Volocopter über Dubai

Volocopter: Taxis heben ab

Das erste autonome Luft-Taxi der Welt wird in Bruchsal nahe Karlsruhe gebaut. Die Idee: Wir alle sollen fliegen können, egal, wann und wohin. Möglich macht das der Volocopter. Ein Konzept mit Zukunft?

Wir leben im Zeitalter der Mobilität. Wir alle wollen immer mobiler leben. Und dafür braucht es neue Konzepte. Das autonome Auto gilt als das nächste große Ding. Aber stimmt das wirklich? Muss man die Mobilität nicht noch viel weiter denken? Klar ist: Der Bedarf an individueller Mobilität wird zukünftig weiter steigen. Und das besonders stark in den großen Ballungszentren. Nervige Staus, Emissionen und extrem hohe Kosten für Infrastruktur bringen die Städte an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Elektroautos, die autonom und im Schwarm unterwegs sind, werden daran sicher etwas ändern können – weil sie die Emissionen drücken und noch dazu für einen besser geregelten Verkehr in den Innenstädten sorgen. Aber das, so sind sich die Strategen von Volocopter sicher, wird nicht reichen, um Infrastrukturproblem zu lösen. Sie meinen: Gesellschaftliche Herausforderungen dieser Größenordnung erfordern eine neue Perspektive und neue Transportangebote.

In die dritte Dimension mit dem Volocopter

Und genau damit beschäftigt sich das Start-up aus dem beschaulichen Bruchsal: Es wirft den Blick in die dritte Dimension. Senkrecht-startende, voll-elektrische Multikopter für den Personentransport und als Schwerlastdrohnen – das ist das Geschäft von Volocopter. Die technische Plattform ist äußert flexibel und lässt den pilotierten, ferngesteuerten und voll-autonomen Flugbetrieb zu. Es will uns allen den Traum vom Fliegen erfüllen und modernen Städten gleichzeitig dabei helfen, ihre wachsenden Mobilitätsprobleme in den Griff zu bekommen. Mit Flugtaxis, die die Menschen autonom dahin bringen, wo sie hin wollen. Über eigene Hubs verbindet das e-mobile Fluggerät wichtige Knotenpunkte wie Flughäfen oder Businesszentren mit der Innenstadt. Die im Minutentakt startenden Volocopter entlasten so besonders infarktgefährdete Zonen, darunter Brücken, Tunnel, Ringautobahnen oder Zubringer. Der Clou: Im Betrieb, so hat das Start-up errechnet, sind sie viel günstiger als herkömmliche Mobilitätsalternativen. Außerdem sind die Volocopter schnell, produzieren keine Emissionen, sie sind leise und – besonders wichtig – erfüllen strengste deutsche und internationale Sicherheitsstandards.

Volocopter on demand

Über eine App ruft man den Volocopter an einen der schon angesprochenen Hubs, also spezielle Startplätze, die an den klassischen Taxistand erinnern. Dann steigt man ein und der autonome Flieger steuert das vereinbarte Ziel an. Ein bisschen klingt das noch nach Zukunftsmusik, klar. In ein paar Jahren aber ist dieses Procedere ganz sicher Realität.

Und das ist der Volocopter 2X

Der Volocopter 2X verfügt über 18 leise Rotoren, fliegt dort, wo es möglich ist, autonom und lässt sich bei Bedarf ganz einfach per Joystick bedienen. Er verfügt über ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit. Das liegt an seinen redundanten Systemen. Letztere arbeiten parallel und kompensieren den möglichen Ausfall anderer Systeme sofort. Dazu zählen Propeller, Elektromotoren, Akkus, Elektronik oder Anzeigen. Zudem sind alle Kommunikationsnetzwerke über modernste Lichtwellenleiter miteinander verbunden. Hinzu kommen zahlreiche Assistenzsysteme zur Flugsteuerung und -stabilisierung. Für den Fall der Fälle ist auch ein Notfall-Fallschirm an Bord. Weil der Volocopter von einem Elektromotor angetrieben wird, macht er keinen Krach und Emissionen verursacht er ebenfalls nicht. Neun Hochleistungsbatterien versorgen 18 Elektroantriebe sowie die Bordsysteme mit Energie. Und genauso wie ein E-Auto ist der Volocopter extrem wartungsarm, was an seiner unkomplizierten Mechanik liegt. Oder kurz: Der Volocopter ist der erste voll-elektrische und bemannte Multicopter mit Flugzulassung.

Ein kurzer Blick zurück

2011 schrieb das Unternehmen Luftfahrtgeschichte mit dem bemannten Flug des weltweit ersten, rein elektrischen Multicopter. Seitdem setzte das junge Unternehmen weitere Meilensteine: 2016 erhielt Volocopter die vorläufige Verkehrszulassung durch die deutsche Luftfahrtbehörde für einen 2-Sitzer Volocopter, 2017 traf das Luftfahrt-Start-up eine Vereinbarung mit RTA Dubai über die weltweite Premiere eines autonom fliegenden Lufttaxis. Und schon bald soll der erste Volocopter mit Zulassung auf den Markt kommen.

Video: Der erste bemannnte Flug mit dem Volocopter

3 Fragen an Alexander Zosel, Chief Innovation Officer von Volocopter

Verschwindet die Mobilität von der Straße in die Luft?

Zosel: Nein. In der Zukunft wird Mobilität viel kleinteiliger bedient werden, je nachdem welches Mobilitätsbedürfnis man hat. Aber Straßen und Schienenverkehr werden nicht ersetzt, sondern ergänzt und entlastet – durch weitere Angebote wie beispielsweise unsere Volocopter-Lufttaxis.

Funktioniert das bei uns in Deutschland denn überhaupt?

Zosel: Die Behörden in Deutschland waren von Anfang an große Unterstützer unserer Idee eines bemannten Multicopters. Grund hierfür ist, dass das technische Design des Volocopter voll auf Sicherheit ausgelegt ist. Deshalb haben wir 2016 auch die erste vorläufige Lizenz der Welt von einer deutschen Behörde erhalten. Dennoch denken wir, dass Lufttaxis Systeme eher in anderen Regionen der Welt zuerst etabliert werden. Und zwar dort, wo es keine Möglichkeiten mehr gibt die Kapazitäten der existierenden öffentlichen Verkehrsmittel zu erhöhen. In diesen Städten ist der weg in die Luft, die einzige Alternative.

Was sind die nächsten Pläne?

Zosel: Dass unser Volocopter sicher fliegt, haben wir wiederholt bewiesen, zuletzt voll autonom in Dubai und in Las Vegas auf der CES. Nun gilt es, die erste Lufttaxi-Strecke in einer Stadt zu implementieren und zu zeigen, wie der Volocopter als öffentliches Verkehrsmittel für alle den Verkehr auf dem Boden entlastet. Wir führen dazu verschiedene Gespräche. Sobald eine erste Strecke existiert – und das wird bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren der Fall sein –, werden der Nutzen und die Realisierbarkeit des Systems so greifbar sein, dass viele weitere Strecken folgen. Um die Mobilität zu ändern, braucht man auch ein starkes Team. Aktuell haben wir 70 Mitarbeiter, aber wir sind immer auf der Suche nach neuen Leuten, die die Zukunft der Mobilität mitgestalten möchten.

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