Elektro-Transporter: Nutzfahrzeuge für Handwerk, Kurier- und Lieferdienst

Im innerstädtischen und regionalen Verkehr haben Elektro-Transporter viele Vorteile, gerade auch für Gewerbetreibende. Besonders praktisch: Die mit Strom betriebenen Modelle gibt es für jeden Bedarf.

Ein Großteil der Lieferfahrzeuge fährt immer noch mit Diesel und erfüllt nicht die Euro-Norm 6. Mit Dieselfahrverboten und CO2-Einschränkungen, die zur Diskussion stehen, wird sich das aber in den nächsten Jahren Schritt für Schritt ändern. Denn nach PKW und Bussen kommen immer mehr Modelle mit Elektromotor auf den Markt, die sich für Handwerker, Kurier- und Paketdienstleister eignen.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey aus dem Jahr 2017 waren kleinere Elektro-Transporter bis 7,5 Tonnen – bei den Kosten auf den Gesamtlebenszyklus gerechnet – genauso attraktiv wie Dieselmodelle. Und zwar im Stadt- und Nahverkehr sowie auf Kurzstecken.

Am effektivsten sind Transporter & Co. bei rund 200 Kilometer Fahrleistung pro Tag eingesetzt. Durch größere Batteriekapazitäten sind inzwischen schon reale Reichweiten von mehr als 300 km möglich.

Experten gehen davon aus, dass die Zahl der E-Transporter in den Fuhrparks der Unternehmen weiter zunehmen wird. Laut einer Studie der Boston Consulting Group aus dem Oktober 2019 werden bis zum Jahr 2030 35 Prozent der neu zugelassenen leichten Lkw (bis sechs Tonnen) und 26 Prozent der neuen schweren Lkw (schwerer als 15 Tonnen) mit alternativen Antrieben fahren.

Kostenvergleich: Viele Förderungen für E-Transporter

Selbst nach Abzug des Umweltbonus von bis zu 9.000 Euro: Die meisten Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb sind in der Anschaffung derzeit noch ein wenig teurer als entsprechende Dieselmodelle. Dafür gibt es aber diverse Prämien für alle, die auf einen sauberen Transporter umsteigen: Bis Ende 2021 gibt es z.B. die bis zu 3.000 Euro staatliche Innovationsprämie obendrauf. Welche Elektroauto Förderung bekommen, verrät die aktuelle Liste der förderfähigen Fahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Auch die KfW-Förderbank unterstützt Gewerbetreibende beim Elektroautokauf: Mit dem KfW-Umweltprogramm 240/241 finanziert sie Umweltschutzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen und Freiberufler, worunter auch Investitionen in die Elektromobilität fallen.

Die KfW gewährt günstige Konditionen (ab 1,00 % effektiver Jahreszins) zur Anschaffung von E-Autos sowie Plug-in-Hybriden und für den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Kredithöhe, Laufzeit und konkreter Zinssatz werden individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Manche Energieversorger und Kommunen stellen ebenso Fördermittel zum Kauf von E-Autos bereit.

Steuervorteile und Öko-Boni für Elektro-Nutzfahrzeuge

Bei Steuer und Versicherung besitzen Elektroautos unschlagbare Vorteile: Wer bis spätestens 31. Dezember 2025 ein E-Fahrzeug neu zulässt, zahlt ab dem Tag der Erstzulassung zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer. Viele Versicherungsunternehmen bieten inzwischen günstige Kfz-Versicherungstarife mit lukrativen Öko-Boni für E-Autos an.

Auch bei den Betriebskosten sind E-Transporter günstiger

Größter Brocken bei der Kostenrechnung gewerblich genutzter Fahrzeuge sind die Betriebskosten, worunter Kraftstoff, Service, Wartung und Reparaturen fallen. E-Transporter profitieren vom günstigen Strompreis für Gewerbekunden, der im Jahr 2020 nach Berechnungen des BDEW im Schnitt bei 16,22 Cent pro Kilowattstunde (kWh) lag und das Fahren preiswerter als mit herkömmlichen Sprit macht. Der VW e-load up braucht beispielsweise rund 12 kWh, der Kastenwagen Nissan e-NV200 etwa 17 kWh Strom pro 100 Kilometer.

Weil Elektromotoren weder Motoröl- und Filterwechsel, Kupplung oder Auspuff benötigen, zeigen sich E-Mobile als weniger wartungs- und reperaturintensiv. Die regelmäßigen Fahrten von Nutzfahrzeugen sind ein deutlicher Vorteil, denn je mehr Kilometer das E-Auto zurücklegt, desto schneller amortisiert sich die Anschaffung gegenüber Benziner und Diesel. Der Kostenvergleich des ADAC zeigt, dass Elektrofahrzeuge immer günstiger werden und einige ihre Verbrennungsmotor-Pendants sogar schon überholt haben.

Elektrische Kleintransporter und Lieferwägen für Reparatur- und Handwerks- und Kurierdienste

  • Wer keinen großen Transporter braucht, ist mit dem Renault Zoe Cargo bestens bedient. In der Cargo-Version entfällt die Sitzbank, was den Kofferraum entsprechend vergrößert. Das Transportgut lässt sich festzurren. Die Reichweite beträgt 317 Kilometer. Die Leasingrate liegt bei 145 Euro im Monat, hinzu kommt die Batteriemiete.
  • Der Lieferwagen Renault Kangoo Z.E. ist in zwei Größen erhältlich, mit bis zu 4,6 Kubikmeter Ladevolumen, 640 Kilogramm Nutzlast und 230 Kilometer Reichweite. Die Leasingraten starten bei 79 Euro im Monat zuzüglich Batteriemiete. Wer den Kangoo kaufen will, muss mit Preisen ab 20.820 Euro rechnen.
  • Bei bis zu 275 Kilometern liegt die Reichweite des Nissan e-NV200. In seinem Laderaum mit 4,2 Kubikmeter Ladevolumen finden zwei Europaletten Platz oder andere Fracht mit bis zu 667 Kilogramm Gewicht. Preis: ab 33.245 Euro.
  • Mit einer Reichweite von 170 km und einer Nutzlast von 695 kg eignet sich Citroën Berlingo Electric L2 bestens für kleinere Handwerksunternehmen und Lieferdienste. Preis: ab 26.228 Euro. 
  • Den VW ABT eCaddy kann man leasen oder kaufen. Es gibt ihn in drei Varianten: als Familien-Van, Kombi oder Kastenwagen. Seine Reichweite liegt bei 123 km. Der Preis für den Kastenwagen mit einem Ladevolumen von 4,2 Kubikmetern startet bei 29.900 Euro, die Leasingrate beläuft sich auf ab 449 Euro monatlich.

Kastenwägen für Handwerker, Gartenbau und Paketzusteller

  • Neben dem e Caddy und den eCrafter bietet VW auch den ABT e-Transporter 6.1 an. Gewerbekunden können den Elektro-Transporter mit einer Nutzlast von bis zu 1,1 Tonnen und einem Laderaumvolumen von 6,7 Kubikmetern leasen, ab 399 Euro monatlich. Die Reichweite des Handwerker-Bullis beträgt bis zu 138 km.
  • Seit 2020 auf dem Markt ist der Fiat Ducato electric. Es gibt den Ducato als Kastenwagen, Kombi oder als Fahrgestell mit Kabine. Seine Reichweite liegt je nach Batterie-Variante zwischen 220 und 360 km. Mit einem Ladevolumen von 10 bis 17 Kubikmetern und einer Nutzlast von bis zu 1.910 kg erreicht der Ducato electric Kastenwagen Spitzenwerte. Der Preis startet bei knapp unter 55.000 Euro.
  • Der Mercedes eVito hat ein Ladevolumen von 6,6 Kubikmetern, eine Zuladung von 1.015 Kilogramm und kommt bis zu 184 Kilometer weit. Der e-Vito kostet ab 44.990 Euro, Leasingraten starten bei 260 Euro pro Monat. Den größeren eSprinter gibt es zu Leasingraten ab 260 Euro im Monat, sein Kaufpreis beginnt bei 44.990 Euro. Seine Reichweite liegt bei bis zu 168 Kilometern. Die Zuladung des Elektro-Transporters liegt bei 1.045 Kilogramm.
  • Den Renault Master Z.E. gibt es als Kastenwagen in drei verschiedenen Längen und zwei Höhen sowie als Fahrgestell für verschiedene Aufbauten bis zu 22 Kubikmeter. Die maximale Nutzlast liegt bei 1,1 Tonnen, die Reichweite bei 120 Kilometer, der Preis beginnt bei 54.900 Euro.
  • Die Elektrofahrzeuge Alkè ATX werden speziell für den gewerblichen und kommunalen Einsatz gebaut. Dazu gibt es ein Ausbau- und Ausstattungsprogramm mit vielen Varianten vom Kipper bis zum Foodtruck. Je nach Modell fährt der ATX bis zu 1.630 Kilogramm Nutzlast im 1,5-Kubikmeter-Laderaum bis zu 150 Kilometer weit und besitzt eine Zugkraft bis zu drei Tonnen. Preis: individuell.
  • Der Iveco Daily Electric ist der größte Transporter mit Elektroantrieb. Mit bis zu 17,0 Kubikmeter Ladevolumen und fast 2,7 Tonnen Nutzlast wird er als Kastenwagen und Fahrgestell mit unterschiedlichen Radständen angeboten. Mit einer Akkuladung kommt der Transporter bis zu 200 Kilometer weit. Preis: ab 75.000 Euro.
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