Messe power2drive

Power2Drive: Neue Messe für Ladeinfrastruktur

Die Lade-Infrastruktur ist, neben den Ladezeiten und der Reichweite von E-Autos, einer der entscheidenden Aspekte für den Erfolg und die Akzeptanz der Elektromobilität. Eine Messe in München, die Power2Drive, zeigt in diesem Jahr zum ersten Mal, welchen Schub die Branche den E-Autos geben kann.

Hamburg hat als erste Stadt Deutschlands ein Diesel-Fahrverbot. Viele sehen darin zwar nur eine schlagzeilenträchtige Pseudo-Maßnahme, die die Schadstoffe von den zwei betroffenen Straßen auf die gesamte Umgebung verteilt.

Doch das Signal aus Hamburg trägt weiter zur Verunsicherung von Autokäufern bei. Was, wenn andere Städte nachziehen? Und die Sperrzonen auf ganze Stadtviertel ausweiten? Vielleicht sind ja doch Elektroautos eine Alternative?

E-Mobilität und das Problem des Ladens

Wobei das E-Auto an sich weniger Zweifel bei den potenziellen Käufern hervorruft als das „Tanken“, also das Aufladen desselben. Mit Diesel oder Benziner kein Problem: Deutschland ist mit einem dichten Netz von Tankstellen überzogen, oft rund um die Uhr kann der Fahrer an der Zapfsäule den flüssigen Brennstoff nachtanken.

So eine Tankfüllung reicht für lange Strecken. Aber Strom tanken? Dauert das nicht Stunden? Für Fahrstrecken, die nur einen Bruchteil der Reichweite konventioneller Antriebe betragen?

Im Fokus: Schnellladestationen

Neue Ideen und Lösungen für die Ladeinfrastruktur und Technologien rund um die Elektromobilität zeigt die Messe „Power2Drive“ vom 20. bis 22. Juni in München. Im Fokus stehen dabei Schnellladestationen, die auch lange Autobahnfahrten mit dem E-Mobil möglich machen.

Innerhalb von 20 Minuten sollen die Batterien zu 80 Prozent geladen werden. Warum nicht mehr? Das liegt an der Kapazität der Akkus. Je voller einer ist, um so länger dauert es, bis die zu ladenden Elektronen ihren Platz darin finden.

High Power Charging (JPC)

Viele Hersteller arbeiten am High Power Charging (HPC). Mit bis zu 350 Kilowatt pumpen sie den Strom in die Speicher. Das ist die dreifache Leistung, die Tesla derzeit bei seinem Super Charger mit 120 Kilowatt verwendet.

An der Schnellladestation „E-Charger 600“ des Windturbinenherstellers Enercon etwa kann an bis zu vier Ladesäulen mit je 350 Kilowatt Leistung geladen werden. Das System ist in 60-Kilowatt-Schritten erweiterbar.

Andere Hersteller nutzen höhere elektrische Spannungen. So setzt zum Beispiel Porsche Engineering – einer der mehr als 50 Aussteller auf der Power2Drive – auf 800-Volt-Ladesysteme. Zusammen mit Ads-tec, einem Anbieter von Batterie- und Speichertechnologien, hat Porsche ein Schnellladesystem mit maximal 350 Kilowatt Gleichstrom für E-Fahrzeuge mit Spannungen von 400 bis 920 Volt entwickelt.

Abgekupfert: Motor mit Alu

Doch schnell geladen ist noch nicht unbedingt weit gefahren. Während viele Hersteller sich damit beschäftigen, dieses Problem der Elektromobilität mit besseren Batterien zu lösen, setzt die Firma Volabo bei den Materialien für den Motor an.

Anstatt der seit 130 Jahren verwendeten Kupferspulen arbeitet das Unternehmen mit Aluminiumstäben im Motor. Da jeder einzelne Stab von einer eigenen Leistungselektronik versorgt wird, kann Volabo laut Pressemitteilung das erste virtuelle Getriebe in der E-Mobilität erzeugen. Der Motor passt sich ständig den sich verändernden Belastungen an. Resultat: eine 25 Prozent höhere Reichweite.

Fast alle Ladevorgänge zuhause oder am Arbeitsplatz

Die meiste Zeit steht ein E-Auto jedoch – wie übrigens jedes andere Auto auch – irgendwo rum. Meist zuhause oder am Arbeitsplatz. Und hier finden derzeit 85 Prozent der Ladevorgänge statt – meist über Wallboxen. Auch in diesem Sektor zeigen Hersteller aus verschiedenen Ländern ihre Neuheiten auf der Power2Drive.

Viele Ladestationen lassen sich über Mobilfunknetz oder WLAN mit dem Smart Home oder den Kommunikationsgeräten der Besitzer vernetzen. Diese können dann zum Beispiel den optimalen Zeitpunkt für das Aufladen einstellen. Etwa wenn die Wallbox mit der eigenen Solarstromanlage gekoppelt ist. Oder der Wärmepumpe im Haus.

Apps: Helfer beim Laden

Apropos Apps: Neben den Programmen von Fahrzeugherstellern, Ladesäulenbetreibern und Mobilitätsanbietern gibt es bereits private Apps, die den schnellsten Weg zum nächsten Ladepunkt zeigen.

So bietet die niederländische Firma NewMotion mit der gleichnamigen App eine digitale Landkarte, die mehr als 64.000 Ladestationen in 25 europäischen Ländern markiert. Darüber hinaus zeigt sie Ladegeschwindigkeit und Preise an.

Welche innovativen Ladelösungen gibt es noch? Welche Bezahlsysteme haben sich bewährt? Welche Geschäftsmodelle für Elektromobilität lassen sich umsetzen? Und wie lassen sich die Fahrzeuge und Erneuerbare Energien ins Netz integrieren?

Ladestationen an der Messe

Hierfür möchte die Power2Drive, die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität, Antworten liefern. Am Münchner Messegelände gibt es übrigens rund 50 Ladestationen. Aber kein Diesel-Fahrverbot.

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