Urlaub mit Elektroauto

Mit dem E-Auto in den Urlaub

Mit dem Elektroauto einkaufen fahren oder die Kids zur Schule bringen, ist überhaupt kein Problem. Aber wie ist das, wenn man mit so einem E-Auto in den Urlaub fahren will? Wir haben uns mal umgehört.

Wenn es um E-Autos geht, dann hört man oft, dass die ja eigentlich ganz toll sind – wenn da nur nicht die geringe Reichweite der Elektroautos wäre. Dabei kommen die mit Strom betriebenen Autos viel weiter als die meisten denken. Und zwar nicht nur im Alltag: Man kann mit einem Elektroauto sogar in den Urlaub fahren.

Wie Sie einen Urlaub mit Elektroauto planen

Damit die Reise reibungslos über die Bühne geht und Sie möglichst ohne große Umwege am Ziel landen, sollten Sie Ihre Reise gut vorbereiten. Egal, ob sie in Norwegen wandern oder in Italien am Strand ausspannen wollen: Wählen Sie immer eine Route, die entlang möglichst vieler Ladestationen verläuft.

Steven Hille, Reiseblogger und Journalist, weiß genau, worauf es ankommt, er hat schon eine Urlaubstour im E-Auto hinter sich. Seine Empfehlung lautet: „Mit dem Elektroauto reisen heißt planen. Direkt nach dem letzten Ladevorgang muss schon die nächste Stromtankstelle anvisiert werden. Dann kann eigentlich nicht mehr viel schief laufen.“ Deswegen sei es enorm wichtig, zu wissen, wo sich die E-Tankstellen befinden, so Steven.

Einen speziellen Routenplaner für E-Autos findet sich auf der Website von Going Electric. Praktisch: Hier lässt sich auch eingeben, welches Auto man fährt und welchen Stecker man nutzt. Aus diesen Daten wird dann Ihre individuelle Route errechnet. Einen Überblick über das gesamte Netz in Deutschland bietet auch die Bundesnetzagentur mit ihrem Ladesäulenregister.

Die besten Ziele für den Urlaub mit Elektroauto

In Mitteleuropa ist das Ladenetz relativ engmaschig. Hier ist es absolut kein Problem ohne Umwege ans Ziel zu kommen. Vor allem Frankreich mit insgesamt 8.000 öffentlichen Stationen bietet sich als Urlaubsland an, auch Holland zeigt sich gut gerüstet. Bei unserem Nachbarn finden sich rund 7.000 Stationen. Auch Belgien, die Schweiz oder Österreich sind wunderbare Ziele für Elektroauto-Urlauber. Und wie sieht es im Norden Europas aus?

„In Dänemark war das Laden des Elektroautos gut möglich“, sagt Steven. „Gar keine Probleme hatte ich während meines Trips in Norwegen. Das Land ist gut für die E-Mobilität gerüstet. In Norwegen sparen die Käufer eines Elektroautos die Mehrwertsteuer (ganze 25 Prozent), können Busspuren in den Städten nutzen, kostenlos die Inlandsfähren nutzen und an vielen Stellen kostenlos parken und laden. Ach ja, Mautgebühren sparen die Stromer auch.“

Eher schwierige Ziele fürs E-Auto

Wen es in den sonnigen Süden zieht, für den gestaltet sich die Suche nach einer E-Tanke schon deutlich schwieriger. „Dann muss man schon ein Planungsgenie sein, um seinen elektrischen Roadtrip bewältigen zu können. Unmöglich ist es aber nicht. So ist Kurt Krautgartner, ein wahrer Elektroauto-Freak, den ich für einen Zeitungstext interviewen durfte, beispielsweise mit seinem Elektroauto von Österreich nach Marokko gefahren“, sagt Reiseblogger Steven.  

Durch Italien kommt man noch vergleichsweise leicht, weiter südlich aber, zum Beispiel in Griechenland, sieht das ganz anders aus. In Spanien und Portugal finden sich ebenfalls kaum E-Stationen und wenn, dann ausschließlich in den größeren Städten. Auch in Serbien, Bulgarien oder in der Türkei sind Ladestationen noch Mangelware. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Osteuropa: Wer Destinationen östlich von Polen ansteuern will, stößt dort nur auf eine äußerst löchrige Infrastruktur.

Elektroauto im Urlaub laden

Mit einem „normalen“ Auto kommen Sie je nach Fahrweise mit einer Tankfüllung gut und gerne 500 Kilometer weit. „Das schaffen nur sehr wenige Elektroautos“, weiß Steven seit seinem Roadtrip durch Norwegen. Er sagt, dass man bei einem Elektroauto den NEFZ-Reichweiten, die unter Laborbedingungen berechnet werden, auf keinen Fall vertrauen dürfe. Die tatsächliche Reichweite liege schätzungsweise 50 Prozent darunter.

Die Batterie des Elektroautos kann also sehr schnell leer sein. Am bequemsten tankt es sich an Schnellladestationen. Dort dauert das Laden von E-Autos ungefähr eine Stunde. Das ist verglichen mit dem Tanken eines Verbrenners immer noch lang, verschafft einem aber eine Pause, bei der man genügend Zeit hat, etwas essen zu gehen. Das Problem: Diese Schnellladestationen finden sich nicht überall. Landet man an einer deutlich langsameren Ladestation mit Typ-2-Anschluss, dann kann der Stopp zur Qual werden: Dort braucht man zwischen fünf und sechs Stunden, bis der Akku wieder voll ist.

Fazit und 3 Tipps vom Experten

Es ist schon möglich, emissionsfrei in den Urlaub zu fahren. Deswegen sollte man sich unbedingt gut vorbereiten und sich nicht zu große Tagesetappen vornehmen. „Dann ist das Reisen mit dem Elektroauto super entspannt. 200 Kilometer ohne Laden oder 400 Kilometer mit einem Ladestopp sind locker möglich“, sagt Experte Steven. Seine Extra-Tipps:

  1. Bei der Streckenplanung während der Fahrt ist eine App wie Chargemap sehr hilfreich. Sie setzt auf die Erfahrungen aus der Community und bietet ein E-Tankstellenverzeichnis und einen Routenplaner – ideal für die Planung vorab und für unterwegs.
  2. Egal, wohin Ihre Reise geht: Checken Sie unbedingt noch zuhause, ob Sie auf Ihrem Weg und am Ziel eine Registrierung zum Tanken brauchen. Informationen dazu bekommen Sie zum Beispiel bei den Tourismusverbänden der jeweiligen Urlaubsländer.
  3. Überall dort, wo es entweder nur wenige oder nur wenige frei nutzbare Ladestationen gibt, ist es ratsam, nur über Nacht zu laden. Zum Beispiel an normalen Steckdosen im Hotel oder auch beim Camping mit Elektroauto. Oft wird das nicht einmal berechnet, wie Steven weiß: „Für die Reisekasse ist das natürlich eine tolle Sache!“
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