E-Autos fürs Gewerbe: Renault Twizy Cargo

Für Handwerk, Kurier und Lieferdienst: E-Auto als Nutzfahrzeug

Im innerstädtischen und regionalen Verkehr haben Elektroautos viele Vorteile, gerade auch für Gewerbetreibende. Besonders praktisch: Mittlerweile gibt es mit Strom betriebene Modelle für jeden Bedarf.

 

Der Dieselmotor ist als Umweltsünder in Verruf geraten, in manchen Städten drohen Fahrzeugen mit diesem Antrieb sogar Fahrverbote. Nicht nur die Transport- und Logistikbranche sucht deshalb dringend nach umweltfreundlichen, langlebigen und kostenneutralen Alternativen.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey gibt es sie bereits. Im Nah- und Stadtverkehr sowie auf Kurzstrecken sind kleine Elektro-Transporter bis 7,5 Tonnen, bei den Kosten auf den Gesamtlebenszyklus gerechnet, heute schon genauso attraktiv wie Dieselmodelle. Schon bald könnten Lieferwagen, Transporter, Trucks und Busse mit Elektroantrieb sogar in nahezu allen Bereichen Kostenparität mit Dieselfahrzeugen erreichen, so die Autoren.

Am effektivsten sind Transporter & Co. bei rund 200 Kilometer Fahrleistung pro Tag eingesetzt. Im Schnitt legen gewerblich genutzte Fahrzeuge nur 150 Kilometer täglich zurück, ermittelte das Freiburger Öko-Institut in einer Untersuchung.

Kostenvergleich spricht für E-Fahrzeuge

Selbst nach Abzug des Umweltbonus von derzeit 4.000 Euro: Alle Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb sind in der Anschaffung derzeit noch teurer als entsprechende Dieselmodelle. Welche Elektroautos Förderung bekomme, verrät die aktuelle Liste der förderfähigen Fahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Auch die KfW-Förderbank unterstützt Gewerbetreibende beim Elektroautokauf: Mit dem KfW-Umweltprogramm 240/241 finanziert sie Umweltschutzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen und Freiberufler, worunter auch Investitionen in die Elektromobilität fallen.

Die KfW gewährt günstige Konditionen (ab 1,00 % effektiver Jahreszins) zur Anschaffung von Elektroautos sowie Plug-in-Hybriden und für den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Kredithöhe, Laufzeit und konkreter Zinssatz werden individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Manche Energieversorger und Kommunen stellen ebenso Fördermittel zum Kauf von E-Autos bereit.

Steuervorteile und Öko-Boni für Elektroautos

Bei Steuer und Versicherung besitzen Elektroautos unschlagbare Vorteile: Wer bis spätestens 31. Dezember 2020 ein E-Fahrzeug neu zulässt, zahlt ab dem Tag der Erstzulassung zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer. Viele Versicherungsunternehmen haben inzwischen günstige Kfz-Versicherungstarife mit lukrativen Öko-Boni für Elektroautos im Angebot.

Auch bei den Betriebskosten sind E-Nutzfahrzeuge günstiger

Größter Brocken bei der Kostenrechnung gewerblich genutzter Fahrzeuge sind die Betriebskosten, worunter Kraftstoff, Service, Wartung und Reparaturen fallen. E-Autos profitieren vom günstigen Strompreis für Gewerbekunden, der im Jahr 2017 im Schnitt bei 15,6 Cent pro Kilowattstunde (kWh) lag und das Fahren preiswerter als mit herkömmlichen Sprit macht. Der VW e-load up braucht beispielsweise rund 12 kWh, der Kastenwagen Nissan e-NV200 etwa 17 kWh Strom pro 100 Kilometer.

Weil Elektromotoren weder Motoröl- und Filterwechsel, Kupplung oder Auspuff benötigen, gelten Elektrofahrzeuge als weniger wartungs- und reperaturintensiv. Die regelmäßige Fahrten von Nutzfahrzeugen sind ein deutlicher Vorteil, denn je mehr Kilometer das Elektroauto zurücklegt, desto schneller amortisiert sich die Anschaffung gegenüber Benziner und Diesel. Der Kostenvergleich des ADAC zeigt, dass Elektrofahrzeuge immer günstiger werden und einige ihre Verbrennungsmotor-Pendants sogar schon überholt haben.

E-Autos für Liefer-, Kurier- und Reparaturdienste

  • Für kleine Lasten im urbanen Lieferverkehr eignet sich das Leichtfahrzeug Renault Twizy Cargo. In der Cargo-Version ersetzt ein Kofferraum mit 156 Liter den zweiten Sitzplatz, die Zuladung beträgt 75 Kilogramm, die Reichweite 120 Kilometer. Preis: ab 8.230 Euro.
  • Statt einer Rückbank bietet der VW e-load up! einen Laderaum mit 990 Litern und bringt eine Nutzlast von bis zu 360 Kilogramm bis zu 160 Kilometer weit. Preis: ab 23.046 Euro.

Elektrische Kleintransporter und Lieferwägen für Reparatur- und Handwerksunternehmen

  • Der Lieferwagen Renault Kangoo Z.E. ist ebenfalls in zwei Größen erhältlich, mit bis zu 4,6 Kubikmeter Ladevolumen, 632 Kilogramm Nutzlast und 200 Kilometer Reichweite. Preis: ab 24.776 Euro.
  • Bis zu 300 Kilometer können Besitzer des Kastenwagens Nissan e-NV200 fahren. In 4,2 Kubikmeter Ladevolumen finden zwei Europaletten Platz oder andere Fracht bis zu 667 Kilogramm Gewicht. Preis: ab 34.105 Euro.
  • Der Piaggio Porter Elektro des italienischen Herstellers ist ein bewährtes Kleinfahrzeug. Er ist lieferbar als Kastenwagen (Laderaumvolumen bis zu 3 Kubikmeter, 730 Kilogramm Zuladung, 110 Kilometer Reichweite), Pick-up, Kipper oder Kabine mit Fahrgestell für Aufbauten. Die Preise starten bei etwa 28.000 Euro.

Kastenwägen für Handwerker, Gartenbau und Paketzusteller

  • StreetScooter ein Unternehmen der Deutschen Post, bietet sein Modell Work in den drei Ausführungen Work, Work L und Work XL an: Mit der 20-Kilowatt-Batterie beträgt die Gesamtzuladung im 4,3 Kubikmeter großen Kofferaufbau bis zu 720 Kilogramm und die Höchstreichweite liegt bei 113 Kilometer. Mit der 40-Kilowatt-Batterie schafft der Streetscooter 585 Kilogramm Nutzlast und kommt bis zu 232 Kilometer weit. Preise: ab 40.400,50 Euro und 46.350,50 Euro. Der Work L besitzt 8 Kubikmeter Ladevolumen für bis zu 895 Kilogramm Zuladung, die Reichweite beträgt 205 Kilometer. Preis: ab 51.705,50 Euro. Beide Varianten sind mit Kofferaufbau, als Pick-up und reines Fahrgestell erhältlich. Der Work XL verfügt über eine Zuladung von 1.150 Kilogramm und 20 Kubikmetern Ladevolumen. Er ist bis zu 90 Kilometer pro Stunde schnell, seine Reichweite liegt bei maximal 200 Kilometern. Möglich machen das zwei Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 76 kWh.
  • Auf die Umrüstung des Fiat Ducato in Elektrofahrzeuge hat sich das Hamburger Unternehmen Emovum spezialisiert. Der Emovum Fiat E-Ducato kommt auf 100 Kilometer Reichweite, die sich durch eine Zusatzbatterie verdoppeln lässt. In 8 Kubikmeter Ladevolumen lassen sich bis zu 940 Kilogramm Ladung unterbringen. Preis: ab 40.000 Euro.
  • Der Mercedes e-Vito bildet ab Herbst 2018 den Auftakt zur Elektrifizierung der Sternenflotte. 6,0 Kubikmeter Ladevolumen, 1.015 Kilogramm Zuladung und 150 Kilometer Reichweite zeichnen den Transporter aus, der Preis beginnt ab 47.588,10 Euro. Ein Mercedes eSprinter ist angedacht, 2020 soll der eCitan kommen.
  • Den Renault Master Z.E. gibt es als Kastenwagen in drei verschiedenen Längen und zwei Höhen sowie als Fahrgestell für verschiedene Aufbauten bis zu 22 Kubikmeter. Die maximale Nutzlast liegt bei 1,1 Tonnen, die Reichweite bei 120 Kilometer, der Preis beginnt bei 59.900 Euro.
  • Die Elektrofahrzeuge Alké ATX werden speziell für den gewerblichen und kommunalen Einsatz gebaut. Dazu gibt es ein Ausbau- und Ausstattungsprogramm mit vielen Varianten vom Kipper bis zum Foodtruck. Je nach Modell fährt der ATX bis zu 1.630 Kilogramm Nutzlast im 1,5-Kubikmeter-Laderaum bis zu 150 Kilometer weit und besitzt eine Zugkraft bis zu drei Tonnen. Preis: individuell.
  • Der Volkswagen eCrafter kommt im September 2018 als Kasten- und Pritschenwagen sowie als Fahrgestell in den Handel. Die Reichweite liegt bei gut 170 Kilometern, das Ladevolumen liegt bei 11 Kubikmetern, die Nutzlast je nach Variante zwischen 1 und 1,75 Tonnen. Der Preis soll rund 69.500 Euro betragen. Ein elektrischer VW-Bus ist für das Jahr 2022 angekündigt.
  • Der Iveco Daily Electric ist das größte E-Gefährt in der Transporterklasse. Mit bis zu 17,0 Kubikmeter Ladevolumen und fast 2,7 Tonnen Nutzlast wird er als Kastenwagen, Fahrgestell und Minibus mit unterschiedlichen Radständen angeboten. Mit einer Akkuladung kommt der Transporter rund 130 Kilometer weit. Preis: ab 75.000 Euro.
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