Stromtankstelle im Alltag

Woher kommt eigentlich der Strom für die E-Autos?

Die Verkehrswende kommt voran: Immer mehr saubere Elektroautos fahren auf Deutschlands Straßen. Aber woher kommt eigentlich der Strom dafür? Wir haben nachgeschaut.

Die Pläne der Bundesregierung schienen lange Zeit nicht realisierbar: 2020 sollen eine Million E-Autos, weitere zehn Jahre später bereits sechs Millionen auf unseren Straßen unterwegs sein. Anfang 2019 waren 83.175 reine E-Autos zugelassen und 341.411 Hybrid-Pkw. Doch jetzt, da die Euphorie um die Elektromobilität auf allen Seiten so groß ist wie nie zuvor, erscheinen die Zahlen plötzlich durchaus machbar.

Strom für Elektromobilität: Woher nehmen?

Vollkommen ausgeblendet dabei scheint die Frage, woher eigentlich der ganze Strom kommen soll, der die Fahrzeuge antreibt. Wissenschaftler des Öko-Instituts in Freiburg haben berechnet, dass durch die Elektromobilität im Jahr 2030 eine zusätzliche Stromnachfrage von etwa elf Terrawattstunden entsteht. Dies entspricht etwa zwei Prozent des heutigen Gesamtstromverbrauchs in Deutschland. Die Unternehmensberater von McKinsey rechnen mit einer Steigerung der Stromnachfrage durch E-Autos um 1 Prozent bis 2030, selbst im Jahr 2050 sollen nur rund 6,5 Prozent der gesamten Stromnachfrage von Elektroautos stammen.

Wenn die Deutschen emissionsfrei E-Autos fahren wollen, muss der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen. Den bekommt nur, wer ihn ausdrücklich über einen Ökostromtarif bestellt. Ansonsten fließt aus der Steckdose der deutsche Strommix, dessen Anteil erneuerbarer Energien 2018 erstmals über 40 Prozent gestiegen ist. Die restlichen 60 Prozent stammen aus Braun- und Steinkohle, Erdgas sowie Kernkraft.

Aber die Aufgabe, Elektroautos günstig mit Strom zu versorgen, erscheint lösbar, denn schließlich gibt es heute bereits zeitweise jede Menge überschüssigen Strom aus regenerativer Produktion. Und der lässt sich in den Batterien der Elektroautos speichern.

Beispiel: E-Auto-Besitzer mit eigener Photovoltaikanlage können den selbst produzierten Strom, den sie nicht im Haushalt verbrauchen, temporär in ihrem Auto speichern. An die häusliche oder regionale Energieversorgung angedockt, kann das Auto zukünftig sogar das Stromnetz entlasten – indem es den Strom wieder ans Netz abgibt, wenn der Energiebedarf besonders hoch ist.

Neue Netze braucht das Land

Je erfolgreicher die Mobilitätswende, desto mehr Ökostrom braucht Deutschland. Das heißt viele neue Solarparks und -anlagen, vor allem aber große On- und Offshore-Windparks. Gebaut werden sie hauptsächlich im Norden, also dort, wo häufig der Wind weht.

Um den dort produzierten Strom zu transportieren, braucht es ein modernes Stromnetz, das den veränderten Anforderungen in allen Belangen gewachsen ist: Trassen, die den Strom von Nord nach Süd transportieren, und natürlich auch viele kleine Leitungen, die ihn weiterverteilen bis hin zu den Ladesäulen und Wallboxen, an denen die E-Autos tanken.

Nach Schätzung der Nationalen Plattform Elektromobilität sind allein für die geplanten eine Million E-Autos bis 2020 rund 70.000 Ladepunkte und gut 7100 Schnellladesäulen erforderlich. Anfang Mai 2019 gab es laut Ladesäulenregister 17.400 Ladepunkte in Deutschland, es gibt also noch enormen Nachholbedarf. Die größte Herausforderung bei dem Projekt besteht allerdings darin, das Stromangebot mit dem Bedarf zu synchronisieren. Entscheidend ist nicht unbedingt die Zahl der E-Autos, sondern die Menge gleichzeitiger Ladevorgänge in Kombination mit der aktuellen Netzsituation. Hier könnten die Speicher der E-Autos zum Einsatz kommen.

Anstrengende Aufgabe

Der Klimaschutzplan 2050 besagt, dass Deutschland im Jahr 2050 weitgehend CO2-neutral sein soll. Das bedeutet, dass bis dahin möglichst die ganze Fahrzeugflotte ausgetauscht sein sollte. Um den Strom zu produzieren, den die Elektroautos dann benötigen – Anfang 2019 gab es allein rund 45 Millionen Pkw im Land –, braucht es viele weitere Anstrengungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien.

Suchen Sie eine Wallbox für Ihr E-Auto?
Einfach PLZ eingeben und regionale Angebote entdecken.

Auf der Suche nach einer Ladelösung? Lassen Sie sich beraten! Wir helfen Ihnen auf Ihrem Weg in Richtung Elektromobilität.

Ihre Angaben
Bitte geben Sie einen Vornamen an
Bitte geben Sie einen 2ten Vornamen an
Bitte geben Sie einen Nachnamen an
Ungültige Postleitzahl
Bitte geben Sie Ihre Telefonnummer an
Bitte geben Sie an, wann Sie erreichbar sind
Ungültige E-Mail-Adresse
Bitte geben Sie eine Nachricht an

Bitte akzeptieren Sie die Einverständniserklärung

Bitte akzeptieren Sie die Newsletteranmeldung

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir haben Ihre Daten übermittelt. Unser Partner wird sich an Sie wenden, um den weiteren Ablauf zu besprechen. Vielen Dank für Ihr Anfrage!

vorherige Frage