Wallbox
17.03.2019 Politik von: Redaktion

Wallbox anmelden: Wann gilt die Meldepflicht?

Fortan ist eine Meldepflicht für die hauseigene Wallbox im Gesetz verankert. Die Verordnungsänderung trat am 21. März 2019 in Kraft und ist in § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) festgehalten. Sie besagt, dass die Inbetriebnahme einer Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge dem Netzbetreiber im Vorhinein mitzuteilen ist. Bisher hatte dies jeder Netzbetreiber unterschiedlich geregelt.

Wer sein Elektroauto zuhause laden will, für den bietet sich die Anschaffung einer Wallbox an. In der hauseigenen Garage lässt sich so beispielsweise das E-Auto über Nacht aufladen, ohne dass dabei die Haushaltssteckdose in Anspruch genommen werden müsste. Wer sich eine solche Wallbox anschafft, muss dies fortan bei seinem lokalen Netzbetreiber melden.

Meldepflicht nach § 19 NAV

Ladeeinrichtungen jeder Art für Elektrofahrzeuge sind dem Netzbetreiber vor deren Installation mitzuteilen, so § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung. Ladeeinrichtungen mit einer Leistung bis einschließlich 12 kW müssen gemeldet werden, überschreitet die Summen-Bemessungsleistung der Wallbox 12 Kilovoltampere ist zudem die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers notwendig. Der Netzbetreiber ist in diesem Fall verpflichtet, sich innerhalb von zwei Monaten nach Eingang der Mitteilung zu äußern. Aber Vorsicht: Der Netzbetreiber ist nicht gleichzeitig Ihr Stromanbieter. Letzterer kann Ihnen aber Auskunft geben, welcher Netzbetreiber für Ihre Region zuständig ist oder Sie sehen auf Ihrer Stromrechnung nach.

Netzbetreiber sprechen sich für Meldepflicht aus

Einer Umfrage zufolge sind nur etwa 10.000 private Ladepunkte, vor allem mit Leistungen von 11 und 22 kW, den Netzbetreibern bekannt, was in etwa 15 % der deutschlandweiten privaten Ladeeinrichtungen entspricht. Eine Mehrzahl der Netzbetreiber hat sich deswegen für eine Meldepflicht ausgesprochen und wünscht sich mehr Steuerbarkeit der privaten Ladeinfrastruktur.

Bisher wurde die Anmeldung einer Wallbox von Netzbetreiber zu Netzbetreiber unterschiedlich gehandhabt. Bei manchen Netzbetreibern musste man so beispielsweise eine Ladeeinrichtung ab 4,6 kW anmelden, bei manchen erst ab 11 kW – wieder andere sahen eine Meldepflicht bis jetzt nicht vor. Die Verordnungsänderung regelt die Meldepflicht nun deutschlandweit einheitlich.

Verbraucher sollten Ladeeinrichtung melden

Verbraucher sollten daher die Einrichtung einer Wallbox vor Inbetriebnahme beim eigenen Netzbetreiber melden. Dies kann auch durch den Installateur der Ladeeinrichtung erfolgen. Für einen unkomplizierten Vorgang zum Melden der Wallbox könnte in Zukunft ein Prozess aufgesetzt werden, der dem Kunden bei unproblematischen Fällen möglichst eine schnellere Rückmeldung gibt.

Warum ist eine Meldepflicht notwendig?

Für die Netzbetreiber ist es wichtig zu wissen, wie viele Ladepunkte in ihrem Netz angeschlossen sind, denn nur dann kann die Stabilität des Stromnetzes gewährleistet werden. Die Anmeldung sorgt für mehr Transparenz und macht es so leichter abzuschätzen, wie viel Energie in welcher Region zu welcher Tageszeit benötigt wird. Damit kann eine Überlastung des Netzes verhindert werden. Bei Wallboxen mit Leistungen über 12 kW prüft der Netzbetreiber, ob die Leitungen für solch eine hohe Leistung geeignet sind. In diesem Zuge werden ebenfalls Sicherungen und Anschlüsse geprüft, damit es nicht zu gefährlichen Überlastungen kommen kann, die beispielsweise einen Kabelbrand auslösen können.

Wallbox mit Leistung über 12 kW angemeldet – und wie geht es weiter?

Wurde die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet, sollten Sie innerhalb der nächsten 2 Monate eine Rückmeldung erhalten, entweder stimmt der Netzbetreiber der Installation zu oder lehnt diese ab.

  • Der Netzbetreiber stimmt der Installation zu:
    Wird die Wallbox seitens des Neztbetreibers genehmigt, kann die gewünschte Ladeleistung problemlos zur Verfügung gestellt werden. In der Regel sollte wenige Wochen nach der Anmeldung eine Anschlusszusage mit einer Gültigkeit von 4 Monaten eintreffen. In dieser Zeit muss die Ladestation von einem Elektroinstallateur oder eine anderen geeigneten Fachfirma installiert und in Betrieb genommen werden.
  • Netzbetreiber verweigert die Genehmigung der Wallbox:
    Wird die Installation der Wallbox nicht genehmigt liegt es an einzelnen Teilen des Stromnetzes, die nicht für so eine hohe Leistung ausgelegt sind. Das können beispielsweise Leitungen oder Sicherungen sein. In diesem Fall müssen die entsprechenden Teile vor der Installation der Ladestation verstärkt oder umgebaut werden. Die Kosten für die Änderungen trägt der Antragsteller, der die Wallbox installieren möchte. Erst nach Abschluss aller Maßnahmen und Arbeiten darf die Wallbox von einem Fachmann installiert und in Betrieb genommen werden.

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