18.09.2019 Messen & Veranstaltungen von: Redaktion

IAA 2019: Nachbericht der internationalen Autoaustellung

Die Stimmung auf der Internationalen Autoausstellung (IAA) in diesem Jahr? Durchwachsen. Viele Autobauer, darunter auch die großen japanischen und französischen Marken, nahmen nicht teil. Noch dazu wurde die Messe – in diesem Jahr mehr denn je – von Protesten begleitet: Klimaaktivisten forderten weniger SUVs, weniger CO2 und die Abschaffung von Verbrennungsmotoren. 

Die Reaktion der Automobilindustrie? Viele Fachvorträge und Debatten auf der IAA Conference diskutierten, was auch die Demonstranten draußen bewegte: Wie gelingt es uns, die Mobilität von morgen nachhaltiger zu gestalten? Wie setzen wir die Elektromobilität durch und wie grün ist diese Antriebstechnologie wirklich? Dazu sprachen Vertreter aus Industrie, Forschung und Politik.

E-Mobilität auf der IAA 2019

In Sachen Verkehrswende setzen vor allem die deutschen Autobauer, ebenso wie die Politik, auf E-Mobilität. In Fachvorträgen versuchten sie, mit einigen Mythen rund um die Elektromobilität aufzuräumen: Für das Ziel, 10 Millionen E-Autos in Deutschland (weniger als ein Viertel des Pkw-Bedarfs) zuzulassen, benötige man nicht eine Millionen Ladepunkte. 350.000 öffentliche Ladestationen seien ausreichend. Das Stromnetz in Deutschland sei außerdem bereits auf 13 Millionen E-Autos ausgelegt, so Stefan Kapferer, Vorsitzender des BDEW.

Neue E-Automodelle

Wie üblich brachten viele Hersteller Modelle mit, die demnächst auf den Markt kommen. So zeigte VW den neuen VW ID.3 erstmals auf der IAA. Mit einem Preis von 30.000 Euro und einer Reichweite von 330 Kilometern soll er jedem den Einstieg in die E-Mobilität ermöglichen. Die VW-Töchter Skoda und Seat präsentierten mit dem Citigo-e iV und dem MII iV ebenfalls jeweils ein neues Modell. Die baugleichen Kleinwagen liegen preislich unter dem Einstiegsmodell aus dem Mutterhaus und schaffen 265 Kilometer mit einer Batterieladung. Kostenpunkt: 20.000 Euro.

Auch Opel stellte einen neuen Stromer vor: den Corsa E. Voll aufgeladen, fährt er 330 Kilometer und ist, wie der VW ID.3, bereits für 30.000 Euro zu haben. Mit dem Mini Cooper SE sorgte der BMW-Konzern für einen etwas sportlicheren Kleinwagen: 270 Kilometer Reichweite und ganze 184 PS bringt das Modell mit. Das schlägt sich aber auch im Preis nieder: Mit 32.500 Euro liegt der Mini im oberen Preissegment dieser Klasse.

Autonomes Fahren

Ein weiterer Trend auf der IAA: autonomes Fahren. Besonders die Ausstellung New Mobility World in Halle 5 beschäftigte sich mit dem Thema. Vielerorts gab es futuristische Fahrzeuge zu sehen, die lediglich aus einer Passagierkabine bestanden – kein Gaspedal, kein Lenkrad. Das IoT Shuttle von Bosch fährt komplett autonom und elektrisch und ist außerdem vernetzt mit dem Internet of Things. Damit sich die Passagiere nicht langweilen, gibt es ein breites Infotainment-Angebot an Bord.

Auch das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt setzt sich stark mit der Thematik des autonomen Fahrens auseinander: Sie haben das Urban Modular Vehicle entwickelt. Den Prototypen gibt es in verschiedenen Ausführungen – für den städtischen und ländlichen Raum.

Bei vielen Prototypen und Konzepten für die Zukunft der Mobilität spielen autonome Fahrzeuge eine wichtige Rolle. Trotzdem sind sich Experten noch uneinig darüber, ob diese Fahrzeuge wirklich Level 5 erreichen, also vollkommen autonom agieren. Auch die Frage des Einführungszeitpunkts sorgt in Fachkreisen für rege Diskussionen. Denn die potenziellen Nutzer fühlen sich noch nicht ganz wohl mit der Technik: Nur etwa 25 Prozent der Menschen würden in ein autonomes Fahrzeug steigen. Das ergab eine Studie des Capgemini Research Institutes. Die Forscher befragten 5.500 Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, den USA und China.

Fazit

Die Automobilindustrie hat sich bemüht, zu zeigen, dass sie ein Gespür für Nachhaltigkeit entwickelt hat. Das Angebot für Elektroautos ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jedoch weist das Konzept der Messe auch einige Schwachstellen auf. Immer noch bestimmen Verbrenner und SUVs das Bild. Außerdem: Wenn ein Großteil der Mobilität in der Zukunft elektrisch sein soll – warum laden die Veranstalter nicht mehr Experten aus der Energieversorgungsbranche auf der Messe ein? Sie könnten einen wichtigen Beitrag für ein erfolgversprechendes Gesamtkonzept leisten.

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