Laden an Hotels und Restaurants – gut fürs Geschäft

02.05.2023

Immer mehr kommunale und öffentliche Ladepunkte entstehen. Auch viele Hotels, Restaurants und Supermärkte errichten Ladelösungen für ihre Kunden auf. Eine gute Idee fürs Geschäft, denn mehr Kundenbindung geht kaum. 

Wer im Hotel übernachtet, verbringt in aller Regel acht bis zwölf Stunden dort. Um den Aufenthalt für Fahrer eines Elektroautos angenehm zu gestalten, bieten sich Ladepunkte vor der Hotelanlage oder in der Garage an. Was den Fahrer oder die Fahrerin erfreut, kommt auch dem Hotelbetrieb zugute.

Denn eine Ladestation oder Wallbox ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Und genau deshalb lockt sie Gäste an. Ökostrom oder ein regionales Stromprodukt unterstellt, fördert sie zudem das Image als nachhaltiges Unternehmen.

 

Ladeangebote für Kunden

Für Restaurants empfehlen sich Schnelllade-Lösungen, weil der Aufenthalt dort kürzer ist. Im Münchner Sternelokal „Tantris“, eine der feinsten Gourmetadressen in Deutschland, laden Gäste kostenlos. Manche Hotelketten und Buchungsportale haben sich auf das spezielle Bedürfnis ihrer Gäste spezialisiert, überall bequem zu laden. Und nie war es leichter, in beliebten Urlaubsgegenden Rast zu machen oder von Hotel zu Hotel zu reisen.

BIO Hotels hat 34 Reisehotels innerhalb von Deutschland zur Auswahl, bei denen man sein E-Auto bequem aufladen kann. 

In Deutschland gibt es insgesamt 2.942 Standorte mit 9.139 kostenlosen Ladepunkten. Weltweit sind es 8.386 Standorte. 

TIPP: Die Ladezeit sinnvoll nutzen, in dem man Pause macht, kurz Essen geht oder die Gegend besichtigt.

 

Die passende Ladesäule für Ihren Betrieb

Eine Ladelösung mit einem oder gar mit mehreren Ladepunkten lohnt sich besonders, wenn es entsprechend beworben wird und tatsächlich neue Gäste kommen.

Oftmals genügt zum Einstieg eine „intelligente“ Wallbox. Intelligent ist sie dann, wenn sie eine einfache Authentifizierung anbietet: Die Rezeption gibt eine RFID-Karte an Hotelgäste aus, die ihnen das Laden ermöglicht. Das funktioniert reibungslos, selbst wenn immer nur ein Fahrzeug laden kann. Damit niemand vor einer belegten Station oder Wallbox steht, sollte man Gästen schon bei der Zimmerreservierung ermöglichen, sich mitsamt Elektroauto anzumelden. Und Stammgäste, die das Wünschen, als solche mit Elektroauto erfassen.

„Intelligenz“ kann gleichzeitig heißen: Die Ladeleistung wird so geregelt, dass sie nicht mit elektrischen Großverbrauchern wie Wasch- und Spülmaschinen oder Trockner kollidiert. Inzwischen gibt es für Hotels spezialisierte Angebote mit Wallbox und Software.  

Durch die Legung einer Minimal-Leitungsinfrastruktur lässt sich im ersten Schritt eine Ladeinfrastruktur für eine Kleinzahl an E-Fahrzeugen installieren, die später mit weiteren Ladepunkten ausgebaut werden kann 

Ebenso ist eine komplette Vollausstattung möglich, bei der jeder Parkplatz einen eigenen Ladepunkt besitzt.

TIPPS:  

  1. Den Bedarf bestimmen - indem man die Anzahl der E-Autos ermittelt, die regelmäßig am Standort parken und geladen werden müssen.
  2. Den richtigen Standort auswählen – für eine optimale Nutzung und Zugänglichkeit für den Gast, z.B. in der Nähe des Eingangs oder auf dem Gästeparkplatz

 

Wer bezahlt das Laden? 

Für ein Hotel ist eine gewisse Auslastung der Ladepunkte unabdingbar. Insofern empfiehlt es sich, die Gäste zunächst kostenlos laden zu lassen. Später könnte man immer noch auf ein Bezahlmodell umsteigen. Dabei gilt: Je einfacher und transparenter die Bezahlmöglichkeit gestaltet ist, desto mehr Akzeptanz findet sie unter den Gästen. 

 

Die Umsetzung: Darauf sollten Sie achten

Ein Unternehmen, das eine Ladelösung errichtet, steht vor mehreren Fragen:

  • Wer erhält Zugang zu den Ladepunkten, und wie wird dieser technisch ausgelegt? Eine Authentifizierung – siehe oben – ist das Minimum.
  • Wie wird das Laden (und Zahlen) organisiert?

Hotelgäste bringen immer die Zeit mit, um die Akkus ihres Fahrzeugs auch bei niedrigem Ladetempo vollzuladen – Restaurantbesucher dagegen fast nie. Für sie ist es wünschenswert, mit 22 Kilowatt oder mehr zu laden. Nach ein oder zwei entspannten Stunden kehren sie zu ihrem Fahrzeug zurück. Hotelgäste können sich die Ladezeit mit anderen teilen. 

TIPP: Wenn das Laden öffentlich, also gemäß Ladesäulenverordnung jedermann zugänglich ist und bezahlt werden muss, wird das unter Umständen vom Finanzamt als eigenes Gewerbe eingestuft. Daher sollten Sie vorher mit einem Steuerberater und der Finanzbehörde sprechen.

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