auf der Suche nach einer Ladelösung? Lassen Sie sich beraten! Wir helfen Ihnen auf Ihrem Weg in Richtung Elektromobilität.

Ihre Angaben
Bitte geben Sie einen Vornamen an
Bitte geben Sie einen 2ten Vornamen an
Bitte geben Sie einen Nachnamen an
Ungültige Postleitzahl
Bitte geben Sie Ihre Telefonnummer an
Bitte geben Sie an, wann Sie erreichbar sind
Ungültige E-Mail-Adresse
Bitte geben Sie eine Nachricht an

Bitte akzeptieren Sie die Einverständniserklärung

Bitte akzeptieren Sie die Newsletteranmeldung

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir haben Ihre Daten übermittelt. Unser Partner wird sich an Sie wenden, um den weiteren Ablauf zu besprechen. Vielen Dank für Ihr Anfrage!

vorherige Frage