Elektroauto in Nahaufnahme an Ladesäule angeschlossen
17.04.2020 von: Redaktion

Studie: Deutschland braucht mehr Ladepunkte

Bevölkerungsreiche Wohngegenden mit Mehrfamilienbebauung benötigen beschleunigten Ladeinfrastrukturausbau. Zu diesem Ergebnis gelangt eine neue Studie.

Mit zunehmender Elektrifizierung des Verkehrs wächst auch der Bedarf an privat und öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Stehen davon nicht genügend zur Verfügung, könnte der geplante Ausbau der E-Mobilität ins Stocken geraten, so eine aktuelle Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Prognos AG im Auftrag der Karlsruher EnBW. Demnach verfügt Deutschland zwar über ein großes Potenzial von 8 bis 12 Millionen privaten Ladepunkten in Gebäuden mit einer oder zwei Wohnungen. Bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen liegt das Potenzial jedoch nur bei 0,45 bis 1,8 Millionen privaten Ladepunkten. Für verdichtete Wohnräume mit Mehrfamiliengebäuden, und dies insbesondere in Regionen mit starker Kaufkraft, bräuchte es einen konzentrierten und verstärkten Aufbaus der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur, um den politisch gewünschten Absatz von E-Fahrzeugen bis zum Jahr 2030 zu ermöglichen. Für Verbraucher, die in Gebäuden mit ein oder zwei Wohneinheiten leben, sieht die Studie in den kommenden Jahren in den meisten Gegenden Deutschlands ein ausreichendes Potenzial, ihr E-Auto an einer privaten Wallbox oder Steckdose zu laden, so die Studie. Ein kritisches Verhältnis von privater Ladeinfrastruktur zu E-Mobilen sei aber in kaufkraftstarken Regionen zu erwarten.

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