Ein Auto aus Blättern mit einer CO2 Wolke und Batterie im Hintergrund.
20.12.2018 Politik von: Redaktion

EU beschließt Senkung des CO2-Ausstoßes von Neuwagen

Um die Klimaziele der Europäischen Union zu erreichen und Emissionen zu reduzieren, haben sich Ministerrat und EU-Kommission auf neue Klimaschutzziele für die Autoindustrie geeinigt. Demnach sollen Pkw-Hersteller bis 2025 den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagen um 15 Prozent und bis 2030 um 37,5 Prozent reduzieren. Für leichte Nutzfahrzeuge ist eine Senkung der Emissionen um 31 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021 vorgesehen.

Laut Berichten des Handelsblatts soll für Pkw und Transporter bis 2025 ein verbindliches Zwischenziel mit einer CO2-Reduzierung von 15 Prozent gelten. Der Europarat und das Europarlament müssen den Beschlüssen noch zustimmen, damit die Vorgaben verbindlich in Kraft treten.

Die Lösung heißt E-Mobilität

Um CO2-Emissionen drastisch zu senken und die neuen Vorgaben nachhaltig umsetzen zu können, müssen Pkw-Hersteller neben Diesel-Autos und Benzinern immer mehr reine Elektroautos herstellen und auf den Markt bringen. Das erfordert eine schnelle Umstellung der Hersteller. Der europäische Verbraucherverband BEUC unterstreicht, dass niedrige CO2-Werte weniger Verbrauch bedeuten und sich dadurch Sprit und Geld sparen lassen.

Kritik der deutschen Automobilindustrie

Aus der Autoindustrie hagelt es Kritik an dem neuen Beschluss. „Die deutsche Automobilindustrie steht für eine emissionsfreie Zukunft der Mobilität. Sie muss aber bezahlbar und umsetzbar sein”, äußert sich Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die Regulierung fordere zu viel und fördere zu wenig. Auch die Gefährdung von Arbeitsplätzen sprach der VDA Präsident an. „Klimaziele sind nur dann wirksam, wenn sie erfüllbar sind”.

Rebecca Harms, die Umweltexpertin der Partei Bündnis90/Die Grünen, nannte den Beschluss hingegen ein Armutszeugnis. Sie betonte aber auch: „Dieser Kompromiss ist das Beste, was mit den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zu erreichen war.“ Die EU-Institutionen hatten zuvor Schwierigkeiten, eine Einigung zu finden.

Belohnung für Verkauf von Hybriden und Elektroautos

Europaparlamentarier drängten zunächst auf eine wesentlich ambitioniertere Senkung des durchschnittlichen CO2-Ausstoßes als Rat und EU-Kommission. Zudem forderten die Abgeordneten Strafen für Hersteller, die bis 2030 keine Mindestquote von emissionsarmen Fahrzeugen erfüllen. Der Kompromiss: Unternehmen sollen mit Nachlässen bei den CO2-Vorgaben belohnt werden, wenn sie besonders viele Plug-in-Hybride oder Elektroautos verkaufen.

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