29.04.2019 Wirtschaft von: Redaktion

Hamburg: Erster e-mobiler Busbetriebshof eröffnet

Die Hamburger Hochbahn AG hat im Stadtteil Alsterhof einen neuen Busbetriebshof für Elektrobusse eröffnet. Von dem 45.000 m2 großen Gelände aus sollen schon bald 240 E-Busse auf ihre Touren durch die Hansestadt starten.

Schon in drei Jahren werde die Hälfte aller Busse von Alsterdorf emissionsfrei fahren, sagte Henrik Falk, der Vorstandsvorsitzende der Hochbahn, bei der feierlichen Eröffnung. Ein solches Projekt sei für das Unternehmen, aber auch für Hamburg eine echte Zeitenwende: weg vom Diesel und hin zu einem noch umweltfreundlicheren und attraktiveren Nahverkehrsangebot.

Schritt für Schritt sauberer

Momentan gehören 1000 Busse zur Flotte des Unternehmens, ab 2020 will die Hochbahn nur noch emissionsfreie Busse ordern. Vier serienreife Fahrzeuge sind bereits in Hamburg im Linieneinsatz, 26 weitere folgen noch in diesem Jahr, 2020 sollen noch einmal 30 neue E-Busse hinzukommen. Innerhalb einer Dekade soll die Umstellung auf eine rein elektrisch betriebene Busflotte vollzogen sein.

Nachhaltig vom Dach bis zum Boden

Für die Wartung der Elektro-Busse werden künftig bis zu 60 Beschäftigte in der Werkstatt mit 14 Spuren und modernsten Dacharbeitsplätzen für die E-Bus-Flotte arbeiten. Daneben gibt es zwei Nebenwerkstätten und eine Waschstraße, die selbstverständlich umweltfreundlich mit aufbereitetem Regenwasser läuft. Die Dächer aller Gebäude und Carports sind begrünt. Der Busbetriebshof wird von einer hohen Schallschutzwand mit Grüngürtel umgeben. Das Verwaltungsgebäude mit den Sozialräumen für bis zu 600 Busfahrer steht am Eingang zum Betriebsgelände.

Spannung garantiert

Direkt gegenüber befindet sich das Umspannwerk. Hier ist der E-Bus-Betriebshof an das Stromnetz Hamburg angeschlossen. Die 110 kV-Spannung wird hier auf 20 kV umgewandelt. Diese Spannung wird benötigt um künftig 240 E-Busse mit Strom zu versorgen. Die Gesamtanschlussleistung auf dem Busbetriebshof beträgt 25 MW und entspricht damit der Versorgung einer Kleinstadt mit 40.000 Einwohnern. Auf dem Gelände sollen auch serienreife Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Range-Extender erprobt und eingesetzt werden, weil sie eine hohe betriebliche Flexibilität aufgrund der möglichen hohen Reichweiten versprechen. Deswegen sei auch eine Lagerstätte für den Wasserstoff geplant, mit dem die Brennstoffzellen-Busse betankt werden, hieß es.

Hamburg investiert kräftig in nachhaltige Mobilität

Die Gesamtinvestitionen für den E-Bus-Betriebshof belaufen sich auf 73 Millionen Euro. Die Baukosten blieben mit 60 Millionen Euro rund 10 Millionen unter der Planung. Die Investitionen in die Ladeinfrastruktur werden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie mit 6,4 Millionen Euro gefördert. Die sechs weiteren Busbetriebshöfe der Hochbahn sollen nach und nach auf E-Mobilität umgerüstet werden, so das Unternehmen.

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