Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft auf der VW Jahrespressekonferenz 2019.
19.03.2019 Wirtschaft von: Redaktion

VW fordert Änderungen der E-Auto Förderung

Aus einem Strategiepapier der Volkswagen AG geht hervor, dass der Konzern eine massive Änderung der E-Auto Förderung fordert, um die beschlossene CO₂-Reduzierung einzuhalten. Vor allem Geringverdienern soll das zugutekommen. Die Konkurrenz der Branche spricht hingegen von Wettbewerbsverzerrung.

In einem vertraulichen Papier, welches der Süddeutschen Zeitung vorliegt und dessen Echtheit von VW bestätigt wurde, fordert der Konzern eine Neuordnung zur Förderung der Elektromobilität. Demnach sollen vor allem Käufer günstigerer und kleinerer E-Fahrzeuge ohne Hybridantrieb vom Staat bevorzugt werden.

VW will CO₂-Reduktion erreichen

Es sind wohl auch die von Brüssel beschlossenen Reduktionsziele beim CO₂-Ausstoß, die Volkswagen im Nacken sitzen – um mögliche Strafzahlungen abzuwenden will der Konzern nun mit vehementem Druck an deren Einhaltung arbeiten. Im Papier heißt es „dass alle gegenwärtig existierenden Vorhaben zur Verkaufsförderung, die Ausbaupläne für Ladeinfrastruktur und die existierenden Rahmenbedingungen nicht ausreichen, um die europäischen und deutschen Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen und deshalb schnellstens angepasst werden müssen“. Umweltverbände und Endkonsumenten dürften dies begrüßen.

Kostenloser Ladestrom

In dem Dokument fordert VW eine deutlich stärkere Subventionierung von reinen E-Autos. Auch von Strafen ist die Rede – nur so sei ein rasanter Aufwuchs im Bestand möglich. Außerdem schlägt VW einen „Mobilitätsfonds Elektromobilität“ vor: Dieser soll ermöglichen, dass Fahrzeuge unter 20.000 Euro kostenlos Strom laden können. Dadurch wolle man den nahezu kostenfreien Betrieb der Fahrzeuge für Geringverdiener ermöglichen. Finanziert werden soll das durch Bund, Hersteller und Stromkonzerne.

Auch bei der Ladeinfrastruktur fordert VW eine Verdopplung des Budget-Topfs, zudem müsse der Ausbau privater Ladeinfrastruktur vereinfacht und die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Förderung für kleine E-Autos

Zugleich soll die Förderung von E-Autos in Abhängigkeit der Größe erfolgen, kleinere Autos sollen demnach mit bis zu 5.000 Euro gefördert werden, ein Stromer von mehr als 4,65 Meter Länge dagegen nur mit 2.000 Euro.

Plug-in-Hybride sollen zudem, wenn es nach VW geht, künftig weit weniger gefördert werden als bisher. Diese Strategie kommt vor allem VW selbst zugute – der Konkurrenz, die verstärkt auf große E-Limousinen und auch Hybridautos setzt, dürfte das bitter aufstoßen.

Empörung beim Wettbewerb

Bereits seit Monaten dominiert eine Art Grundrauschen die Automobilindustrie – Wettbewerber sind der Meinung „VW könne wenig erwarten“, habe der Konzern doch mit der Abgasaffäre eine ganze Industrie in eine Krise gestürzt und sei nicht in der Position, den Takt vorgeben zu wollen, wie die Welt berichtet. Das Strategiepapier sorgt in der Branche nun erneut für Zündstoff und bringt auch die Energiebranche und Kommunen in Zugzwang. „Eine Umsetzung dieses Programms läuft klar auf Wettbewerbsverzerrung hinaus“, äußert sich beispielsweise ein BMW-Manager gegenüber der Welt.

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