Blaues Elektroauto wird an öffentlicher Ladestation aufgeladen
04.10.2019 Politik von: Redaktion

Milliarden für die E-Mobilität

Am 2. Oktober 2019 hat die Bundesregierung den Ergänzungshaushalt beschlossen, mit dem sie ihr vor Kurzem präsentiertes „Klimaschutzproramm 2030“ finanzieren will. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sollen in den kommenden vier Jahren insgesamt 54 Milliarden Euro in neue Technologien, Infrastruktur und umweltfreundliches Verhalten fließen. 9,3 Milliarden Euro davon sollen in die Förderung der E-Mobilität gehen.

Umweltbonus geht in die Verlängerung

Die vom Bund und den Autobauern gemeinsam finanzierte E-Auto-Kaufprämie (Umweltbonus) soll ab 2021 für Pkw mit Elektro-, Hybrid- und Wasserstoff-Antrieb verlängert werden und für Autos mit einem Listenpreis unter 40.000 Euro steigen. die Dienstwagenregelung für die Nutzung eines rein elektrischen oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeugs soll bis 2030 in die Verlängerung gehen. Die Dienstwagensteuer für reine E-Autos mit einem Preis von bis zu 40.000 Euro solle von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent fallen, heißt es.

Mehr Ladestationen

Zu den Maßnahmen zur Förderung gehört auch, die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge weiter auszubauen, so die Regierung. Bis 2030 soll es insgesamt eine Million Ladepunkte geben. Mit entsprechenden Programmen fördere der Bund den Aufbau der öffentlichen Ladenstationen bis 2025, heißt es im Klimaschutzprogramm.

Noch kein Beschluss für Klimapaket

Anders als zunächst geplant hat das Kabinett das Klimapaket noch nicht beschlossen. Nach Medienberichten verlangt die CSU eine längere Prüfung, weil die einzelnen Ministerien Details zu den geplanten Maßnahmen zu kurzfristig eingereicht hätten. Die finale Aussprache über die lange Version des Klimaschutzprogramms 2030 wurde deshalb verschoben.