Durch Autoseitenspiegel sieht man eine Ladesäule für E-Autos.

Studie: Wie fahren die Deutschen?

Im Rahmen der Studie „Mobilität in Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wurden bundesweit etwa 155.000 Haushalte zu ihrer Mobilität befragt. Damit wird eine der wichtigsten Datengrundlagen für die Verkehrsplanung und für Entscheidungen der Verkehrspolitik auf allen politischen Ebenen – vom Bund bis zu den Kommunen – aktualisiert. Die Studie beleuchtet auch die Nutzung von Elektromobilität.

Die MiD-Studie ist Grundlage dafür, Fuß- und Radwege, Straßen sowie den Bus- und Bahnverkehr bedarfsgerecht planen zu können und zielgenau zu investieren. Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemographie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr für ein ganzes Jahr zu erhalten. Sie dient, gewichtet und hochgerechnet, als Rahmen und Ergänzung für andere Verkehrserhebungen, wie die Verkehrsbefragungen in einzelnen Städten.

Elektroautos häufiger in ländlichen Gegenden

Unter anderem untersuchte die Studie des BMVI die Verbreitung von Benzinern, Elektroautos und Hybriden im räumlichen Vergleich. Demnach sind Elektro- und Hybridfahrzeuge überproportional häufig in Mittelstädten, Kleinstädten und Dörfern zuhause. Ein Grund dafür mag sein, dass in Metropolen und Großstädte generell vergleichsweise weniger Menschen einen Privatwagen besitzen. Doch insbesondere sind es auch die besonderen Rahmenbedingungen bei Elektrofahrzeugen, die für die Statistik sorgen: Auf dem Land sind die Gegebenheiten oft besser als in der Großstadt, ein E-Auto lässt sich bequemer in den Alltag integrieren.

Die Wohnsituation der Autofahrer spielt hierbei eine wichtige Rolle. In Dörfern und Kleinstädten sind eigene Stellplätze, wie die hauseigene Garage oder das Carport, viel verbreiteter als in der Stadt. Bei einem Elektroauto ist es besonders wichtig nicht von der städtischen Parkplatzsuche abhängig zu sein und zuhause jederzeit und uneingeschränkt die Möglichkeit zu haben, das Auto zu laden.

Elektroautos häufig als Zweitwagen genutzt

Nach Berichten von Heise teilte das Verkehrsministerium bei der Vorstellung der Studie mit, dass die meisten Besitzer von Elektroautos zusätzlich noch einen Diesel oder einen Benziner zuhause hätten. Nur jeder vierte E-Auto-Besitzer habe kein anderes Fahrzeug.

Vor allem für kurze Strecken werden Elektroautos häufig genutzt. Zwei von drei Fahrten im Alltagsverkehr sind der Studie zufolge kürzer als zehn Kilometer. Trotzdem gilt die geringe Reichweite für viele immer noch als Gegenargument für Elektroautos.

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