10.12.2019 Ladeprodukte von: Redaktion

Projekt „i-rEzEPT“: Wie sich E-Autos ins Stromnetz integrieren lassen

Anfang kommenden Jahres startet das Projekt „i-rEzEPT“, bei dem Nissan gemeinsam mit verschiedenen Partnern die Integration von Elektroautos in öffentliche und private Stromnetze erprobt.

Der Projektname „i-rEzEPT“ steht für „Intelligente Rückspeisefähige Elektrofahrzeuge zur Eigenstrommaximierung und Primärregelleistungsmarkt-Teilnahme“. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Nissan gemeinsam mit Bosch Software Innovations und den Fraunhofer-Instituten IAO und IFAM. Es wi

rd vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität mit insgesamt 2,39 Millionen Euro unterstützt. Die Initiatoren wollen damit die Verbreitung und Akzeptanz von Elektroautos weiter vorantreiben.

So wird getestet

Bei „i-rEzEPT“ kommen 20 Nissan Leaf E-Autos und 20 rückspeisefähige Ladestationen zum Einsatz, 15 davon in ausgewählten Einfamilienhäusern. Die Autos können überschüssige Solarenergie, die die PV-Anlagen auf den Hausdächern der Nutzer produzieren, in ihrer Batterie zwischenspeichern und bei Bedarf an den Haushalt abgeben oder in das öffentliche Netz einspeisen. So wird getestet, ob E-Autos eine tragende Rolle bei der Sicherung einer stabilen Energieversorgung spielen und ihren Besitzern durch diesen Service zusätzliche Einnahmen verschaffen könnten. Das Energiemanagement zwischen Fahrzeugbatterie, Strombedarf im Haushalt und öffentlichem Energiemarkt regelt ein spezieller Controller von Projektpartner Bosch.

Das Rezept für die Zukunft?

Nissan stellt für „i- rEzEPT“ unter anderem die Elektroautos und die Lade-Infrastruktur zur Verfügung. Der Nissan LEAF ist bis heute das einzige vollelektrische Serienfahrzeug, das über eine bidirektionale, also rückspeisefähige Lademöglichkeit verfügt (Vehicle to Grid, V2G) und damit elektrische Energie sowohl aus dem Stromnetz entnehmen als auch in das Netz einspeisen kann. Das Projekt startet Anfang kommenden Jahres: Die ersten Fahrzeuge werden ab Januar ausgeliefert, spätestens im Februar sollen alle Projektteilnehmer ihren Leaf vor der Tür und ihre eigene Ladestation haben. Nach dem zwölfmonatigen Feldtest gehen die Fahrzeuge zurück an Nissan, die Ladestation können die Nutzer behalten.

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