Power2Drive: Impressionen

Von der Schnellladung bis zum Laderoller

Schneller laden, weiter fahren, einfacher bezahlen und besser vernetzen. Auf der Power2Drive Europe, einer internationalen Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität, zeigen rund 50 Hersteller ihre Ideen. Smarter-fahren.de hat sich in den Münchner Messehallen umgesehen. Ein wichtiges Thema: Schnellladen.

Wer mit seinem Elektroauto zum Beispiel von München nach Berlin fahren will, möchte ungern schon nach wenigen Kilometern eine Zwangsübernachtung einplanen, um seine Batterien für die nächste Etappe wieder aufzuladen.

Wenn der Umstieg von Verbrennungsmotoren auf die Stromer flächendeckend gelingen soll, braucht es Fahrzeuge, die eine entsprechende Reichweite garantieren. Und die brauchen Batterien, die schnellladefähig sind. Und es braucht eine entsprechende Schnelllade-Infrastruktur.

Druckbetankung mit 350 kW

„Wir stellen uns vor, dass Sie Ihr Fahrzeug innerhalb einer Viertelstunde für die nächsten 400 Kilometer geladen haben“, heißt es am Stand von Enercon. Von einer echten Schnellladung, bei der eine Fahrzeugbatterie in wenigen Minuten etwa zu 80 Prozent geladen wird, könne man erst bei den kommenden „High Power Charging“-Standards sprechen. Bei einer Ladeleistung von bis zu 350 kW Gleichstrom.

Der Trick bei der bei Enercon gezeigten Schnellladelösung mit 600 Kilowatt (kW) Systemleistung: Eine zentrale Elektronik-Einheit verteilt die Leistung auf bis zu vier Ladepunkte. So können aktuelle und zukünftige Fahrzeugtypen flexibel mit 50 kW bis zu 350 kW versorgt werden. Interessant dürfte dies für Flottenmanager sein, aber auch Parkplatz- oder Tankstellenbetreiber.

Home, smart home

Wer zuhause lädt, kann sich meist mehr Zeit lassen. Wer sich aber eine Ladestation für zuhause zulegen möchte, hat die Qual der Wahl. Welcher Anschluss passt zu welchem Fahrzeug, welchen Steckertyp und welche Ladeleistung brauche ich? Auf der Power2Drive tummelt sich eine ganze Reihe von Ausstellern, die Wallboxen für das Heim anbieten.

Im Trend sind dabei auch smarte, online-fähige Lösungen, die sich über GSM, LAN oder WLAN mit anderen Geräten, etwa einem Energiemanagement-Server verbinden lassen. Und damit auch mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Vom Dach in den Tank

Eine der smarten Ideen: Das Dach, das das Auto vor der Sonne schützt, sammelt deren Licht und macht daraus den Strom, der das Auto später wieder antreibt. ClickCon bietet das nicht nur für Industriedächer, sondern auch für Carports und Parkplatzüberdachungen.

Oder Sie koppeln die Photovoltaik-Anlage vom Hausdach nicht nur mit dem dafür vorgesehenen Speicher, sondern speisen mit dem Solarstrom auch die Wallbox in der Garage. Dieser Strom ist nicht nur günstig, weil eigenproduziert, er stammt auch aus garantiert erneuerbaren Quellen.

Ladezeiten selbst steuern

Verbunden mit einer Steuerungsanlage lassen sich mit einer Mobil-App Ladezeitfenster einstellen, um selbst zu bestimmen, wann der gespeicherte Sonnenstrom besser in den Backofen oder den „Tank“ geht. EVBox bietet zum Beispiel so ein Syste.

Um das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) und die Machine to Machine (M2M) Technologie geht es auch bei Kreisel. Die Österreicher verknüpfen damit zum Beispiel Smart Charger und Wallboxen für gewerbliche und private Lademöglichkeiten mit Heimspeichern.

Strom zählen – mit Zertifikat

Zurück zu den Ladestationen am Straßenrand oder auf mehr oder weniger öffentlichen Parkplätzen. Wer nicht nach Zeit abrechnet oder eine Flatrate fürs Aufladen hat, bezahlt in der Regel die entnommene Strommenge – und möchte natürlich eine exakte Abrechnung nach Kilowattstunden.

Das heißt, die Ladesäule benötigt einen Stromzähler gemäß MID (Measuring Instruments Directive / Europäische Messgeräterichtlinie). Bei KEBA ist gleich die ganze Säule zertifiziert.

Bezahlen nicht vergessen!

Ist der Wagen aufgeladen und die dafür benötigte Energie korrekt erfasst, geht es ans Bezahlen. Meist passiert dies über eine Chip-Karte, die man sich beim Betreiber der Säule besorgt hat. Aber es gibt fast so viele Ladekarten wie Säulenbetreiber!

Der Ladeinfrastrukturbetreiber Parkstrom setzt dabei auf eine Karte, von der bereits 35 Millionen im Umlauf sind: eine ganz normale Girokarte (der neuesten Generation), egal von welcher Bank. Das System dahinter nennt sich „giro-e“.

Seitenblick: der Transportroller

In einer Seitenhalle der Power2Drive stehen schließlich noch ein paar Elektromobile: vom E-Boot bis zum E-Wohnmobil. Und ein E-Lastenroller, der entweder zwei Personen transportiert, oder – mit einem Handgriff ist ein Sitz weggeklappt – vier Kästen Bier oder sogar eine Tuba samt Transportkiste und Notenkoffer. Da käme sogar die Zuladung so manchen Kleinwagens an ihre Grenzen.

Günter Glier und Sohn Roland Thürmel, ein Pfarrer, haben dazu ein handelsübliches Modell umgebaut. Noch ist der Multiroller ein Prototyp – aber immerhin schon mit Straßenzulassung.

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