Elektroauto in Nahaufnahme an Ladesäule angeschlossen
09.11.2018 Politik

Verbraucherzentralen fordern nutzerfreundlichere Ladeinfrastruktur

Ein Verbändebündnis fordert in einer Pressemitteilung, die öffentliche Ladeinfrastruktur einfacher nutzbar zu machen. Dafür seien einheitliche und transparente Preismodelle nötig. Nach wie vor sei Elektromobilität kaum auf Deutschlands Straßen angekommen, trotz dem sie ein wichtiger Baustein zur Verkehrswende ist.

Um deutlich mehr Verbraucherinnen und Verbraucher zum Umstieg aufs Elektroauto zu bewegen, muss die öffentliche Ladeinfrastruktur einfacher nutzbar und transparenter werden. Das fordern der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Bundesverband CarSharing (bcs), der Bundesverband Solare Mobilität (BSM) und die Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg.

„Das Laden muss einfacher und transparenter werden“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Ein triftiger Grund, der Verbraucherinnen und Verbraucher bislang vom Kauf eines Elektroautos abhält, seien Mängel bei der Ladeinfrastruktur. Ladesäulen müssen sichtbarer werden sowie defekte Ladesäulen zügig repariert werden.

Transparente Preise

Einheitliche und transparente Preismodelle müssen, laut Aussagen des Verbands, auf tatsächlich abgegebenen Strommengen basieren und damit einen Preisvergleich ermöglichen. Vor jedem Laden sollen Verbraucher zudem alle Informationen erhalten, um möglichst genau die Kosten des Ladevorgangs abschätzen zu können.

Einheitliche Zahlungssysteme

Der Dschungel an verschiedenen Zugangssystemen schrecke potenzielle E-Auto-Fahrer ebenfalls ab und gefährde den Zuspruch zur Elektromobilität. In der Regel schließen Verbraucher einen Vertrag mit einem Ladesäulenbetreiber ab. Je nach Anbieter müssen sie sich auf verschiedenen Wegen authentifizieren, etwa per Smartphone-App oder RFID-Karte. Bei einer längeren Fahrt durch Deutschland kann so schnell eine größere Anzahl von Zugangsmitteln nötig werden. „Ein Zugangsmedium für alle Ladesäulen – das wäre ein wirklicher Gewinn“, so Klaus Müller. Auch spontanes Laden müsse mittelfristig an allen vorhandenen Ladesäulen möglich werden.

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