Elektroauto Ladedauer

Wie lange dauert es, ein E-Auto zu laden?

Die Ladedauer eines Elektroautos hängt von mehreren Faktoren ab: von der Leistung der Ladestation, von der Ladeleistung, mit der die Akkus des Fahrzeugs aufgeladen werden und von der Kapazität der Elektroauto-Batterie.

Was leistet die Ladestation?

Praktisch: Ein Elektroauto zuhause laden kann man an jeder x-beliebigen Schuko-Steckdose. Und das passende Kabel bringt so gut wie jedes Auto mit. Der Nachteil: Beim normalen Haushalts-Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt und einphasigem Laden werden nur circa 2,3 bis 3,1 Kilowatt (kW) Ladeleistung erreicht.

  • Beispiel: Um einen VW e-Golf in diesem Schneckentempo aufzuladen, müsste er 17 Stunden ununterbrochen laden.

Sicherer und schneller lädt man mit einer Wallbox. Als Ladeterminal für die heimische Garage benötigt sie in aller Regel einen Drehstromanschluss mit einer Spannung von 400 Volt. Hier kann man dreiphasig laden. Bei einer Stromstärke von 16 Ampere (A) erreicht die hauseigene Stromtankstelle eine Ladeleistung von 11 kW. Eine entsprechend gesicherte Wallbox mit 32 A Stromstärke kommt auf die doppelte Ladeleistung von 22 kW.

  • Beispiel: Um einen BMW i3 aufzuladen, benötigen Sie 3 bis 4 Stunden

Ladedauer bei öffentlichen Ladesäulen

An öffentliche Ladesäulen geht es nochmals deutlich schneller, ein Elektroauto zu laden. Öffentliche Schnellladestationen, die mit Gleichstrom (DC) betrieben werden, erreichen bis 50 kW Leistung. Dabei bringt die Ladestation das passende Kabel schon mit.

  • Beispiel Nissan Leaf: Mit der CHAdeMO-Gleichstomladung dauert es nur 40 bis 60 Minuten, um die Akkus mit 80 Prozent aufzuladen (man gibt üblicherweise diese 80-Prozent-Ladung an, um Zeiten zu vergleichen. Bis zur vollen Ladung wird die Ladegeschwindigkeit bewusst gedrosselt, um die Akkus zu schonen).

Fürs Laden mit Wechselstrom bis 43 kW gelten in etwa dieselben Zeiten. Volkswagen gibt für seinen e-up eine Ladezeit von 40 Minuten an. Am meisten Power (bis zu 135 kW) haben die Supercharger von Tesla, die allerdings rar gesät sind und nur von Tesla-Fahrzeugen genutzt werden können.

Gleichstrom oder Wechselstrom laden?

Schnelladesäulen, ob Gleichstrom oder Wechselstrom, verkürzen das Laden enorm, weil sie die richtige Hardware und die erforderliche „Intelligenz“ bereitstellen, um das Laden möglichst kurz zu halten. Sie steuern den Ladevorgang so, dass er optimal abläuft, auch was die Schonung der Akkus angeht. Ein Batteriemanagement überwacht beispielsweise die Akku-Temperatur.

Mit Hilfe einer App kann man an der heimischen Wallbox, die meist schon eine WLAN-Schnittstelle aufweist, bequem am Computer verfolgen und überwachen. Laden mit einem simplen Kabel ist aus zwei Gründen so langsam: Die Schuko-Steckdose bremst den Stromfluss, aber auch der On-board-Lader, der Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln muss. Aus Gewichts- wie aus Kostengründen ist dieses Ladegerät nicht sehr leistungsstark. Meistens ist die 230-V-Steckdose der limitierende Faktor, anders gesagt: das schwächste Glied in der Kette.

Was sagt die Batteriestärke über die Ladedauer aus?

Nicht jeder Akku lädt gleich schnell. Eine entscheidende Größe dabei ist die Kapazität der Elektroauto-Batterie, die in Kilowattstunden (kWh) angegeben wird. Von früher 20 kWh rüstet Nissan auf 40 kW auf, für 2019 plant der Hersteller den nächsten Sprung auf 60 kW. Was Kapazität bringt, erhöht auch die Reichweite von Elektroautos.

Aber mehr Akkuleistung bedeutet eben auch mehr Fahrzeuggewicht. Statt der 700 Kilo schweren Akkus wie bei Modellen von Tesla, was 500 bis 600 Kilometer Reichweite bedeutet, beschränken andere Hersteller deren Gewicht lieber auf der Hälfte. So etwa der VW e-Golf mit 345 Kilo.

Ladedauer von Elektroautos: Eine Übersicht

  • Ladedauer Renault ZOE: Den Kleinwagen gibt es mit zwei Batteriestärken zu kaufen: In der Basisversion beträgt die Akku-Kapazität 22 kWh. Wer etwas mehr ausgeben und eine größere Reichweite erreichen will, kann sich den Wagen auch mit einer 41-kWh-Batterie zulegen. Die Tabelle zeigt, wie lange der Ladevorgang dauert, wenn ein fast leerer Akku komplett aufgeladen wird.
3,1 kW11 kW22 kWSchnellladestation
22 kWh7:20 h1:40 h0:54 h0:54 h
41 kWh13 h3:20 h1:40 h1:40 h

 

  • Ladedauer BMW: Die Batterie des BMW i3 verfügt eine Kapazität von 35,8 kWh. Auch hier gilt die Annahme, dass der Akku fast leer ist und auf 100 % aufgeladen wird:
3,1 kW11 kW22 kWSchnellladestation
12:30 h3:20 h1,15 h

 

  • Die Ladedauer eines Tesla Modell S mit einer Batteriekapazität von 90 KWh braucht bei einer Normalladung wegen der Größe der Batterie zwar besonders lange, bis er wieder startbereit ist, dafür ist die Reichweite auch besonders hoch:
3,1 kW11 kW22 kWSupercharger
40 h8:30 h6 h0:30 h
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