Mercedes eActros Elektro-LKW
02.11.2020 Automodelle von: Redaktion

Ritter Sport fährt elektrisch

Der Elektro-Lkw Mercedes-Benz eActros fährt seit Kurzem für die Alfred Ritter GmbH. Das auf quadratische Tafelschokolade spezialisierte Familienunternehmen mit Sitz in Waldenbuch bei Stuttgart testet den eActros für die Produktionsversorgung auf der Route zwischen dem Lager Dettenhausen und dem Produktionsstandort in Waldenbuch.

Damit Nüsse, Mandeln, Folien und Packstoffe aus dem rund sieben Kilometer entfernen Lager in Dettenhausen die Schokoladenproduktion rechtzeitig versorgen, setzt Ritter Sport den eActros im flexiblen Pendelbetrieb ein. Zusätzlich beliefert der Mercedes-Laster die Fabrikverkaufsstelle von Ritter Sport in Waldenbuch mit frisch produzierter Schokolade. Der 18-Tonner mit einer Reichweite von rund 200 Kilometern ist mit einem ebenfalls elektrisch betriebenen, emissionsfreien Kühl-Wechselkoffer von Schmitz Cargobull bestückt. Die Batterien des Elektro-Lkw werden nach den Tagestouren über Nacht auf dem Werksgelände von Ritter Sport aufgeladen.

Praxiserprobung läuft

Seit 2020 befindet sich der eActros in der zweiten Phase seiner Praxiserprobung und wird nach und nach an weitere Kunden übergeben. Zu den bei den Tests gewonnenen Erkenntnissen zählt, dass die rund 200 Kilometer Reichweite des eActros sich als absolut realistisch erwiesen haben – unabhängig von Zuladung, Streckenverlauf oder Topografie. Der eActros stehe im städtischen Verkehr, bei Autobahn- oder Überland­fahrten einem konventionellen Diesel-Lkw in Sachen Verfügbarkeit und Leistungserbringung in nichts nach, so Mercedes. Das Kühlsystem für die Ladung und die Klimaanlage haben sowohl bei extremer Hitze als auch bei winterlichen Verhältnissen ohne Einschränkungen funktioniert. Hinzu kommt, dass bei vorausschauender Fahrweise durch Rekuperation, d. h. Motor­bremsung, elektrische Energie zurückgewonnen wird und das Bremspedal betätigt werden muss. Die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-Lkw im Verteilerverkehr wird im Rahmen des Projekts „Concept ELV²“ vom Bundesumwelt- und vom Wirtschaftsministerium gefördert.