Zwei E-Autos an der Schnellladesäule.

VW entwickelt mobile Schnellladesäulen

Der Volkswagen Konzern baut seine Elektromobilität aus: Eine Powerbank, wie viele sie bisher für ihr Mobiltelefon nutzen, soll bald auch für Elektroautos verfügbar sein. Unabhängig vom Stromnetz kann sie flexibel dort aufgestellt werden, wo Bedarf besteht. Die Ladesäule bietet zudem die Möglichkeit, nachhaltig erzeugte Energie zwischenzuspeichern.

Zum Jahreswechsel hat der VW Konzern einen Ausblick auf die künftige mobile Schnellladesäule des Unternehmens gegeben. Unabhängig vom Stromnetz kann sie flexibel dort aufgestellt werden, wo Bedarf besteht; beispielsweise auf Parkplätzen, Betriebsgeländen oder als temporär eingerichteter Ladepunkt bei Großveranstaltungen.

 

Schnelles Laden in nur 17 Minuten

Die Ladekapazität der Powerbank soll bei bis zu 360 kWh liegen und ermöglicht im autarken Betrieb das Laden von bis zu 15 E-Fahrzeugen. Durch die Schnellladetechnologie dauert ein Ladevorgang durchschnittlich 17 Minuten. Die mobilen Ladesäulen können an definierten Punkten aufgestellt werden und per App geortet werden. Auch für das Aufladen von E-Bikes eignen sich die Säulen.

Grünen Strom einfach zwischenspeichern

Die Ladesäule bietet erstmals die Möglichkeit, nachhaltig erzeugte Energie zwischenzuspeichern. So kann zum Beispiel gezielt Solar- oder Windenergie getankt werden, die dann an die E-Fahrzeuge abgegeben wird. Dies sei ein entscheidender Vorteil, so Mark Möller, Leiter Technische Entwicklung. „Erst wenn ein E-Auto mit nachhaltig erzeugter Energie geladen wird, ist dieses auch CO2-neutral unterwegs.“, heißt es in der Pressemitteilung des Konzerns.

Anschluss an das Stromnetz

Auch die Möglichkeit eines direkten Anschlusses an das Stromnetz besteht. So lassen sich ohne bauliche Veränderungen oder großen finanziellen Aufwand schnell und einfach Ladepunkte für E-Fahrzeuge einrichten. Durch den direkten Stromanschluss kann die Batterie der Ladesäule jederzeit nachgeladen werden. Dieses stetige Nachladen – und damit Puffern von Energie – reduziert zudem die Belastung des Stromnetzes zu Hauptzeiten deutlich.

Startschuss für den Einsatz in 2020

Die ersten mobilen Schnellladesäulen werden im Rahmen eines Pilotprojektes im ersten Halbjahr 2019 in der Heimat der Volkswagen AG aufgestellt und sollen dort den Aufbau einer Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet unterstützen. Ab 2020 soll die Ladesäule auch in anderen Städten und Gemeinden zum Einsatz kommen.

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