Elektroauto laden

Ihr Elektroauto können Sie auf verschiedene Weise laden: per Steckdose, mit einer Wallbox und natürlich auch an einer öffentlichen Ladestation. Welche Unterschiede sind zu beachten, was funktioniert am besten? Ein Überblick.

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Laden an der Steckdose 

Ein Elektroauto kann man an jeder üblichen Haushaltssteckdose mit 230 Volt laden. Bezahlen tun Sie über Ihre Stromrechnung; üblicherweise kostet eine Kilowattstunde Strom etwa 32 Cent. Zum Laden brauchen Sie ein spezielles Ladekabel mit einer Steuer- und Schutzeinrichtung, das bei den meisten E-Autos zum Lieferumfang gehört. Das Steuergerät heißt auch In-Kabel-Kontrollbox beziehungsweise In-Cable Control Box oder kurz ICCB und sorgt dafür, dass die Steckdosen nicht überlastet werden. 

Zu empfehlen ist das Laden an der Haushaltssteckdose allerdings nicht. Dass die Ladedauer je nach Zustand der Batterie bis zu 15 Stunden beträgt, ist das eine. Schwerer wiegt, dass die Hausinstallation in der Regel nicht auf eine solche erhöhte Dauerbelastung ausgelegt ist. Man nimmt also einen schlechten Wirkungsgrad und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in Kauf. Das Verfahren wird deshalb auch „Notladung“ genannt.  

 

An öffentlichen Ladestationen laden 

Wenn Sie mit Ihrem E-Auto unterwegs sind und Strom brauchen, dann bekommen Sie diesen an einer von mittlerweile fast 50.000 (Stand August 2021) öffentlichen Ladepunkten in Deutschland. Die Preise variieren von Anbieter zu Anbieter. Bezahlen können Sie entweder per Ladekarte, App oder die Rechnung kommt mit der Post am Ende des Monats. Hier lohnt es sich unter Umständen, ein Roaming-Angebot zu nutzen, bei dem Sie zum Beispiel im Urlaub oder auf Geschäftsreisen an Ladestationen unterschiedlicher Anbieter Strom laden können. 

 

Ihre Ladestation für Zuhause

Sie können Ihr E-Auto an einer ganz normalen Haushaltssteckdose laden – empfehlenswert ist das aber nicht. Der Grund: Weil das Laden auf diese Art sehr lange dauert, wird die Steckdose sehr stark beansprucht. Und das kann zu Kabelbränden führen. Einfacher, effizienter und sicherer ist eine Wallbox. Diese Ladelösungen, die an den Dreiphasen-Wechselstrom mit 400 Volt angeschlossen werden, haben den enormen Vorteil, dass sie die Ladezeiten entscheidend verkürzen. Zudem können Sie Ihr Auto an der Wallbox – anders als an öffentlichen Ladestationen – laden, wann immer Sie wollen. Wenn Sie Ihre Wallbox mit Ihrer Photovoltaikanlage verbinden, können Sie Ihr Auto sogar mit Ihrem selbstproduzierten Strom laden – besten Ökostrom und noch dazu gratis.

Welche Ladelösung ist die richtige? 

Wer sein Elektroauto nur über Nacht lädt, dem reicht eine günstige 11-kW-Wallbox. Am Morgen ist das Auto auf diesem Weg auf jeden Fall vollgeladen. Eine 22 kW-Ladestation zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Sie damit noch schneller laden können. Ein Ladekabel verbindet das Auto mit der Wallbox. Es kann im E-Auto mitgeführt werden oder fest mit der Wallbox verbunden sein. Üblich sind heute Ladekabel mit Typ-2-Stecker. Achtung: Nach §19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) müssen neue Ladestationen beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Ladestationen mit mehr als 11 kW sind zudem genehmigungspflichtig.

 

Tipp: Nehmen Sie frühzeitig und vor Installation Ihrer Wallbox Kontakt zu Ihrem Netzbetreiber oder Energieversorger auf, um die Voraussetzungen bei Ihnen vor Ort zu klären. 

 

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FAQ

Häufige Fragen und Antworten zu Wallboxen

Eine Wallbox ist ein kompaktes Ladegerät, das zum Schnellladen von Elektroautos genutzt werden kann. Im Grunde ist eine Wallbox mit einem Steckdosenadapter für ihr Smartphone zu vergleichen – eben nur für Ihr E-Auto. Im Gegensatz zu öffentlichen Ladestationen sind Wallboxen für den privaten Gebrauch schnell und einfach aufgebaut und für den Einsatz in Innenräumen (Garagen) sowie im Außenbereich (Parkplätze und Carports) gedacht. Als Schnittstelle zwischen dem Starkstromnetz und dem Ladekabelstecker sorgt die Wallbox für eine sichere und reibungslose Kommunikation zwischen Strominfrastruktur, Ladekabel und Ladeelektronik des Elektroautos.

Kurz gesagt: Eine Wallbox sorgt für mehr Komfort und Sicherheit beim Laden Ihres Elektroautos bei Ihnen zuhause. Wallboxen bringen vor allem gegenüber dem Laden mit einer Haushaltssteckdose viele Vorteile mit sich: Aufgrund der höheren Ladeleistung, können Sie ihr E-Auto mit einer Wallbox deutlich schneller laden. Innerhalb von wenigen Stunden ist der Akku Ihres E-Autos vollständig aufgeladen (abhängig von Modell des Autos, Leistung der Ladestation und Ladestand der Batterie).

Zudem bietet eine Wallbox maximalen Komfort. Die Ladestation wird an einem für Sie perfekten Platz angebracht, sodass mit nur einem Handgriff das Ladekabel in der Ladebuchse des Autos platziert werden kann. Im Übrigen bietet eine Wallbox maximale Sicherheit für Sie und ihr Zuhause. Denn sie verfügt über einen allsensitiven Schutzschalter, welcher sogar Gleichstromfehler erkennt und sicher abschaltet.

Grundsätzlich passt jede Wallbox zu jedem Elektroauto. Einziges Ausschlusskriterium kann der Steckertyp sein: Ist an der Wallbox ein festes Ladekabel mit Typ-1-Stecker verbaut, Ihr Auto benötigt aber einen Typ 2 Stecker, können Sie nicht ohne einen Adapter laden. Wir beraten Sie gern zu Ihren Möglichkeiten.

Wallboxen gibt es mit einer Leistung ab 3,7 Kilowatt (kW). Welche Ladeleistung letztendlich bei Ihnen installiert wird, hängt primär von Ihrem Elektrofahrzeug ab. Für Plug-In Hybride sind 3,7 kW ausreichend – in der Regel kann ein Plug-In Hybrid sowieso nicht mehr Leistung aufnehmen. Dies gilt auch für einige reine Elektroautos wie den Nissan Leaf

Am gängigsten ist jedoch eine Ladeleistung von 11 kW, für die sich die meisten E-Autos eignen. Mit dieser Ladeleistung sind das Fahrzeug in wenigen Stunden voll aufgeladen. Zum Vergleich: Lädt man einen aktuellen BMW i3 an der üblichen Haushaltssteckdose, dauert eine Vollladung fast 10 Stunden, mit einer 11 kW-Wallbox dagegen nur gut drei Stunden. Wer absehen kann, dass sein Elektroauto beim Ladevorgang regelmäßig länger steht, dem reicht die Wallbox mit einer Leistung von 11 Kilowatt. Das reicht aus, um einen BMW ID.3 mit mittlerer Batterie in fünf bis sechs Stunden vollständig aufzuladen. Ein Ladekabel verbindet das Auto mit der Wallbox. Es kann im E-Auto mitgeführt werden oder fest mit der Wandladestation verbunden sein. Üblich sind heute Ladekabel mit Typ-2-Stecker. Bei einigen asiatischen Herstellern sind noch Typ-1-Stecker verbreitet, die mit Adapter kompatibel gemacht werden können. Vorsicht: Eine Wallbox mit einer Ladeleistung über 11 kW ist meldepflichtig. Im besten Fall nehmen Sie frühzeitig Kontakt zu Ihrem Energieversorger auf, der die Voraussetzungen bei Ihnen vor Ort klären kann.

Wallboxen mit 22 kW laden noch schneller, sind aber auch teurer. Außerdem muss der Netzbetreiber einer Installation hier ausdrücklich zustimmen. Einige Elektroautos wie der Renault Zoe oder Taslas können bereits 22 kW Ladeleistung aufnehmen. Einfache Wallboxen sind günstig, vernetzte Wallboxen bieten mehr Funktionen: Sie sind mit dem Internet verbunden und lassen sich per Smartphone an steuern, liefern Daten zu den Ladevorgängen, lassen sich mit Smart-Home-Systemen und Solaranlagen verknüpfen und haben teilweise sogar einen eigenen Stromzähler an Bord und. Der ist etwa dann sinnvoll, wenn man einen Dienstwagen fährt und die Ladekosten mit dem Arbeitgeber abrechnen will. Gerade Mieter und Wohnungseigentümer sollten zudem eine Wallbox mit Zugangskontrolle wählen.

Ja, grundsätzlich ist das Laden an einer normalen Haushaltssteckdose bei den meisten Elektroautos möglich. Allerdings ist das ziemlich langsam und zudem auch sehr gefährlich. Denn hierbei besteht immer die Gefahr von Kurzschlüssen und Kabelbränden durch Überhitzung, da Haushaltssteckdosen und deren Zuleitungen nicht auf derartig hohe Dauerbelastungen ausgelegt sind. Wir empfehlen daher immer eine Wallbox, die speziell für das Laden eines Elektroautos entworfen wurde.

Ja, Sie können pro Ladestation einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 900 Euro auf die Anschaffung und Installation erhalten. Um eine Förderung für Ihre Ladestation zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Bei Ihrer Ladestation handelt sich um Ladepunkte an Stellplätzen und Garagen, die nur privat zugänglich sind.

2. Die Ladestation wird mit genau elf Kilowattstunden Ladeleistung installiert.

3. Die Ladestation ist intelligent steuerbar (Kommunikationsschnittstellen zu anderen Komponenten im Stromnetz).

4. Die Lade­station nutzt ausschließlich Strom aus erneuer­baren Energien Der Förderungsantrag muss vor dem Kauf Ihrer Ladestation beim Bund beantragt werden. Selbstverständlich unterstützen wir Sie gern bei diesem Prozess. Gemeinsam mit Ihnen füllen wir u. a. das Förderantragsformular aus und beraten Sie umfassend zu Ihren Möglichkeiten und Wünschen.

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