Elektroauto halböffenlich laden vor Geschäften, Restaurants, Hotelss

Laden an Hotels und Restaurants – gut fürs Geschäft

Immer mehr kommunale und öffentliche Ladestationen entstehen. Auch viele Hotels, Restaurants und Supermärkte stellen Ladesäulen für ihre Kunden auf. Eine gute Idee fürs Geschäft, denn mehr Kundenbindung geht kaum.

Wer im Hotel übernachtet, verbringt in aller Regel acht bis zwölf Stunden dort. Um den Aufenthalt für Fahrer eines Elektroautos angenehm zu gestalten, bietet sich eine Ladesäule vorm Haus oder in der Garage an. Was den Fahrer oder die Fahrerin erfreut, kommt auch dem Hotelbetrieb zugute.

Denn eine Ladesäule oder Wallbox ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Und genau deshalb lockt sie Gäste an. Ökostrom oder ein regionales Stromprodukt unterstellt, fördert sie zudem das Image als nachhaltiges Unternehmen.

Ladeangebote für Kunden

Für Hotels und Gaststätten ist das keine neue Erkenntnis. Viele praktizieren es längst. Im März 2018 berichtete der „Spiegel“: „Auf den Parkplätzen und in den Tiefgaragen von Hotels oder Restaurants befinden sich 9,7 Prozent der gesamten deutschen Ladestationen." Außerdem habe der deutsche Hotel- und Gaststättenverband eine Mitgliederumfrage unter 700 Hoteliers und Gastronomen durchgeführt. Ergebnis:

„Jeder fünfte Betrieb verfügt demnach bereits über eine Lademöglichkeit für Elektroautos, und etwa ein Drittel der Betriebe plant, eine Ladestation zu installieren.“Spiegel.de (März 2018)

Mittlerweile dürften sehr viele hinzugekommen sein. Für Restaurants empfehlen sich Schnelllade-Lösungen, weil der Aufenthalt dort kürzer ist. Im Münchner Sternelokal „Tantris“, eine der feinsten Gourmetadressen in Deutschland, laden Gäste kostenlos. Außerdem bietet das Edelrestaurant seinen Gästen einen Chauffeurservice – sie werden in einem Tesla zum Lokal gefahren. Da bleibt man gern etwas länger.

Manche Hotelketten und Buchungsportale haben sich auf das spezielle Bedürfnis ihrer Gäste spezialisiert, überall bequem zu laden. Und nie war es leichter, in beliebten Urlaubsgegenden Rast zu machen oder von Hotel zu Hotel zu reisen.

Die passende Ladesäule für Ihren Betrieb

Eine Ladesäule mit einem oder gar mit mehreren Ladepunkten ist eine kostspielige Angelegenheit. Das lohnt sich nur dann, wenn es entsprechend beworben wird und tatsächlich neue Gäste kommen.

Oftmals genügt zum Einstieg eine „intelligente“ Wallbox. Intelligent ist sie dann, wenn sie eine einfache Authentifizierung anbietet: Die Rezeption gibt eine RFID-Karte an Hotelgäste aus, die ihnen das Laden ermöglicht. Das funktioniert reibungslos, selbst wenn immer nur ein Fahrzeug laden kann. Damit niemand vor einer belegten Station oder Wallbox steht, sollte man Gästen schon bei der Zimmerreservierung ermöglichen, sich mitsamt Elektroauto anzumelden. Und Stammgäste, die das wünschen, als solche mit Elektroauto erfassen.

„Intelligenz“ kann gleichzeitig heißen: Die Ladeleistung wird so geregelt, dass sie nicht mit elektrischen Großverbrauchern wie Wasch- und Spülmaschinen oder Trockner kollidiert. Für Hotels befinden sich spezialisierte Angebote von Ladebox und Software zurzeit in der Erprobung.

Wer bezahlt das Laden? Für ein Hotel ist eine gewisse Auslastung der Ladestation unabdingbar. Insofern empfiehlt es sich, mit einem kostenlosen Angebot einzusteigen. Nicht minder wichtig ist der „return on invest“. Eine „smarte“ Wallbox und eine Ladesäule sehen die Möglichkeit der Abrechnung vor. Je einfacher und transparenter die Bezahlmöglichkeit gestaltet ist, desto mehr Akzeptanz findet sie.

Die Umsetzung: Darauf sollten Sie achten

Ein Unternehmen, das eine Ladesäule errichtet, steht vor mehreren Fragen:

  • Wer erhält Zugang zu der Ladesäule, und wie wird dieser technisch ausgelegt?
    Eine Authentifizierung – siehe oben – ist das Minimum.
  • Wie wird das Laden (und Zahlen) organisiert?
    Hotelgäste bringen immer die Zeit mit, um die Akkus ihres Fahrzeug auch bei niedrigem Ladetempo vollzuladen – Restaurantbesucher dagegen fast nie. Für sie ist es wünschenswert, mit 22 Kilowatt oder mehr zu laden. Nach ein oder zwei entspannten Stunden kehren sie zu ihrem Fahrzeug zurück. Hotelgäste können sich die Ladezeit mit anderen teilen.
    TIPP: Wenn das Laden öffentlich, also gemäß Ladesäulenverordnung jedermann zugänglich ist und bezahlt werden muss, wird das unter Umständen vom Finanzamt als eigenes Gewerbe eingestuft. Daher vorher mit Steuerberater und Finanzbehörde sprechen.
  • Wer installiert die Ladebox?
    Hier kommt die Frage der Kooperation ins Spiel: Um regionalen grünen Strom anzubieten, sind ein regionaler Erzeuger oder Versorger die erste Adresse. Die lokalen Stadtwerke haben fast immer das Produktangebot und auch die technische Kompetenz, das zu übernehmen. Nicht selten gibt es ein spezielles Förderprogramm. Der Betreiber der Ladesäule muss ohnehin den zuständigen Netzbetreiber kontaktieren, um die technischen Voraussetzungen zu klären und den sicheren Betrieb der Ladesäule genehmigen zu lassen. Vielleicht ist der Standort günstig, um gleich mehrere Ladepunkte zu installieren. Oder der Stromanbieter hat Interesse, die Ladesäule als Teil seines Portfolios vorzustellen.
    TIPP: Die Ladesäule dort installieren, wo von mehreren Seiten ein Zugang möglich ist. Ladekabel nicht zu kurz wählen.

Anbieter in Ihrer Region finden

Viele Stadtwerke bieten auch deshalb selbst Wallboxes und Ladesäulen an sowie Komplettpakete von der Beratung bis zur Installation an – nicht nur für Privat- sondern ebenso für Gewerbekunden.

Mit Hilfe unseres Konfigurators finden Sie die direkt die richtigen Ansprechpartner in Ihrer Region => Jetzt ausprobieren!

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